Meusburger zum zweiten Mal im Gastein-Endspiel

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Yvonne Meusburger greift erneut nach ihrem ersten Titel auf der WTA-Tour.
 
Wie vor einer Woche in Budapest steht die Vorarlbergerin auch im Finale des mit 235.000 Dollar dotierten Sandplatzturniers in Bad Gastein.
 
Die 29-Jährige setzte sich am Samstag im Halbfinale nach 1:27 Stunden mit 6:4,6:3 gegen die Italienerin Karin Knapp durch.
 
Ihre Endspielteilnehmerin heißt Andrea Hlavackova.

Die Tschechin setzt sich in ihrem Semifinale gegen Elina Svitolina aus der Ukraine nach hartem Kampf in drei Sätzen 7:5, 6:7, 6:4 durch.
 
Drittes Finale auf der Tour
 
Meusburger hat damit zum dritten Mal in ihrer Karriere nach Bad Gastein 2007 und Budapest 2013 ein Finale auf der WTA-Tour erreicht, ein Titelgewinn ist bisher noch ausgeblieben.
 
"Ich freue mich riesig, dass ich jetzt zwei Wochen so super Tennis gespielt habe und dass es auch daheim mit dem Finale geklappt hat. Ich hoffe, dass es morgen endlich mal reicht", sagte Meusburger nach der Partie.
 
Den bisher letzten Damentitel für Österreich holte Tamira Paszek am 23. Juni 2012 in Eastbourne.
 
Hartumkämpfte Partie
 
Die Lokalmatadorin startete mit einem Break in die Partie und musste zum 3:3 das Rebreak in Kauf nehmen. In den folgenden hart umkämpften Games gelang es den Aufschlägerinnen nicht, das Service durchzubringen, nach einem Break von Meusburger zum 5:4 servierte diese anschließend nach fünfzig Minuten zum 6:4 aus.

Sandra Klemenschits mit Partnerin Klepac

Klemenschits kämpft um Doppel-Titel

Mit Sandra Klemenschits hat auch im Doppelbewerb eine Österreicherin den Finaleinzug beim Gastein Ladies geschafft, noch dazu eine Salzburgerin.

Sie besiegte im Halbfinale gemeinsam mit der Slowenin Andreja Klepac Tamara Curovic/Chiara Scholl (SRB/USA) 6:2, 6:4. Am Sonntag (11.00 Uhr) geht es im Finale gegen Kristina Barrois/Eleni Daniliidou (GER/GRE).

Wie für Meusburger ist es auch für Klemenschits das dritte WTA-Tour-Endspiel, auch für sie geht es um den ersten Titel. Auf ITF-Ebene hat die 30-Jährige schon 39 Titel geholt.

Schwere Krankheit überstanden

Nach dem Halbfinale bedankte sie sich bei Turnierdirektorin Sandra Reichel und Turnierbotschafterin Judith Wiesner-Floimair:

"Sie haben mir nach meiner schweren Krankheit wieder die Möglichkeit gegeben, in das Turniergeschehen einzusteigen. Das war 2008. Für mich ist der Finaleinzug ein Dankeschön an die beiden, weil sie mir geholfen haben, wieder Tritt im Leben zu fassen."

Im zweiten Durchgang legte die Vorarlbergerin mit einem Break zum 2:1 vor, nach 5:2-Führung musste sie sich noch einmal den Aufschlag abnehmen lassen, ehe Knapp mit zwei Doppelfehlern die Partie zu ihren Ungunsten beendete.
 
"Es war ein gutes Match"
 
"Es war ein ganz gutes Match von beiden Seiten, ganz gutes Niveau", bilanzierte Meusburger. "Ich war sehr fokussiert, auch nicht hektisch. Man musste gegen sie konsequent auftreten und sicher spielen. Knapp war eine sehr unangenehme Gegnerin", sagte die Weltranglisten-86., die mit einem Finalerfolg an den Top 60 kratzen wird.
 
Ihr bisher bestes Ranking hatte Meusburger am 19. November 2007 als 60. eingenommen.
 
Bei ihrem Finaleinzug 2007 in Bad Gastein hatte sie übrigens auch Knapp im Halbfinale besiegt, damals war sie im Finale der topgesetzten Italienerin Francesca Schiavone unterlegen.
 
"Will unbedingt gewinnen"
 
Dass es nun am Sonntag abermals um den ersten Turniererfolg der Karriere geht, daran will Meusburger nicht einmal denken. "Da bekomme ich Gänsehaut. Ich will das unbedingt gewinnen, die Chancen sind da."
 
Gegen Svitolina hat Meusburger noch nie gespielt, gegen Hlavackova führt sie im Head-to-head 1:0.
 
"Über Svitolina kann ich nicht viel sagen, ich kenne sie nicht. Was Hlavackova betrifft, glaube ich, dass ihr mein Spiel nicht so liegen dürfte", zeigte sich Meusburger optimistisch.
 
Und machte sich an die Vorbereitung für den kommenden Tag. Traditionell genehmigt sie sich am Abend einen kleinen Radler. "Dann bin ich schön locker."

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