LAOLA1 checkt die Viertelfinal-Duelle

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Es ist wieder soweit.

Die Erste Bank Eishockey Liga geht in die entscheidende Phase. Nach Grunddurchgang und Zwischenrunde stehen endlich die Playoffs auf dem Programm.

Aus acht mach vier

RB Salzburg gegen VSV, Black Wings Linz gegen HC Bozen, HC Znojmo gegen KAC und Fehervar AV19 gegen Vienna Capitals lauten die vier Viertelfinale-Paarungen.

Im „best-of-seven“-Modus ermitteln diese Mannschaften die Halbfinalisten. Doch wer hat die besten Karten, unter die letzten vier Teams zu kommen und worauf wird es in den vier Duellen ankommen?

LAOLA1 checkt die EBEL-Viertelfinalpaarungen:

RB SALZBURG (1) - VSV (6)

AUSGANGSLAGE

Den Grunddurchgang überlegen gewonnen, in der Pick-Round nur das bedeutungslose letzte Spiel gegen Znojmo verloren – RB Salzburg ist das Um und Auf der EBEL. Egal ob Defensive oder Offensive, Salzburg ist überall stark besetzt und konnte aufgrund des tiefen Kaders als einziges Team die komplette Saison mit vier Linien auflaufen. Ein Vorteil, der sich vor allem nach einer kräftezehrenden Saison in den Playoffs bemerkbar machen kann.

Ist Salzburg das Team der Stunde, so ist der VSV der negative Gegenpart dazu. Nicht weniger als zwölf Spiele in Folge haben die Draustädter zuletzt verloren und stellten damit einen Negativ-Rekord für diese Saison auf. Zwar sind die „Adler“ in der Zwischenrunde fast schon traditionell schwach, weil erfahrene Cracks geschont werden und viele Junge zum Einsatz kommen. Ob sie allerdings ausgerechnet gegen Salzburg wieder in die Spur finden, darf bezweifelt werden.

Von sechs Duellen gingen zwei – je im Penaltyschießen – an den VSV.  Bis auf die Begegnungen zu Saisonbeginn gab es nur knappe Ergebnisse, das darf man wohl auch in den Playoffs erwarten.

TEAMVERGLEICH

Key Player

Thomas Raffl: Der Villacher im Dress der „Bullen“ spielt eine seiner besten Saisonen. Er strahlt ständig Torgefahr aus und hält bei 26 Toren, nur die Linzer Brian Lebler (35) und Andrew Kozek (32) haben mehr erzielt.  Können sich die Salzburger auch in den Playoffs auf ihren Top-Torschützen verlassen, dürfte es schwer sein, sie zu schlagen.

Darren Haydar/Jason Krog: Zu Saisonbeginn versuchte man in Villach, die Abgänge von Derek Ryan und John Hughes mit einer ausgeglichenen Mannschaft zu kompensieren. Dieses Experiment schlug fehl und so wurden mit Haydar und Krog wieder zwei Extrakönner verpflichtet, die seither das Herzstück der Offensive sind. Kommen sie ins Rollen, können sie auch Salzburg vor Probleme stellen.

Datum

Heim

Gast

Ergebnis

16.10.2014

Salzburg

VSV

6:1

21.11.2014

VSV

Salzburg

0:3

21.12.2014

Salzburg

VSV

2:3 n.P.

09.01.2015

VSV

Salzburg

6:5 n.P.

17.02.2015

VSV

Salzburg

2:3 n.P.

24.02.2015

Salzburg

VSV

4:3

Thomas Raffl geht dahin, wo es weh tut

Goalies

Luka Gracnar: Der junge Slowene musste den gesamten November wegen eines Ermüdungsbruchs pausieren und kommt daher nur auf 27 Einsätze. In diesen bewies er aber einmal mehr seine Klasse, eine Fangquote von 92,70 Prozent sind der drittbeste Liga-Wert. Darüber hinaus können die „Bullen“ in Bernd Brückler auf einen überaus erfahrenen Backup zurückgreifen.

