Andy Murray soll die nächste Durststrecke beenden

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Seit 2003 hat es in Wimbledon nur drei verschiedene Herren-Sieger gegeben: Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic.
 
Federer will bei der diesjährigen Auflage des mit 26,35 Mio. Euro dotierten Grand-Slam-Turniers mit Nadal gleichziehen, der gerade erst mit Titel Nummer 8 in Paris Geschichte geschrieben hat.
 
Nadal hat in Wimbledon 2008 und 2010 gewonnen, Djokovic 2011.
 
Murray meldet sich zurück
 
Wer allerdings nur dieses Trio ins Kalkül für den mit unglaublichen 1,87 Mio. Euro dotierten Siegerscheck zieht, könnte daneben liegen.
 
Denn Andy Murray hat nach einer Rückenverletzung, die ihn zu einem French-Open-Verzicht gezwungen hat, zuletzt das traditionelle Rasen-Vorbereitungsturnier im Londoner Queen's Club gewonnen.
 
Und der Schotte hat zudem ausgezeichnete Erinnerungen an Wimbledon: Vor einem Jahr musste er sich erst im Endspiel Federer beugen, nur wenige Wochen später kürte sich der Schotte auf dem Heiligen Rasen zum Olympiasieger.
 
Murray soll nächste Durststrecke beenden
 
Zwar beendete Murray bei den US Open im September 2012 mit seinem ersten Major-Titel eine 76-jährige Durststrecke der Briten, doch natürlich wäre ein Sieg ausgerechnet im "Tennis-Mekka" noch höher anzusiedeln.
 
Erstmals seit 77 Jahren kommt somit ein regierender, britischer Grand-Slam-Champion an die Church Road. Das bisher letzte Mal war es der viel zitierte Fred Perry im Jahr 1936.
 
Tennis-Legende und ESPN-Experte John McEnroe tippt allerdings auf den Australian-Open-Sieger dieses Jahres.
 
"Ich würde Djokovic als Nummer eins und Murray als Nummer zwei wählen. Murray, weil er wohl etwas hungriger sein wird, nachdem er die French Open auslassen musste", glaubt der US-Amerikaner.
 
Allerdings sei auch Federer nicht außer Acht zu lassen. "Er hat immer noch so ein großartiges Spiel für Rasen, aber es ist schwer, es zweimal in Folge zu gewinnen, besonders in seinem Alter."
 
Serena Williams als große Favoritin
 
 Bei den Damen steht eine über allen anderen: Serena Williams kommt als Titelverteidigerin, Nummer eins der Welt und frisch gebackene French-Open-Siegerin nach London.
 
Einzige herauszuhebende Konkurrentinnen sind Maria Sharapova und Viktoria Azarenka. Williams kommt mit 31 Siegen en suite zum dritten Grand-Slam-Turnier des Jahres, hat in den vergangenen zwölf Minuten bei 75 Einzelsiegen nur vier Niederlagen einstecken müssen.
 
McEnroe lobt Williams
 
Petra Kvitova, die Überraschungssiegerin 2011, hat es nicht als Erste festgestellt, dass Serenas stärkster Gegner am ehesten sie selbst ist.
 
"Die Spielerinnen müssen hundert Prozent bringen und wirklich gut spielen. Serena hat manchmal keinen wirklich guten Tag und kann immer noch alle schlagen", sagte Kvitova im Vorfeld.
 
John McEnroe hat große Komplimente für Williams parat: "Sie ist die beste Spielerin, die je gelebt hat. Sie ist ein Level über alle anderen zu stellen, daran gibt es keinen Zweifel."

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