Fan-Proteste, Trainer weg - Unruhe beim KAC

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Faschingszeit in Kärnten! Den Fans des KAC ist allerdings überhaupt nicht mehr zum Feiern oder Lachen zumute.

Seit Sonntag ist Langzeit-Trainer Manny Viveiros Geschichte. Die Bestätigung, der zunächst nur der „Kronen Zeitung“ und der „Kleinen Zeitung“ zugespielten Information, erfolgte am Montag.

„Der KAC ist überzeugt, damit die richtigen Schritte gesetzt zu haben, vorhandene Ressourcen so einzusetzen, um das bestmögliche Ergebnis für den KAC in dieser und in den kommenden Saisonen zu erreichen“, heißt es in einer Aussendung des Klubs.

Neuer Trainer wird der bisherige Nachwuchs-Chef Christian Weber.

Unverständnis bei den Fans

Die Politik des Präsidiums versteht in Klagenfurt allerdings kaum ein Fan. Auf der Facebook-Seite des KAC stößt die Entlassung großteils auf Unmut: „Hey das kann doch nicht sein, dass da Manny geht !! Oder??“, ist dort zu lesen.

„Was soll das? Und was bringt es jetzt? Damit kommt ja nur Unruhe hinein! Eine absolute Frechheit vom Vorstand!!!“, meint ein anderer Fan. „Vielleicht wolln‘s mit der Aktion von den Abopreisen ablenken“, wirft eine Facebook-Userin ein.

Abo-Streit sorgt für Protest

Denn das ist der nächste Streitpunkt in Klagenfurt: Die Aufpreise für Abonnenten in den Playoffs sind gegenüber dem Vorjahr erheblich erhöht wurden. Der Verein begründet den Preisanstieg damit, dass man in der Vorsaison alleine in den Playoffs ein Minus von 300.000 Euro in die Bilanz riss.

Die Anhänger wollten die Erhöhung nicht akzeptieren und organisierten sich in einer eigenen Protest-Gruppe zusammengeschlossen. Vor dem Heimspiel gegen Ljubljana kam es zu einer gezielten Protest-Aktion. In der 15. Minute verließen rund zwei Drittel der fast 4.000 Zuschauer die Tribünen und kehrten erst im zweiten Abschnitt zurück. Transparente mit „Wir sind die Fans – Wir sind der KAC! So sieht’s hier ohne uns aus! S’peinlich“, prangten von den Rängen.

Unruhe vor Playoff-Beginn

Dass die Entlassung ausgerechnet nach dem ersten Sieg nach sechs erfolglosen Spielen und vor dem letzten Match der Platzierungsrunde erfolgt, wirft kein gutes Bild auf den Vorstand.

Und dass die altgediente KAC-Legende dem Verein als Sportdirektor erhalten bleibt, liegt wohl eher am Unwillen, dem bis 2015 vertraglich an den KAC gebundenen Austro-Kanadier keine Ablöse zahlen zu wollen.

Ob der Rekordmeister in all diesem Trubel den nötigen Punch für die Playoff-Spiele mitnimmt? Die Fastenzeit könnte für viele KAC-Fans zur Zeit der Eishockey-Enthaltsamkeit werden.

Michael Höller

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