Jean-Philippe Lamoureux: Der US-Amerikaner ist einer der besten, wenn nicht der beste Keeper der Liga. Seine Fangquote von 93,20 Prozent ist Liga-Spitzenwert, ist er einmal heiß gelaufen, ist es auch für die „Bullen“-Offensive schwer, ihn zu bezwingen.

Special Teams

Egal ob Powerplay oder Penalty-Killing, „Bullen“-Coach Daniel Ratushny und sein Gegenüber Hannu Järvenpää haben ihre Hausaufgaben gemacht und schicken im Über- und Unterzahlspiel gefährliche Formationen aufs Eis.

Die Mozartstädter verfügen bei einer Erfolgsquote von 84,21 Prozent über das nominell beste Penalty-Killing, die Kärntner folgen mit ebenfalls starken 82,59. In Überzahl zeigt sich die Stärke von Haydar und Krog, die dann sehr viel Eiszeit erhalten. 44 Powerplaytore bei 187 Überzahl-Situationen bedeuten 23,53 Prozent Erfolgsquote. Die Salzburger folgen mit 23,11 Prozent nur knapp dahinter.

FAZIT

Auch wenn der VSV ein unangenehmer Gegner sein kann, führt kein Weg an Salzburg vorbei. Die „Bullen“ verfügen über eine Kadertiefe wie keine andere Mannschaft, befinden sich seit Monaten in Top-Form und strotzen nur so vor Selbstvertrauen. Länger als fünf Spiele wird diese Serie nicht dauern, dann ist für Villach Urlaub angesagt.

BLACK WINGS LINZ (2) - HC BOZEN (7)

AUSGANGSLAGE

Die Black Wings gelten als das konstanteste Team der Liga und werden nicht umsonst in einem Atemzug mit Salzburg genannt, wenn es um den Favoriten auf den Titel geht. Coach Rob Daum verändert seine Mannschaft seit Jahren immer nur punktuell und kann auf einen Kern von eingespielten und eingeschworenen Cracks vertrauen.

Der HC Bozen ist wenn man so will das Gegenstück zu den Linzern. Von der letztjährigen Meistermannschaft ist nicht mehr viel übrig. Finanzielle Probleme zwangen die Südtiroler zum Aufbau eines neuen Teams. Zudem wurde nach dem Verpassen der direkten Playoff-Qualifikation Headcoach Mario Simioni durch Don MacAdam ersetzt. Der 64-jährige Kanadier führte die "Foxes" schlussendlich souverän durch die Quali-Runde, jetzt wartet allerdings der erste richtige Prüfstein.

In Vier Saisonduellen ginge jeweils das Heimteam als Sieger vom Eis, allerdings agierten die Linzer in der KeineSorgenEisArena souveräner und retteten sich einmal in Bozen sogar in die Overtime.

TEAMVERGLEICH

Key Player

Sebastien Piche: Ja, Brian Lebler und Andrew Kozek sind für die Tore zuständig, Brad Moran und Rob Hisey machen das Spiel, doch Piche ist der Mann, der den Unterschied ausmachen kann. Der 27-jährige Verteidiger war vergangene Saison das wichtigste Puzzlestück in der Bozener Meistermannschaft. In Linz konnte er zunächst nicht ganz an seine Form anknüpfen, kam jedoch mit Fortdauer der Saison immer besser in Fahrt. Seine Powerplay-Tore können den Unterschied ausmachen.

Ziga Pance: Der Meister-Torschütze erweist sich in dieser Saison als wahrer Goalgetter. 22 Mal hat der Slowene bereits getroffen, dazu gesellen sich 17 Assists. Mit sieben Volltreffern im Powerplay ist Pance zudem der gefährlichste Bozener bei numerischer Überlegenheit.

<span style=\'font-size: 11.0pt; line-height: 115%;\'>Datum

Heim

Gast

Ergebnis

20.09.2014

Black Wings

Bozen

5:2

12.10.2014

Bozen

Black Wings

4:1

21.12.2014

Bozen

Black Wings

3:2 n.V.

