Grazer kommen mit Wut im Bauch nach Salzburg

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Eigentlich könnten die Graz99ers zufrieden sein.

Die Murstädter legten mit drei Punkten aus zwei Spielen einen gelungenen Saisonstart hin. Doch der Schein trügt. Denn die Overtime-Niederlage am letzten Sonntag gegen Linz trübt vor dem Duell mit Salzburg die Stimmung im Lager der Steirer.

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Zu sicher gefühlt

Bis zur 57 Minute führten die 99ers mit 3:0, binnen 94 Sekunden schafften es die Black Wings das Ergebnis zu egalisieren und in der Verlängerung die Partie für sich zu entscheiden.

„Vielleicht waren wir uns mit dem 3:0 im Rücken zu sicher. Das geht so nicht. Daran müssen wir arbeiten. Die Saison ist zwar noch jung, aber wir müssen daraus lernen und etwas für die kommenden Spiele mitnehmen“, sagt Manuel Ganahl nach der Partie.

Der gebürtige Vorarlberger war einer von lediglich sieben Österreichern im Lineup. Dem gegenüber stehen 13 Legionäre. Eine Tendenz, die man im Grazer Bunker, sprich in den Reihen der Fans, kritisch betrachtet. In den ersten beide Linien fanden sich überhaupt keine heimischen Spieler wieder, dafür bestand die vierte Linie, deren Einsatzzeiten überschaubar waren, komplett aus Österreichern.

Chance für die Österreicher

Gegen Salzburg könnte sich das Bild ein wenig ändern. So fällt der slowakische Stürmer Tomas Petruska, Stürmer der zweiten Linie, mit einer Adduktorenverletzung drei bis vier Wochen aus und auch Kapitän Olivier Latendresse, Angreifer der Einser-Reihe, hat Probleme mit dem Oberschenkel.

"Ich weiß es nicht, ob ich in Salzburg spielen werde können", so Latendresse gegenüber der „Kleine Zeitung“.

Man darf gespannt sein, wie Trainer Todd Bjorkstrand auf die Ausfälle reagiert und ob er vielleicht dem ein oder anderen Österreicher die Chance gibt, sich in den Scoring-Linien zu beweisen.

Ratushny und Bjorkstrand sid am Donnerstag Gegner

Salzburg mit ÖEHV-Grundgerüst

Die Vernachlässigung österreichischer Spieler kann hingegen dem nächsten Grazer Gegner Salzburg nicht vorgeworfen werden. Auch wenn in der Vergangenheit, vor allen in den Jahren unter Headcoach Pierre Page, die Mannschaft aus der Mozartstadt gerne als Legionärstruppe verunglimpft wurde, haben die Salzburger mittlerweile einen starken Stamm aus Österreichern aufgebaut, die als Leistungsträger in allen Linien verstreut sind.

Auch wenn im letzten Spiel gegen Znojmo auch gerade einmal die Hälfte (10 von 20) der Kaderplätze mit Österreichern besetzt wurde, findet man die ÖEHV-Cracks aber immerhin in Schlüsselposition wieder. So spielen Thomas Raffl und Co. auch in Über- bzw. Unterzahl. In jeder Reihe finden sich mindestens zwei Österreicher wieder, eine Tendenz die durchaus zu begrüßen ist.

Grazer sind "böse"

Die Österreicher bilden somit das Grundgerüst im Salzburger Kader, der durch herausragende Legionäre wie John Hughes oder Ryan Duncan verstärkt wurde und als absoluter Titelfavorit gilt. Dessen ist sich der CHL-Teilnehmer auch bewusst.

„Wir sind bereit für eine starke Saison“, zeigt sich Trainer Daniel Ratushny selbstbewusst. Der Kanadier weiß aber auch, dass die Grazer nicht zu unterschätzen sind. „Ich denke, die 99ers sind ein starkes Team und sind ‚böse‘ nach der letzten Heimniederlage gegen Linz. Wir müssen auf ein hungriges Team vorbereitet sein, das mit starken und technisch guten Stürmern offensiv nach vorn spielt.“

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