Williams erteilt Lehrstunde

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Sharapova vor dem Aus, Williams darf hoffen

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Die Rumänin Simona Halep hat sich am für sie spielfreien Donnerstag als erste Spielerin für das Halbfinale des Saison-Finalturniers der WTA-Tour qualifiziert.

Die als Nummer vier gesetzte Weltranglisten-Vierte profitierte am Tag nach ihrem klaren Sieg über Serena Williams (1) von einem 6:1, 6:1 der US-Amerikanerin gegen Eugenie Bouchard (5). Nur ein Game-Gewinn der Kanadierin hätte Halep gereicht.

Williams muss zittern

Williams dominierte zwar gegen Bouchard, die sieglos gebliebene Nordamerikanerin leistete Halep aber schon durch den Gewinn ihres ersten Aufschlagspiels die entscheidende Schützenhilfe. Williams brachte in Folge ihre dritte Aufgabe auf dem Weg zur anvisierten Titelverteidigung in 58 Minuten unter Dach und Fach. Doch sie könnte dennoch am Freitag bei einem klaren Erfolg der Serbin Ana Ivanovic (7) gegen Halep ausscheiden.

"Ich habe versucht, das Spiel einfach hinter mir zu lassen", sagte Williams nach ihrem zweiten Erfolg beim Jahresendturnier. "Danke an meinen Coach. Er hat mir klar gemacht, dass ich trotz der Leistung von gestern (Anm.: 0:6,2:6 gegen Halep) nach wie vor im Turnier bin." Außer mit dem klaren Ergebnis hatte Williams gegen Bouchard auch mit einem Service von 205 km/h beeindruckt.

Noch alles offen

Anders als in "Gruppe Rot" gibt es in "Gruppe Weiß" noch keine Aufsteigerin, auch hier fällt die Entscheidung am Freitag. Topchancen hat Caroline Wozniacki (8), der Dänin gelang nach dem Sieg über Maria Scharapova (2) ein 7:5,6:3 gegen Agniezska Radwanska (6). Die Polin hält nach ihrem Startsieg gegen Petra Kvitova (3) wie die Tschechin bei einem Sieg. Denn Kvitova gewann nach zuletzt fünf Niederlagen gegen Scharapova 6:3,6:2.

Deshalb hilft der Russin nun nur ein Zweisatzsieg über Radwanska weiter, außerdem müsste Wozniacki gegen Kvitova gewinnen. "Es wäre nach zwei Niederlagen einfach zu sagen, ich sei müde von der langen Saison", sagte Scharapova. "Aber das entspricht nicht dem, was ich fühle. Ich habe noch mindestens ein weiteres Spiel vor mir, und ich bin noch nicht ausgeschieden. Ich will die Saison so positiv wie möglich beenden."

Durch Scharapowas Niederlage ist Serena Williams der Nummer-1-Position in der Weltrangliste zum Jahresende sehr nahe gekommen. Der US-Star hatte das schon 2002, 2009 und 2013 erreicht. Damit es Scharapowa doch noch zum ersten Mal schafft, müsste die 27-Jährige in Singapur das Turnier gewinnen und Williams dürfte nicht aufsteigen. Das ist ein derzeit unwahrscheinliches, aber doch nicht undenkbares Szenario.

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