01.02.2015

Black Wings

Bozen

5:1

Sebastien Piches Powerplaytore können den Unterschied ausmachen

Goalies

Mike Ouzas: Viele Experten sehen im 29-jährigen Kanadier den besten Keeper der Liga. Nur Jean Philippe Lamoureux (93,20) hat eine leicht bessere Fangquote als seine 93,04 Prozent und was seinem Gegentorschnitt von 2,22 betrifft muss er nur Salzburgs Luka Gracnar (2,04) den Vortritt lassen. Dieser hatte mit 740 aber auch deutlich weniger Schüsse abzuwehren, als Ouzas (1.451).

Jaroslav Hübl: Der Tscheche ist gemeinsam mit dem Grazer Danny Sabourin der Marathon-Mann der Liga. Der 32-Jährige stand nur in einem einzigen Spiel nicht zwischen den Pfosten und führt die Liga in der Shutout-Wertung an, vier Mal hielt er seinen Kasten sauber. Wie man letzte Saison gesehen hat, kann Hübl in den Playoffs über sich hinauswachsen, angesichts der starken Linzer, dürfte das auch notwendig sein.

Special Teams

Während die Black Wings mit 44 Toren in 216 Powerplay-Situationen über ein durchschnittliches Überzahl-Spiel verfügen, haben die Südtiroler große Probleme, die numerische Überlegenheit in Tore umzumünzen. Mit einer Erfolgsquote von gerade einmal 14,74 Prozent sind sie mit Abstand das schlechteste Playoff-Team dieser Statistik, insgesamt war nu Ljubljana schwächer.

Im Penalty Killing bietet sich dasselbe Bild. Während Linz mit 81,08 Prozent im Mittelfeld rangiert, finden sich die Bozener (77,27) am unteren Ende der Tabelle. Erneut ist nur Ljubljana (71,09) schwächer und das darf kein Maßstab sein.

FAZIT

Bozen hat zwar letzte Saison bewiesen, dass man mit ihnen rechnen muss, wenn es darauf ankommt, die Mannschaft ist aber mit jener des Vorjahres nicht zu vergleichen. Linz dagegen gilt nicht umsonst neben Salzburg als Meisterschaftsfavorit. Alles andere als ein Linzer Weiterkommen in fünf Spielen wäre überraschend.

HC ZNOJMO (3) - KAC (8)

AUSGANGSLAGE

Eigentlich kommt es in diesem Duell zum Spiel der Gewinner der Zwischenrunde. Beide Teams hielten sich ihre Top-Performance für die zehn Spiele in der Pick- bzw. der Quali-Runde auf. Znojmo ist mit sieben Siegen mit Linz die zweitbeste Mannschaft der Pick-Round, der KAC ging den letzten sieben Spielen sechs Mal als Sieger vom Eis.

Der KAC ist, auf die ganze Saison gesehen, das komplette Gegenteil zu den "Farbenkollegen" aus Tschechien. Früher Trainerwechsel, ständige Unruhen, schwache Legionäre und ein mürrisches Publikum ließen, wie beinahe jedes Jahr auch heuer keine Ruhe in der Lindwurmstadt einkehren. Trotzdem stehen die Rotjacken in den Playoffs und können sich durchaus Chancen ausrechnen.

Znojmo wirkt im Vergleich zum KAC wie eine braves Schulmädchenteam. Keine Skandale, kaum Unruhen und ein solides System das seit Jahren die Zuseher in die Halle lockt. Weiters können sich die Tschechen auf ihre Konstanz verlassen: Seit Ligabeitritt war Znojmo jedes Jahr in den Playoffs.

Die Saisonbilanz zwischen den Kärntnern und den Tschechen ist mit 2:2 ausgeglichen. Eigentlich sehr verwunderlich, dass sich Znojmo für den KAC entschieden hat, hätte man doch gegen die Capitals eine bessere Bilanz.

