Heimvorteil wird dem ÖVV-Team nicht geschenkt

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Rein auf das Volleyballerische bezogen, wird der Aufstieg für Österreichs Herren bei der am Samstag beginnenden Europameisterschaft in Österreich und Tschechien ein sehr schwieriges Unterfangen.

Vom Spielermaterial sind alle drei Gruppengegner –Slowenien, Türkei und Serbien – über die ÖVV-Auswahl zu stellen.

Doch für die Warm-Truppe spricht vor allem eins – und zwar der Heimvorteil.

Nicht alles im Blick

Während sich in anderen Sportarten der Heimvorteil vorwiegend auf den Rückhalt durch die Zuschauer beschränkt, kommt im Volleyball mit der Orientierung eine weitere, sehr entscheidende Komponente hinzu.

Da sich der Ball zumeist hoch oben in der Luft befindet und sich Netz sowie Spielfeld dann außerhalb des Sichtfelds der Akteure befinden, müssen sich diese praktisch anhand der Decke im Raum orientieren.

„Dies kommt speziell beim Service und der Annahme von hohen Bällen zum Tragen“, bestätigt ÖVV-Teamchef Michael Warm.

Mit der Halle warm werden

Den Heimvorteil müssen sich die Österreicher erst erarbeiten. Denn noch hat die ÖVV-Equipe in der Wiener Stadthalle, ihrer EM-Spielstätte, noch kaum trainiert.

So richtig einleben wollen sich Daniel Gavan und Co. mit den beiden abschließenden Testspielen gegen Belgien am Dienstag und Mittwoch.

Und wie es sich für eine echte EM-Generalprobe gehört, werden sogar die Spielbeginnzeiten mit 15:30 Uhr bzw. 20 Uhr simuliert.

„Die Belgier sind dafür der optimale Gegner, weil sie sehr schnell spielen“, weiß Warm.

Frage der Nerven

Die beiden Partien finden praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Nur Medienvertreter sind zugelassen. „Wenn wir die Halle nur mit Journalisten voll kriegen würden, wär das auch ein Ding“, lacht Warm.

Der Deutsche, der seit April des Vorjahres österreichischer Teamchef ist, kennt seine Mannschaft mittlerweile wie seine Westentasche. In einer Hinsicht könnte dem 43-Jährigen bei der EM noch eine Überraschung drohen.

„Es wird sich zeigen, ob meine Spieler auch tatsächlich die Coolness haben, vor einer vollen Halle ihr Leistungsvermögen abzurufen“, so Warm, der seine Truppe im Vorfeld weitgehend abschirmen möchte.

Reinhold Pühringer

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