Mayr-Achleitner: "Will die Schulter wieder stärken"

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Drei lange Monate musste Patricia Mayr-Achleitner warten, ehe sie im Rahmen des Generali Ladies Linz endlich wieder einen Sieg auf der WTA-Tour einfahren durfte.

Mit dem überraschenden Erstrunden-Erfolg über Sabine Lisicki im Gepäck kann die Tirolerin deshalb auch die knappe Drei-Satz-Niederlage gegen Petra Martic (2:6, 6:3, 0:6) verkraften.

"Im zweiten Satz bin ich richtig gut ins Match gekommen. Dann habe ich im dritten Satz leider gleich ein Break bekommen und sie hat vorne weg gespielt. Dann kann sie unglaublich stark spielen."

Trainingsrückstand und fehlende Matchpraxis

Als Hauptgrund für das neuerliche Aus im Achtelfinale, schon im Vorjahr stand Mayr-Achleitner in Linz unter den letzten 16, sieht die ÖTV-Fedcupperin vor allem in ihren langwierigen Schulterproblemen.

Wegen einer komplizierten Entzündung bestritt sie seit Ende Juli nur die US Open.

"Ich spüre einfach diesen Trainingsrückstand und dass ich zwei Monate kaum Matches gespielt habe", so Mayr-Achleitner.

Noch drei Challenger-Turniere

"Es ist verständlich, dass die Schulter müde wird. Es sind keine richtigen Schmerzen, aber man merkt, dass der Saft weg ist. Ich kann im dritten Satz nicht auf der Höhe sein, wenn ich keine Matchpraxis habe."

Mayr-Achleitner ist nun aber zuversichtlich, dass die Schulterprobleme bald der Vergangenheit angehören. In den nächsten Wochen will sie noch drei Challenger-Turniere spielen, ehe es in die Vorbereitung auf die neue Saison geht.

Diese wird sie wie gewohnt in der Heimat mit Johannes Ager und Daniel Hueber abwickeln. "Zuerst steht ein Fitnessblock auf dem Programm, danach will ich die Schulter wieder stärken."

Gesundheit hat oberste Priorität

Durch die Verletzung hat sich auch die Zielsetzung für die kommende Saison geändert.

"Das Hauptziel ist, wieder gesund zu sein. Ich habe gelernt, dass es egal ist, wie gut man drauf ist  - wenn der Körper nicht mitspielt, kann man nicht viel machen. Ich will einfach fit sein und Spaß am Tennis haben."

Aus sportlicher Sicht will die auf den 159. Weltranglistenplatz abgestürzte Tirolerin zumindest wieder die Top 100 erreichen, um wieder bei den Grand-Slam-Turnieren spielen zu können.

Viele Fragezeichen für den Fed Cup

Fix eingeplant ist 2013 auch wieder der Fed Cup. Unter welchem Kapitän das ÖTV-Team in Israel um den Aufstieg in die Weltgruppe II kämpfen wird, ist aber weiterhin offen.

"Bis Jahresende ist es Jürgen Waber", hält sich Mayr-Achleitner wie in dieser Woche zuvor auch schon Tamira Paszek mit Aussagen in diese Richtung zurück.

Die Vorarlbergerin regte nach ihrem Erstrunden-Aus in Linz ein gemeinsames Gespräch des rot-weiß-roten Teams an. Laut Mayr-Achleitner sei dies aber erneut nicht zustande gekommen.

"Es gab nur kurze Einzelgespräche. Wirklich rausgekommen ist dabei aber nichts."

Wer auch immer die ÖTV-Damen nach Israel führen wird, eines ist auf jeden Fall fix: "Es wird sehr schwierig werden, den Aufstieg zu schaffen. Die Gegner sind hammerstark!"

Christian Frühwald

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