TEAMVERGLEICH

Key Player

Havlik und Pucher: Alt und jung verträgt sich gut - auch in Znojmo. Wenn man zwei Spieler aus dem starken Kollektiv hervorheben möchte sind es Adam Havlik und Peter Pucher. Der 24-jährige Flügelstürmer Havlik knüpfte nahtlos an seinen mächtige Vorjahres-Saison an und hält derzeit bei 45 Scorerpunkte aus 48 EBEL-Matches. Sein 40-jähriger Linienkollege Peter Pucher zählt da mit seinen 40 Lenzen schon zu den Routiniers der Mannschaft. Der älteste Crack der Liga hält mit 45 Punkten aus 46 Spielen zu den gefährlichsten Centers der EBEL.

Jamie Lundmark: Der MVP aus der letzten KAC-Meistersaison (2013) ist noch immer die Lebensversicherung für Rot-Weiß. Trotz Entlastung durch erfahrene Topspieler wie Thomas Koch, Oliver Setzinger oder den endlich angekommenen Jean-Francoise Jacques, kann Lundmark an guten Tagen ein Spiel entscheiden. Mit dem 34-jährigen Kanadier steht und fällt das Powerplay des Rekordmeisters.

Datum

Heim

Gast

Ergebnis

24.10.2014

KAC

Znojmo

4:1

25.11.2014

Znojmo

KAC

3:4

05.12.2014

KAC

Znojmo

1:4

28.12.2014

Znojmo

KAC

4:2

Jason DeSantis kann für die KAC-Defense noch Gold wert sein

Goalies

Chris Holt: Der erst mitten in der Saison von Znojmo verpflichtete Keeper wird auch im Playoff die Nummer eins bei den Tschechen sein. Solide Leistungen und eine Tiefenentspanntheit zeichnen den 29-jährigen Nordamerikaner aus. Im Duell mit seinem Gegenüber zieht der Ex-KHL-Goalie vermutlich wohl den Kürzeren.

Pekka Tuokkola: Der Finne zählt zu den absoluten Gewinnern dieser Saison. Der KAC kann sich bei seinem starken Rückhalt bedanken, dass man in den Playoffs steht. Big-Saves und ein risikohaftes Spiel (was bisher beinahe stets funktionierte) zeichnen den introvertierten 31-Jährigen aus. Tuokkola könnte in engen Partien das Zünglein an der Waage sein.

Special Teams

Beide Teams verfügen über ein starkes Powerplay. Böse Zungen würden meinen, dass die Special-Teams die gesamte Mannschaft im Prinzip ausmachen. Vor allem Znojmo findet mit einer fast 25-Prozent-Quote in Überzahlspielen stets die passende Antwort auf brenzlige Situationen.

In Unterzahl tun sich die Kärntner eher schwer - rangieren sie doch nur auf dem achten Rang der PK-Tabelle. Auch in dieser Kategorie haben die Adler die Nase vorn. 81.22 % aller Unterzahlspiele übersteht Znojmo unbeschadet.

FAZIT

Znojmo ist eines der eisläuferisch und technisch stärksten Teams der Liga. Die härter Gangart der Playoffs könnte ihnen jedoch zu schaffen machen. Beim KAC lässt sich erkennen, dass Schnittpartien gewonnen werden, ohne wirklich zu glänzen. Die Rot-Weißen zaubern zwar nicht mehr, wissen aber was sie benötigen um am Ende des Tages erfolgreich zu sein. Da man in Klagenfurt schon die Meisterfeier am Neuen Platz plant, kann man nur von einem Sieg des KAC in sieben Spielen ausgehen.

FEHERVAR AV19 (4) - VIENNA CAPITALS (5)

AUSGANGSLAGE

Die Ungarn gehen mit dem Selbstvertrauen von fünf Siegen aus den letzten sechs Spielen  - zwei davon gegen die Caps -  in die Playoffs. Einzig gegen die starken Linzer zog man zuletzt den Kürzeren. Überhaupt spielte Fehervar wie schon in der Saison 2011/12, als man Dritter wurde, eine starke Platzierungsrunde. Damals musste die Mannschaft von Coach Rob Pallin allerdings schon im Viertelfinale gegen Ljubljana die Segel streichen.

