Caps-Trainereffekt bleibt aus, KAC muss wieder zittern

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Die Vienna Capitals fanden auch unter Interims-Coach Phil Horsky nicht auf die Siegerstraße zurück.

Die Hauptstädter verloren bei Fehervar 2:4 und sind nun Letzter der Pickround, da der VSV beim 1:2 n.P. gegen Znojmo einen Punkt holte. Leader Salzburg setzte sich im Spitzenspiel gegen Linz 5:3 durch.

In der Quali-Runde musste sich der KAC Bozen nach 3:1-Führung 3:5 geschlagen geben. Graz stand nach einem 3:0 gegen Innsbruck auf dem letzten Playoff-Platz. Dornbirn schlug Ljubljana 2:1.

RB Salzburg - Black Wings Linz 5:3 (2:0,0:0,3:3)

Tore: Heinrich (9.), Duncan (14./PP, 51.), Welser (48., 60./EN)  bzw. Lebler (49., 51.), Kozek (56./PP)

Salzburg, 3.015; Strafminuten: 16 bzw. 10

Six-Pack: Nach einem torlosen zweiten Drittel zeigten beide Teams im Schlussabschnitt, dass dieses Spiel zurecht als Topduell bezeichnet wurde. Sechs Tore in 13 Minuten, zwei Mal gelang Linz innerhalb einer Minute der Anschlusstreffer. Nach dem Powerplay-Tor von Kozek fünf Minuten vor dem Ende, schien sogar die Sensation noch möglich.

Linzer Scharfschütze: Wenn Luka Gracnar in der Nacht schweißgebadet aufwacht, träumt er vermutlich von den Handgelenksschüssen von Brian Lebler. Gleich zwei Mal musste sich der Schlussmann der Salzburger durch Weitschüsse aus der exakt selben Position geschlagen geben. Einmal schlug die Scheibe über seiner rechten Schulter ein, beim zweiten Mal im gegenüberliegenden Kreuzeck.

Doppelt gemoppelt: Gleich drei Cracks durften sich als Doppeltorschützen feiern lassen. Neben dem bereits erwähnten Lebler waren auch Ryan Duncan und Daniel Welser zweimal erfolgreich. Welser profitierte dabei davon, dass sein Teamkollege Dominique Heinrich den Puck nicht selbst ins leere Tor schoss, sondern uneigennützig abspielte.

HC Bozen - KAC 5:3 (1:2,2:1,2:0)

Tore: Gander (15., 39.), Pance (40.), Insam (48.), De Simone (60.) bzw. Jacques (3.), M. Geier (20.), Pöck (30.)

Bozen, 2.759. Strafminuten: 6 bzw. 6.


KAC fehlt Konstanz: Die Klagenfurter sind zurück im Wellental. Nach guten Vorstellungen müssen die KAC-Cracks wieder einen Rückschlag im Kampf um die Playoffs hinnehmen. Nicht dass man gegen die Füchse aus Südtirol nicht verlieren kann – keinesfalls. Der KAC zeigt nur erneut, dass man einem kurzen Hoch nicht immer trauen darf.

 

Koch feiert Jubiläum: Thomas Koch kann sich zumindest mit einem Jubiläum trösten. Wie Klub-Kollege Johannes Reichel und Caps-Verteidiger Sven Klimbacher zählt der Klagenfurter ab heute auch in den elitären Klub der "600er". So oft durfte der 31-Jährige bereits in Österreichs höchster Eishockey-Spielklasse aufs Eis gehen. Gratulation!


Bozen fast fix in den Playoff: Keine Mannschaft, kein Geld, keine Unterstützung aber dafür die Playoffs so gut wie fix in der Tasche. Die Füchse dürfen nach dem Heimsieg sich auf eine immer wahrscheinlichere Teilnahme an der „fünften Jahreszeit“ freuen. Und das trotz Trainerwechsels, immensen Gegenwind von Stadt und Region, dauerverletzten Legionären und Stützen, Zwangsversteigerung… Respekt!

Fehervar AV19 -

Vienna Capitals 4:2 (1:1,3:1,0:0)

Tore:  Bartalis (17.), Ejdepalm (26./PP2), Banham (31.), Sikorcin (39./PP2) bzw. Sylvester (9./PP), Schiechl (25./SH)

Szekesfehervar, 3.071. . Strafminuten: 10 bzw. 18


Kickert war nicht schuld: Eigentlich nicht schwierig in so einem Spiel bester Capital-Crack zu sein. Doch muss man dem jungen Wiener zu Gute halten, dass er trotz einer katastrophalen Defensiv-Leistung ruhig geblieben ist und die Niederlage schlussendlich noch in Grenzen hielt.  Der 20-Jährige konnte 27 Schüsse abwehren.

Oldie but Goldie: Routinier Frank Banham ist der wohl bunteste Vogel der Liga. Olimpija Ljubljana, RB Salzburg, Medvescak Zagreb und nun Fehervar sind seine EBEL-Stationen. Und jedes Mal konnte man sich auf den Mann mit indianischen Wurzeln verlassen. Gegen die Wiener erzielte der bereits 39-jährige Flügelstürmer sein 18. Saisontor - insgesamt sein 450. EBEL-Punkt.

Kein Trainereffekt: Kein Trainereffekt bei den Caps. Da hätte sich Co-Trainer Phil Horsky sein EBEL-Trainerdebüt wohl anders vorgestellt. Die Rotation im Tor war nicht ausschlaggebend – die Linien wurden kaum umgestellt – nur die Einstellung passte nicht. Doch dafür kann der 32-jährige Wiener nichts. Für seine zukünftige Trainerlaufbahn kann man Horsky nur gute Besserung wünschen.

Olimpija Ljubljana - Dornbirner EC 1:2 (1:1,0:0,0:1) 

Tore:  Pesut (14./PP) bzw. Bombach (16.), Petrik (42.)

Ljubljana, 250; Strafminuten: 6 bzw. 8

VSV -HC Znojmo 1:2 n.P. (0:0,0:0,1:1,0:0,0:1)

Tore: Platzer (48.) bzw. Sedivy (57./PP und entscheidender Penalty)

Villach, 3.244. Strafminuten: 10 bzw. 12

Graz99ers - HC Innsbruck 3:0 (0:0,2:0,1:0)

Tore: Woger (24.), Ganahl (33.), Pinter (43.)

Graz, 1.940.  Strafminuten: 8 bzw. 4.

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