Boni bleibt, was macht Rotter?

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Boni bleibt den Vienna Capitals erhalten

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Jim Boni bleibt Headcoach der Vienna Capitals.

Was schon länger vermutet wurde, verlautbarten die Hauptstädter auf der Saisonabschlusspressekonferenz offiziell.

Boni bleibt, Sharp und Pretnar kommen

Der 51-jährige Kanadier einigte sich mit Präsident Hans Schmid auf einen Einjahresvertrag und wird damit auch kommende Saison hinter der Bande der Caps stehen.

„Es war Wunsch von Jim, sich vorerst für ein Jahr zu binden. Wir werden aber schon während der Saison über die weitere Zukunft sprechen“, so Manager Franz Kalla, der die Gelegenheit gleich nutzte, um weitere Einsicht in die Kaderplanung der Capitals zu geben.

So wurden die Optionen bei Jamie Fraser und Julian Großlercher gezogen, auch der Vertrag mit Mario Fischer wurde verlängert. David Kickert, Markus Schlacher, Patrick Peter, Dominic Hackl, Sven Klimbacher, Sascha Bauer und Michael Schiechl hatten bereits einen gültigen Kontrakt für die kommende Saison.

Auch die ersten Neuverpflichtungen wurden bekanntgegeben. So holte man mit Klemen Pretnar vom VSV einen EBEL-erfahrenen Defender und auch der zweite Neuzugang MacGregor Sharp war bereits in der heimischen Liga aktiv. Der 29-jährige Stürmer wurde mit dem HC Bozen vergangene Saison Meister, ehe er in die DEL zu Schwenningen wechselte.

Insgesamt positive Bilanz

An weiteren Verpflichtungen bzw. Verlängerungen werde jetzt nach Saisonende mit Hochdruck gearbeitet, wie Präsident Schmid versicherte.

Der 74-Jährige zog insgesamt ein positives Saisonfazit, auch wenn der erneute Final-Sweep (nach 2013 gegen den KAC) natürlich schmerzte.

„Wir haben in der Champions Hockey League etwas erreicht, womit wir niemals gerechnet hätten. Wir konnten uns auch über den erfolgreichsten Saisonstart in der Vereinsgeschichte freuen. Weh tat mir, dass wir in den Wintermonaten vor allem vor unserem Heimpublikum oft erfolglos blieben.“

Caps wollen modernes Eishockey spielen

Dies zu ändern wird nun Bonis Aufgabe sein, der verspricht „ein Team zu präsentieren, auf das ganz Eishockey-Wien stolz sein kann.“

Dafür will der Coach seinem schon in den diesjährigen Playoffs gezeigten Spielstil treu bleiben. „Ich will modernes Eishockey spielen lassen, die Scheibe soll schnell aus dem eigenen Drittel raus. Was bringen dir vier, fünf Pässe in der eigenen Zone? Da schießt du keine Tore.“

„Ich lege daher viel Wert auf Geschwindigkeit und schlittschuhläuferische Fähigkeiten“, führt Boni weiter aus. Der Kanadier gibt allerdings zu verstehen, dass die technischen Fertigkeiten allesamt nichts bringen, wenn der Spieler charakterlich nicht in Ordnung ist. „Integrität ist für mich das wichtigste.“

Was wird aus Rotter?

Einer, der diese Eigenschaften allesamt mitbringt, steht momentan jedoch noch ohne Vertrag da. Rafael Rotter gab nach dem verlorenen Finale zu verstehen, dass er jetzt mit mehreren Vereinen über seine Zukunft sprechen werde und schloss auch einen Wechsel ins Ausland nicht aus.

„Wir wollen Rafael Rotter unbedingt in Wien halten, aber es gibt natürlich eine finanzielle Schmerzgrenze“, verriet Schmid. Wie wichtig dem Präsidenten ein weiteres Engagement des 27-jährigen Publikums-Lieblings, der in den Playoffs 16 Scorerpunkte verbuchen konnte, ist, zeigt der Umstand, dass er persönlich das Gespräch mit dem Wiener suchen werde.

„Das mache ich mit Spielern sonst nie“, so Schmid. Und wer weiß, bei Boni hat es ja auch geklappt.

 

Fabian Santner

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