Iran erklärt uns Volleyballkrieg

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Der Iran erklärt uns den "Volleyball-Krieg"

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Der Iran wehrt sich weiter gegen die Aufforderungen, die inhaftierte Studentin Ghoncheh Ghavami freizulassen.

Der iranische Volleyball-Verband reagiert nun sogar auf die Kritik von ÖVV-Präsident Peter Kleinmann.

"Es steht Österreich nicht zu, in dieser Angelegeneheit einen Kommentar abzugeben. Österreich hat nicht einmal ein gutes Volleyball-Team, um in dieser Sache irgendwas zu sagen zu haben", wird Verbands-Funktionär Saeed Derakhshandeh auf der Facebook-Seite "Free Ghoncheh Ghavami" zitiert.

Suche nach Unterstützung

Kleinmann hatte sich zuletzt national sowie international für die 25-Jährige eingesetzt und versucht auch weiterhin, alle Hebel in Bewegung zu setzen.

Über den als UN-Sonderberater fungierenden Willi Lemke möchte Kleinmann nun das Thema an die Vereinten Nationen heranführen. Die heimische Politik habe in Person von Außenminster Sebastian Kurz sowie Sportminister Gerald Klug bereits ihre Unterstützung zugesagt.

"Ich bin nicht dafür, den Iran von irgendwelchen Bewerben auszuschließen. Besser wäre es, ihnen nur noch Heimspiele zuzugestehen, bei denen auch Frauen als Zuschauer zugelassen sind", erklärt Kleinmann.

Als Kandidat ausgeschlossen

Eine erste zarte Reaktion gab es in der Causa bereits. Der Volleyball-Weltverband (FIVB) schloss eine Vergabe der U19-Weltmeisterschaften 2015 an den Iran aus.

FIVB-Präsident Ary Garcia (BRA) hatte den iranischen Präsident Hassan Rouhani vergangenen Monat dazu aufgefordert, Ghavami freizulassen.

Sie wurde zu einem Jahr Haft verurteilt, weil sie einem Männer-Volleyballmatch beigewohnt hat, was Frauen im Iran verboten ist.

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