Von Heros zu Zeros in 46 Stunden

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Die neue EBEL-Saison bleibt ein Up and Down für die Vienna Capitals. Die Wiener verloren 2:5 bei Olimpija Ljubljana.

Music (7./PP) und Pesut (8.) brachten die Slowenen früh auf Kurs, auf Whitmores Treffer (20., 23.) hatte Hebar eine Antwort (24.), der noch ein Tor (57.) beisteuerte.

Dornbirn unterlag dem KAC 2:3 und gab die Tabellenführung wieder an Znojmo (2:1 über Fehervar) ab.

Innsbruck gewann in Graz 2:1, Linz bezwang Villach 3:1.

Schon zuvor konnte Salzburg den ersten Sieg feiern, es gab jedoch zur zwei Punkte für den Meister: Bozen glich 42 Sekunden vor Ende aus, Komarek besiegelte im Penaltyschießen das 6:5.

LAOLA1 hat alle Facts zur 4. EBEL-Runde:

Olimpija Ljubljana - Vienna Capitals 5:2 (2:1,1:1, 2:0)

Tore: Music (7./PP), Pesut (8., 55.), Hebar (26., 57.) bzw. Whitmore (20., 23.).

Hala Tivoli, Ljubljana, 500 Zuseher. Strafminuten: 18 bzw. 18.


Doppelt gemoppelt: Gleich drei Spieler trafen in Ljubljana doppelt. Whitmore holte die Caps mit seinen beiden Toren, drei Sekunden vor und drei Minuten nach der ersten Drittelpause, zurück in die Partie. Pesut und Hebar schnürten ihren Doppelpack in der Schlussphase und verpassten den Wienern so den Todesstoß.

Das schmerzt: Die Wiener mussten in Slowenien auf ihren regulären Keeper Nathan Lawson verzichten, nachdem dieser sich in der letzten Partie eine Kopfverletzung zugezogen hatte. Aus dem Krankenhaus wurde Lawson inzwischen schon wieder entlassen, spielen darf er aus Sicherheitsgründen bis auf weiteres nicht. Sicherheit zeichnete seinen Vertreter, David Kickert, bei seinem Auftritt aber nicht gerade aus. Der Keeper machte gleich bei mehreren Gegentreffern eine unglückliche Figur.

 Life is a rollercoaster: Das sang schon Ronan Keating. Wir wollen den Wienern jetzt nicht unterstellen, große Fans des Ex-Boyzone-Sängers zu sein, aber das Auf und Ab in der laufenden Saison ist schon beeindruckend. Auswärts den Meister geschlagen, daheim gegen Dornbirn verloren, Znojmo in Wien zerlegt, in Laibach der nächste Tiefschlag. Hält die Serie, können sich die Fans aber zumindest schon einmal auf den kommenden Heim-Sieg gegen Fehervar freuen.

Red Bull Salzburg - HC Bozen 6:5 n.P. (0:1, 3:3, 2:1, 0:0 - 1:0)

Tore: Hughes (22.), Walter (30./PP), Fahey (36./PP), Heinrich (49.), Ledin (54.), GWP Komarek bzw. Bernard (11.), Pope (24.), Gander (25.), Pollastrone (27./PP), Broda (60.).

Eisarena Salzburg, 1.980 Zuseher. Strafminuten: 4 bzw. 12.


Übermut tut selten gut: Die Anfangsphase gehörte ganz den Bullen. In den ersten zehn Minuten sah Luka Gracnar kaum einen Puck, während der Meister Chance um Chance vorfand. Doch mit dem ersten ernsthaften Angriff sorgte Anton Bernard für einen Nackenschlag.

Ein Anlass zur Rotation?: Luka Gracnar legte einen Kaltstart in das EBEL-Jahr hin. Mit 84,4% Fangquote (14 Gegentore bei 90 Schüssen) war der Slowene in den ersten drei Partien schwächster Goalie der gesamten Liga. Auch heute fing er sich vier "Bummerl" aus 22 Versuchen ein und machte danach, wie schon in Znojmo, für Fabian Weinhandl Platz. Der gebürtige Grazer stellte sich besser an, der bittere Ausgleich 42 Sekunden vor Ende war der einzige Bozener Erfolg gegen ihn (abgesehen vom bedeutungslosen Penalty von Sean McMonagle). Dan Ratushny sollte sich überlegen, ob Weinhandl nicht von Beginn weg die bessere Option wäre.

Vier gewinnt: Statistisch gesehen war nicht Penalty-Held Konstantin Komarek, sondern Ben Walter Mann des Spiels. Neben seinem Tor zum 2:4 konnte er sich am 3:4, 4:4 und 5:4 als Assistgeber beteiligen, was starke vier Scorerpunkte in der Endabrechnung einbrachte.

