Babsi Haas: "Ich habe jede Sekunde genossen"

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1:50 Stunden dauerte das WTA-Tour-Debüt von Barbara Haas am Mittwoch in Bad Gastein.

Zwar musste sich die erst 16-Jährige der Bulgarin Dia Evtimova in drei Sätzen geschlagen geben, vielversprechend war die Vorstellung von einem der größten heimischen Talente aber allemal.

„Zufrieden kann ich nicht sein“, gab sich die 1,64 Meter große Niederösterreicherin trotzdem selbstkritisch. „Schließlich habe ich verloren, obwohl ich eine Chance hatte, sie zu schlagen.“

Nervöser Beginn

„Am Anfang war ich natürlich sehr nervös. Dann bin ich gut in die Partie reingekommen. In Bestform habe ich aber nicht agiert. Mein Aufschlag hat mich ziemlich verlassen. Dafür habe ich recht gut retourniert. Von der Grundlinie war es richtig solide und für das erste WTA-Turnier war es o.k.“

Aufgrund des Dauerregens in Bad Gastein blieb Haas ein Auftritt am Center Court verwehrt. Doch auch auf dem Nebenplatz „habe ich jede Sekunde genossen. Es war auf jeden Fall etwas Besonderes.“

Trainingseinheiten mit den Stars

Vor allem von den täglichen Trainingseinheiten mit den großen Stars konnte Haas profitieren. Unter anderem absolvierte sie Einheiten mit Patricia Mayr-Achleitner und Ksenia Pervak.

„Ich kannte die Spielerinnen vorher ja nicht. Patricia habe ich erst zum zweiten Mal gesehen. Da haben wir auch gesagt, dass wir einmal miteinander trainieren könnten, wenn wir zufällig gemeinsam im Lande sind“, knüpfte die aufgeschlossene Haas erste Kontakte. “So etwas ist natürlich super."

„Es gibt nichts Schöneres, als ein WTA-Turnier zu spielen. Dort will ich wieder hin und darauf arbeite ich auch hin“, gibt sie sich ehrgeizig und kämpferisch.

Beeindruckender Kampfgeist

Diesen Kampfgeist merkte man auch in der Partie gegen Evtimova. Nach beinahe jedem gewonnenen Punkt pushte sich der Teenager mit der Faust. Eine Eigenschaft, die anderen österreichischen Spitzenspielern schon öfters abgesprochen worden ist.

„So bin ich nun mal“, lachte Haas bei der Nachfrage von LAOLA1, ob diese Automatismen vielleicht frühzeitig eintrainiert worden sind.

Rückkehr auf die Junioren-Tour

Die nächsten Monate wird das Ausnahme-Talent wieder auf der Junioren-Tour verbringen. Bevor sie in Wimbledon ihr Glück versuchen wird, absolviert Haas noch ein Vorbereitungs-Turnier in Halle.

Zusätzlich will das Ausnahme-Talent einige Future-Turniere in Österreich bestreiten. Bei einem neuerlichen Wild-Card-Angebot für ein WTA-Turnier (im Oktober steigt das Generali Ladies Linz) würde sie aber auch nicht „Nein“ sagen.

„Ich nehme eine Einladung auf jeden Fall an. Ich möchte mich aber auch bei Sandra Reichel (Anm.: Turnierdirektorin in Bad Gastein) bedanken, dass sie mir diese Chance gegeben hat.“

Nützen muss Haas diese Chancen nun selber. Aber das muss man dem aufgeweckten Teenie eh nicht sagen.

Christian Frühwald

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