Der Papa wird's schon richten

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Papa Wozniacki soll es wieder richten

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Mit zwei Turniersiegen und einem Platz in den Top Ten würden wohl viele Damen gerne ihre Tennis-Saison beenden.

Caroline Wozniack ist dies gelungen – zufrieden war die 22-jährige Dänin damit aber freilich nicht.

Schließlich startete sie als Nummer 1 in das Jahr 2012 und mit dem großen Ziel, endlich ihren ersten Grand-Slam-Titel einzufahren.

Mental und körperlich gestärkt

Dieses Unterfangen scheiterte klar: Bei den Australian Open schaffte sie es zwar ins Viertelfinale, bei den French Open verlor sie dagegen bereits in Runde drei, in Wimbledon und Flushing Meadows gar schon in Runde eins.

Mental und vor allem körperlich gestärkt will Wozniacki 2013 nun wieder voll angreifen. In der Saison-Vorbereitung absolvierte die Freundin von Golf-Superstar Rory McIlroy unter anderem ein zehntägiges Konditionsprogramm in den Rocky Mountains.

Kondition schinden in der Höhenluft

„Ich habe einige Zeit in Aspen, Colorado, verbracht“, erzählt sie. „Die Vorbereitung ist für uns Spieler sehr wichtig, denn nur in dieser Zeit können wir wirklich vernünftig an unseren Schwächen arbeiten und sie vielleicht sogar in unsere Stärke umwandeln.“

In der Höhenluft der Rockies (über 2400 Meter) erarbeitete sich Wozniacki eine konditionelle Grundlage für die neue Saison.

„In der Höhenlage kommst du während den Übungen schnell außer Atem. Wenn du aus den Bergen zurückkommst, merkst du den Unterschied und wie sehr du deine Kondition verbessern konntest.“

Vater Wozniacki übernimmt das Kommando

So sehr Wozniacki im Training auf Innovationen setzt, so sehr setzt sie beim Coach wieder auf Altbewährtes. Nachdem sie in den vergangenen zwölf Monaten mit Roberto Sanchez und Thomas Johansson gleich zwei verschiedene Trainer verbrauchte, vertraut sie nun wieder auf ihren Vater Piotr, einem ehemaligen polnischen Fußballspieler.

„Mein Dad ist jetzt wieder mein Vollzeit-Coach. Die zwei Experimente mit den anderen beiden Trainern haben leider nicht funktioniert“, gesteht Wozniacki, die zudem aber auch noch einen Tennis-Trainer und einen „Hitting Partner“ aus Polen engagierte.

„Das sind zwei tolle Typen, die in den letzten Wochen einen wundervollen Job gemacht haben. Sie haben mich täglich frisch motiviert, um weiter an mir zu arbeiten, damit ich besser werde.“

Missglückter Saisonauftakt

In erster Linie vertraut Wozniacki bei der Betreuung aber wieder auf ihren Vater. „Er war schon mein Coach, als ich 2010 und 2011 das Jahr als Nummer eins beenden konnte. Ich hoffe, dass ich mit ihm wieder auf diese Position zurückkehren kann.“

Die hohen Erwartungen an das Jahr 2013 konnten in der ersten Woche nicht erfüllt werden. In Brisbane setzte es für Wozniacki gleich zum Auftakt eine überraschende Niederlage gegen die Kasachin Ksenia Pervak.

„Man will natürlich immer gewinnen, aber da habe ich einfach nicht mein bestes Tennis gespielt. Das erste Match nach einer langen Vorbereitung ist aber immer schwierig.“

„Hoffentlich wird es diesmal mein Jahr!“

Der zweite Versuch verlief in Sydney schon wesentlich erfolgreicher. Gegen die Polin Urszula Radwanska fuhr Wozniacki einen glatten 6:1, 6:1-Erfolg ein.

Danach musste sie sich zwar der zweifachen Grand-Slam-Siegerin Svetlana Kuznetsova knapp geschlagen geben, für die am 14. Jänner beginnenden Australian Open scheint sie aber doch noch rechtzeitig in Form zu kommen.

„Die Australian Open sind eines meiner Lieblings-Turniere. Ich habe dort immer gut gespielt, aber leider noch nie gewonnen. Hoffentlich wird es diesmal mein Jahr!“

Christian Frühwald

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