Paszek kämpft sich ins Eastbourne-Finale

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Tamira Paszek schlägt immer dann zu, wenn niemand mit ihr rechnet.

Die 21-jährige Vorarlbergerin hat am Freitag ihren tollen Siegeslauf beim mit 637.000 Dollar dotierten WTA-Rasenturnier in Eastbourne fortgesetzt.

Paszek lag gegen die als Nummer 4 gesetzte Titelverteidigerin Marion Bartoli bei sehr windigen Verhältnissen schon mit 4:6,0:4 zurück, rang die Französin nach insgesamt 3:05 Stunden aber noch mit 4:6,7:5,6:4 nieder.

Sie steht damit zum vierten Mal insgesamt und zum ersten Mal seit ihrem zweiten WTA-Titel 2010 in Quebec City im Endspiel auf der Tour.

In Top-Form vor Wimbledon

Gerade rechtzeitig vor Wimbledon ist Paszek, die vor Eastbourne eine rabenschwarze Saison mit insgesamt elf Erstrunden-Niederlagen (eine davon auf Challenger-Niveau) und nur zwei Einzelsiegen auf der Tour hingelegt hatte, auf ihrem Lieblingsbelag in Form gekommen.

Nach dem verwerteten Matchball blickte Paszek, die zuvor einmal mehr großen Kampfgeist bewiesen hatte, zum Himmel und ballte die Faust. Dieser Sieg, es war im zweiten Duell mit Bartoli der erste, war vielleicht einer ihrer wichtigsten überhaupt.

Sie hat es sich selbst, aber auch ihren Zweiflern bewiesen, dass sie immer noch Tennis auf höchstem Niveau spielen kann.

Siege geben Selbstvertrauen

Da wird ihr die Auslosung für Wimbledon, die ihr mit Caroline Wozniacki (DEN-7) eine äußerst schwierige Gegnerin beschert hat, wohl vergleichsweise wenig ausmachen. Und immerhin hat sie mit Bartoli ja auch die aktuelle Nummer neun im WTA-Ranking bezwungen.

Paszek hat mit Siegen über Marina Erakovic (NZL), die als Nummer 8 gesetzte Daniela Hantuchova (SVK), Radwanska-Bezwingerin Tsvetana Pironkova (BUL) und nun Bartoli viel Selbstvertrauen und auch wichtige zumindest 320 WTA-Punkte gesammelt.

Schließlich könnten Paszek demnächst 500 Punkte für das Vorjahres-Viertelfinale in Wimbledon aus der Wertung fallen. 57.000 US-Dollar sind ihr als Finalistin bei diesem WTA-Premier-Turnier auch bereits sicher.

Viertes Finale der Karriere

Für Paszek, die seit kurzem vom früheren rumänischen Weltklassespieler Andrei Pavel betreut wird, geht es am Samstag um ihren dritten Titel nach Portoroz (2006) und Quebec City (2010), es ist ihr insgesamt viertes Endspiel neben Bali (2008).

Ihre nächste Gegnerin ist die als Nummer 5 gesetzte Deutsche Angelique Kerber, die Klara Zakopalova mit 6:0, 6:3 abfertigte.

Kerber ist die aktuelle Nummer acht der Welt und Paszek hat gegen die 24-Jährige bisher noch nie gespielt.

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