Bei den Capitals ging es in den letzten Wochen drunter und drüber. Die Mannschaft verlor nach einem starken Saisonstart um Weihnachten herum den Faden und stolperte von einer Niederlage in die nächste. Bozens Meister-Coach Tom Pokel konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen und musste vorzeitig gehen. Als Feuerwehrmann wurde mit Jim Boni ein alter Bekannter präsentiert. Der 51-jährige Kanadier führte die Wiener in der Saison 2004/05 zum bislang einzigen Meistertitel und soll es nun richten.

Die Saisonbilanz der beiden Teams ist ausgeglichen, beide trugen je drei Siege davon. Die letzten beiden Duelle gingen allerdings an die Ungarn.

TEAMVERGLEICH

Key Player

Frank Banham: Der mittlerweile 39-jährige Kanadier ist das Um und Auf bei Fehervar.  Seit ihn Salzburg 2006 in die Liga holte, ist Banham aus der EBEL nicht mehr wegzudenken. Er spielte für die „Bullen“, Olimpija Ljubljana, Medveszak Zagreb und nun die dritte Saison für Fehervar. Und er liefert immer. Diese Saison hält der punktebeste legionär der EBEL-Geschichte bei 44 Punkten in 46 Einsätzen. Man kann davon ausgehen, dass in den Playoffs noch ein paar folgen.

Kristopher Foucault: Der junge Kanadier schlug zu Saisonbeginn ein wie eine Bombe und traf beinahe nach Belieben. Mit Fortdauer der Spielzeit ging sein Scoring Touch aber irgendwie verloren. 22 Tore sind zwar alles andere als schlecht, wollen die Caps aber weiterkommen, muss Foucault wie im Oktober und November spielen.

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Heim

Gast

Ergebnis

14.09.2014

Capitals

Fehervar

6:3

03.10.2014

Fehervar

Capitals

2:3

04.12.2014

Fehervar

Capitals

4:3

28.12.2014

Capitals

Fehervar

1:0

20.02.2015

Capitals

Fehervar

2:3

22.02.2015

Fehervar

Capitals

4:2

Matt Zaba muss endlich auch in den Playoffs performen

Goalies

Christian Engstrand: Der Erfolg der Ungarn lässt sich auch an der Verpflichtung des schwedischen Goalies festmachen. Seit er zwischen den Pfosten steht, stehen die „roten Teufel“ defensiv deutlich stabiler, was auch sein Gegentorschnitt von nur 2,22 beweist.

Matt Zaba: Der Kanadier absolviert bereits seine dritte Saison in der Hauptstadt. Er gilt als einer der besten Keeper der Liga und kann den Unterschied ausmachen. Kritiker werfen dem 31-Jährigen allerdings vor, gerade in den Playoffs nicht immer seine Top Leistung abzuliefern.

Special Teams

Sowohl Fehervar als auch die Caps gehören nicht gerade zu den besten Teams der Liga, wenn sie mit einem Mann weniger agieren müssen. Das Penalty-Killing der Wiener weist eine Erfolgsquote von 79,91 Prozent auf, das der Ungarn gerade mal 77,36 Prozent – nur Bozen und Ljubljana sind schwächer. Allerdings konnten die „roten Teufel“ auch acht Treffer in Unterzahl erzielen.

Anders sieht die Sache im Powerplay aus, wo Fehervar nur dem HC Znojmo den Vortritt lassen muss. Fast 24 Prozent beträgt die Erfolgsquote in Überzahl, die Caps hingegen kommen nicht einmal auf 20 Prozent.

FAZIT

Aufgrund des Trainerwechsels sind die Capitals schwer einzuschätzen. Die Mannschaft an sich ist mindestens gut genug für das Halbfinale, ob der Coach die die Cracks allerdings schon erreicht hat, ist noch ungewiss. Die ersten beiden Spiele dieser Serie werden richtungsweisend. Sollten die Caps in Ungarn verlieren und am Sonntag zu Hause nicht ausgleichen können, dürfte es das gewesen sein. Ein Heimsieg vor ausverkaufter Halle könnte allerdings Energien freisetzen...

 

Fabian Santner/Paul Preisig

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