John Hughes wird ein "Bulle"

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Allzu lange hat es nicht gedauert.

Exakt drei Monate nach seinem Rauswurf beim VSV hat John Hughes wieder ein Anstellung in der Erste Bank Eishockey Liga gefunden.

Hughes kehrt zurück

Der 26-jährige Kanadier unterschreibt bei RB Salzburg und kehrt damit zu seiner ersten Station in Europa zurück.

Bereits in der Saison 2008-09 schnürte der damals 21-jährige Angreifer, der zuvor in der kanadischen Juniorenliga OHL gespielt hatte, seine Schlittschuhe für die Mozartstädter, verbuchte in 56 Einsätzen beachtliche 58 Scorerpunkte und stand mit den „Bullen“ im EBEL-Finale.

„Ich spüre, dass in Salzburg der beste Platz in der EBEL für mich ist. Ich habe die Stadt und die Fans schon vor fünf Jahren sehr gemocht“, freut sich Hughes über seine Rückkehr.

Danach wechselte Hughes nach Finnland zu Tappara, wo er sich jedoch nicht durchsetzen konnte und die Saison in der zweithöchsten Deutschen Liga bei den Hannover Indians beendete.

Rekorde und Auszeichnungen in die EBEL

Es folgte ein erneuter Wechsel in die EBEL zu Ljubljana, wo er zu alter Stärke zurückfand und erst zum Rookie of the Year gewählt wurde und in der Saison 2011-12 mit der Ron Kennedy Trophy für den wertvollsten Spieler ausgezeichnet wurde.

Nach zwei Saisonen in Ljubljana folgte er seinem damaligen Coach Hannu Järvenpää zum VSV, wo er zusammen mit Derek Ryan die gefährlichste Angriffsformation der Liga bildete.

298 EBEL-Spiele - 377 Punkte: John Hughes

Vergangene Saison war er mit 97 Punkten zweitbester Scorer nach Ryan (100 Punkte) und hatte maßgeblichen Anteil am Einzug der „Adler“ ins Halbfinale. Insgesamt verbuchte Hughes in 298 EBEL-Einsätzen satte 377 Punkte.

Nach dem letztlich entscheidenden vierten Spiel der Serie gegen HC Bozen wurde der Stürmer jedoch von den Draustädtern entlassen, da er in der Nacht vor der Partie ausgiebig gefeiert hatte. Es soll angeblich nicht das einzige Mal gewesen sein, dass Hughes auf diese Art aufgefallen war.

CHL als Ansporn

Wurde erst noch mit einem Wechsel des Topscorers zum Erzrivalen KAC spekuliert, ist es zuletzt still um Hughes geworden.

Eine Rückkehr in die EBEL schien aufgrund der Eskapaden beim VSV ausgeschlossen, der Wechsel nach Salzburg kann somit durchaus als kleine Sensation gewertet werden.

Neben den sicherlich nicht unwesentlichen finanziellen Aspekten, freut sich der Kanadier auch auf die sportliche Herausforderung in Salzburg.

„Ich bin natürlich auch schon sehr gespannt auf die Champions Hockey League, gegen die besten Teams Europas zu spielen, ist eine schöne Herausforderung.“

Und dabei wähnt er sich in bester Gesellschaft: „Mit Trattnig, Latusa und Welser kenne ich drei Spieler, die damals schon extrem gut waren. Die Organisation und das Team sind einfach top und ich kann es kaum erwarten, mit Salzburg in Europa durchzustarten.“

Während man noch abwarten muss, wie es für die Mozartstädter im ersten CHL-Jahr laufen wird, zählen sie in der EBEL nicht zuletzt durch die Hughes-Verpflichtung erneut zum engsten Favoritenkreis – vorausgesetzt der Topscorer feiert die zu erwartenden Siege nicht zu ausgiebig.

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