Schießt Foucault auch Oslo ab?

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Foucault feiert einen gelungenen Einstand

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4:1 gegen Färjestad. Die Vienna Capitals hätten nicht besser in die Champions Hockey League starten können.

Neben Teufelskerl Matt Zaba, der vor allem im Schlussdrittel zahlreiche Chancen der Schweden vereitelte, stach ein Spieler aus dem gut gelaunten Caps-Kollektiv besonders hervor.

Foucault zeigt auf

Neuzugang Kris Foucault begeisterte die Fans in der Albert-Schultz-Halle nicht nur dank seiner zwei Treffer, der erst 23-jährige Kanadier war ein ständiger Unruheherd und stellte die schwedischen Verteidiger ein ums andere Mal vor Probleme.

>>>LAOLA1.tv zeigt die heute die Partie Caps-Valerenga um 17:45 uhr LIVE<<<

"Das Powerplay zu Beginn hat uns natürlich in die Karten gespielt", gab sich Foucault nach der Partie bescheiden. Der Stürmer wusste allerdings ganz genau, was sein Führungstreffer wert war. "Wir haben durch das Tor Sicherheit gewonnen und konnten unser System durchziehen."

In eben diesem System von Neo-Coach Tom Pokel scheint Foucault sehr schnell seinen Platz gefunden zu haben. "Er ist eisläuferisch stark, sehr schnell und dynamisch", beschreibt ihn der US-Amerikaner. Was Pokel aber am meisten am Linksschützen schätzt, ist dessen Einstellung.

"Er ist jung und hungrig"

"Kris ist jung und hungrig. Er ist nach Europa gekommen, um hier eine erfolgreiche Karriere zu machen."

Foucault wagte den Sprung über den großen Teich, nachdem er keine Perspektive mehr sah, in der NHL unterzukommen. Der junge Angreifer aus Calgary wurde in der vierten Runde an insgesamt 103. Stelle von Vanek-Klub Minnesota Wild gedrafted und erhielt im Mai 2011 einen Dreijahres-Entry-Level-Vertrag.

Mehr als ein Spiel in der besten Eishockey Liga der Welt sprang für Foucault allerdings nicht heraus. Er verbrachte fast die gesamte Zeit in der AHL beim Farmteam der Wild, den Houston Aeros bzw. den Iowa Wild, wo er in insgesamt 165 Spielen 31 Tore erzielte und 35 Assists lieferte.

Luft nach oben

Nicht gerade herausragende Werte und, so seltsam es klingt, gerade deshalb war Foucualt für die Capitals von großem Interesse.

"Wir haben uns am Transfermarkt auf Spieler konzentriert, die zum Beispiel nicht gerade eine sehr gute letzte Saison gespielt, aber definitiv Luft nach oben haben und sich beweisen wollen", erklärte Co-Trainer Phil Horsky gegenüber LAOLA1 die neue Einkaufspolitik der Caps aufgrund des reduzierten Budgets.

"Es war zwar eine Herausforderung, für eine Neuausrichtung aber vielleicht gar nicht so schlecht. Schließlich mussten wir uns in diesem Sommer noch genauer nach den richtigen Spielern umschauen."

Jetzt kommt Valerenga

Die nächste Gelegenheit zu beweisen, dass er die richtige Wahl war, hat der Stürmer bereits heute Samstag, wenn die Capitals im zweiten Heimspiel der Champions Hockey League auf den norwegischen Vizemeister Valerenga Oslo treffen.

Vålerenga ist Rekordmeister, feierte insgesamt 29 nationale Meistertitel, seit 1980 hat es in Norwegen lediglich sieben Finalserien ohne Beteiligung von Vålerenga gegeben. Allerdings fand im Sommer ein großer Umbruch statt, weswegen die Skandinavier nicht mit vollem Lineup nach Wien reisen.

>>>LAOLA1.tv zeigt die Partie Caps-Valerenga am Samstag um 17:45 Uhr LIVE<<<

Pokel warnt seine Cracks jedoch davor, das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen: "Wer jetzt glaubt, dass wir gegen Vålerenga nicht erneut eine Top-Leistung bringen müssen, ist bei mir fehl am Platz."

Klingt nach dem richtigen Ansporn für Kris Foucault, um erneut zu zeigen, dass er mit den Vienna Capitals die richtige Wahl getroffen hat.

 

Fabian Santner

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