Dornbirner EC - KAC 2:3 (0:1, 2:2, 0:0)

Tore: Siddall (31./PP, 34.) bzw. Popovic (10.), Lundmark (33./PP), M. Geier (37./SH).

Messestadion Dornbirn, 3.321 Zuseher. Strafminuten: 8 bzw. 6.


Erste Saisonpleite: Die Vorarlberger waren das Überraschungsteam der ersten drei EBEL-Runden. Nach den Siegen über die Caps, den VSV und Salzburg setzt es aber im vierten Spiel der neuen Saison eine knappe Heimniederlage gegen den österreichischen Rekordmeister. Somit mussten die Vorarlberger auch die Tabellenführung abgeben.

Ereignisreiches Mitteldrittel: Vier Tore und sechs Strafen (drei für jedes Team) hatten die zweiten 20 Minuten zu bieten. Beide Teams stürmten drauf los und vergaßen teilweise auf die Defensive. Dazu kamen etliche Undiszipliniertheiten auf beiden Seiten. Eine Unachtsamkeit der Dornbirner Defensive eröffnete die Möglichkeit auf den Siegestreffer durch Geier, der mit einem Shorthander den Game-Winner erzielte.

Doppelpack half nichts: Matt Siddall war der beste Akteur im Bulldogs-Dress. Der DEC-Stürmer verzeichnete zwei Tore und strahlte oft Gefahr aus. Aber auch eine Druckphase im Schlussdrittel konnte die erste Saisonpleite nicht abwenden.

Black Wings Linz - VSV 3:1 (0:1, 3:0, 0:0)

Tore: Piche (24.), Hofer (26.), Latendresse (33.) bzw. Santorelli (5.).

Keine-Sorgen-Eisarena, Linz, 3.950 Zuschauer. Strafminuten: 15+Penalty R. Lukas bzw. 11.


Linzer Offensive erfing sich: Okay, fünf Tore hatten die Black Wings schon zu Buche stehen - aber alle wurden beim 5:1-Auswärtserfolg über Bozen erzielt. In Znojmo (0:4) und daheim gegen Graz (0:1) blieb man offensiv flügellahm. Gegen den VSV lief es, nach schwieriger Anfangsphase, besser. 83:52 Minuten sollte die Treffersperre vor eigenem Publikum dauern, ehe sich die Stahlstadtfans erstmals freuen konnten - dafür zeichnete sich Sebastien Piche verantwortlich. Olivier Latendresse schoss dazu sein erstes Tor für den neuen Verein.

Ein harter Hit: Für Florian Mühlstein war der Auswärtsauftritt frühzeitig beendet. Der Villacher steckte einen harten, aber fairen Bandencheck von Dan DaSilva ein und torkelte benommen in die Kabine. Sollte die Aktion tatsächlich eine Verletzung nach sich gezogen haben, könnten die Adler in den nächsten Runden vor Verteidigungsproblemen stehen.

 Graz99ers - HC Innsbruck 1:2 (0:1, 1:1, 0:0)

Tore: White (37.) bzw. Scofield (14.), Hahn (30./PP).

Eisstadion Graz-Liebenau, 1.720 Zuschauer. Strafminuten: 8 bzw. 6.


Heimschwäche: Die Grazer gingen zum dritten Mal in der noch jungen EBEL-Saison als Verlierer vom eigenen Eis. Nach den Pleiten gegen Bozen und den KAC setzte es auch beim dritten Auftritt vor heimischem Publikum im "Bunker" eine knappe Niederlage.

Gegen den Ex-Klub: Tyler Scofield war gegen seinen Ex-Klub der Matchwinner. Der HCI-Stürmer steuerte einen Treffer und eine Assist beim knappen Auswärtssieg bei. Außerdem war er einer der auffälligsten Akteure der Innsbrucker.

Sicherer Rückhalt: Andy Chiodo war für die 99ers eine beinahe unüberwindbare Macht. Der Goalie parierte 28 von den 29 Schüssen, die auf sein Tor kamen. Das ist eine sagenhafte Quote von 96,6 Prozent. In der Schlussphase wurde er einige Male geprüft, erledigte seinen Job aber souverän.

HC Znojmo - Fehervar AV19 2:1 (0:0, 2:1, 0:0)

Tore: Pucher (21.), Yellow Horn (36.) bzw. Connolly (26.).

Hostan Arena, Znojmo, 2.703 Zuschauer, Strafminuten: 18 bzw. 12.

Heimmacht Znojmo: Die Tschechen feierten im dritten Heimspiel den dritten Sieg. Besonders beeindruckend: Man kassierte bisher erst zwei Gegentreffer.

Die Killer aus Fehervar: Auch wenn die Gäste zum ersten Mal in dieser Saison verloren, so beeindruckten sie weiterhin mit ihrem Penalty-Killing. Fehervar musste in der bisherigen Saison noch kein einziges Gegentor aus einer der 14 Unterzahl-Situationen hinnehmen.

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