Serena Williams bricht Miami-Rekord von Steffi Graf

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Serena Williams zieht in der Nacht auf Freitag mit einem souveränen 6:0, 6:3-Erfolg über die an vier gesetzte Polin Agnieszka Radwanska ins Endspiel des WTA-Premier-Turniers von Miami ein.

Im ersten Satz liefert die Weltranglisten-Erste eine beeindruckene Machtdemonstration ab. 19 ihrer 26 Punkte sind Winner, zudem produziert sie dabei nur sieben unerzwungene Fehler.

Danach kommt Radwanska etwas besser ins Spiel, nach dem Break zum 4:2 lässt Williams aber nichts mehr anbrennen.

"Hat sich richtig gut angefühlt"

"Das hat sich heute richtig gut angefühlt", war die Siegerin dementsprechend mit ihrer Vorstellung zufrieden.

"Ich habe meine Fehlerquote niedrig gehalten. Bei ein paar Bällen war zwar etwas Glück dabei. Andererseits habe ich sehr hart trainiert und das zahlt sich jetzt aus - ich weiß also nicht, ob das wirklich nur Glück war. Ich glaube nicht an Glück - nur an harte Arbeit!"

Williams bricht Rekord von Steffi Graf

Mit ihrem 60. Einzel-Sieg in Miami bricht die 31-jährige US-Amerikanerin den Rekord von Steffi Graf (59).

Beide haben derzeit fünf Miami-Titel auf dem Konto. Williams kann mit einem Final-Sieg über Maria Sharapova, die sich zuvor gegen Jelena Jankovic mit 6:2, 6:1 ebenfalls klar durchsetzte, auch hier die Führung übernehmen.

Statistik spricht für Williams

Die Zeichen stehen gut für den US-Star: Im Head-to-Head führt Williams gegen die an zwei gesetzte Russin mit 11:2. Zudem gewann sie die letzten zehn Duelle mit dem Tennis-Model.

"Jedes Match beginn bei Null", gibt sich Williams trotzdem vorsichtig. "Ich liebe es, gegen sie zu spielen. Sie liefert einem immer ein gutes Spiel. Ich mag es, gegen jemanden zu spielen, der selbst Geschichte geschrieben hat und gut spielt."

Sharapova seit elf Matches ungeschlagen

Derzeit spielt Sharapova allerdings nicht nur gut, sondern ganz ausgezeichnet. Seit elf Matches ist die 25-Jährige ungeschlagen - dabei musste sie keinen einzigen Satz abgeben.

"Derzeit spielt sie wirklich unglaublich", weiß Williams. "Ich erwarte definitv ein hartes Match. Sie hat lange nicht mehr verloren, deshalb muss ich bereit sein."

"Ihre größte Stärke ist, dass sie sich ständig verbessert. In diesem Punkt kann ich viel von ihr lernen. Hoffentlich kann ich es ihr nachmachen."

Sharapova noch ohne Miami-Titel

Zumindest eine Sache hat Williams ihrer Kontrahentin allerdings voraus: Während die US-Amerikanerin schon fünf Mal in Miami triumphierte, wartet Sharapova immer noch auf ihren ersten Titel in Key Biscayne. Dabei stand die Russin hier schon vier Mal im Endspiel!

2005 (gegen Kim Clijsters), 2006 (gegen Svetlana Kuznetsova), 2011 (gegen Victoria Azarenka) und 2012 (gegen Angieszka Radwanska) setzte es jeweils Niederlagen.

"Titel würde mir viel bedeuten"

"Gut, wieder einmal ein Finale", meinte Sharapova deshalb auch nach ihrem glatten Halbfinal-Erfolg gegen Jankovic. "Es ist eine tolle Sache, in einem Endspiel zu stehen. Leider hat es noch nie zum Titel gereicht. Deshalb würde mir ein Sieg sehr viel bedeuten."

Sollte es mit dem ersehnten ersten Sieg klappen, wäre Sharapova die erst dritte Spielerin nach Steffi Graf (1994, 1996) und Kim Clijsters (2005), die nach Indian Wells anschließend auch in Miami triumphiert.

Sharapova auf körperliche Verfassung "stolz"

"Das wäre schön, ein Titel ist aber immer etwas Besonderes. Nach einem Turniersieg nur ein paar Tage Pause zu machen und dann wieder in einem Finale zu stehen, ist eine großartige Sache."

Dies verdanke Sharapova auch ihrer verbesserten körperlichen Verfassung. "Vor ein paar Jahren hätte ich das körperlich nicht durchgestanden. Das macht mich stolz. Ich bin zwar keine 18 mehr, aber immer noch jung. Mittlerweile weiß ich, wie wichtig die Regeneration ist."

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