Gegen Verdasco nur Außenseiter

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Thiem ist gegen Verdasco nur Außenseiter

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Der Niederösterreicher Dominic Thiem kennt nun bei jedem Grand Slam das Gefühl eines Sieges in einem Einzel-Hauptbewerb.

Den letzten verbliebenen weißen Fleck auf seiner Major-Erfolgsliste wischte der 21-Jährige am Montag mit einem 2:6,6:3,6:4,6:4-Auftaktsieg gegen die Israeli Dudi Sela in Wimbledon weg.

Nun heißt es, gegen den Spanier Fernando Verdasco nachzulegen.

Aufschlagleistung macht Hoffnung

Erst einmal kam Thiem bei einem Grand-Slam-Turnier über Runde zwei hinaus, als er bei den vergangenen US Open sogar ins Achtelfinale einzog.

Nach seiner Leistung nach Satz- und Breakrückstand gegen Sela darf er sich zumindest Hoffnungen machen, Verdasco fordern zu können.

"Ich habe dann begonnen, richtig gut zu servieren, was mich auch vor dem Erstrunden-Aus bewahrt hat", postete der Lichtenwörther auf Facebook.

In der virtuellen Weltrangliste hat sich Österreichs Nummer eins vorerst auf Position 28 vorgeschoben, so hoch oben war er noch nie. Das gilt es nun, gegen Verdasco abzusichern bzw. auszubauen.

Erneut bekommt es der aktuelle Weltranglisten-30. mit einem Routinier zu tun, nach dem 30-jährigen Sela wartet der 31-jährige Verdasco. Der Iberer ist gegen Österreichs einzigen verbliebenen Vertreter im Herren-Raster zu favorisieren.

Verdasco stand schon mal im Viertelfinale

Denn Verdasco hat an der Church Road dreimal ein Achtelfinale (2006, 2008 und 2009) erreicht bzw. erst vor zwei Jahren sogar das Viertelfinale. Da musste er sich dem späteren schottischen Turniersieger Andy Murray nach Zweisatzführung noch geschlagen geben.

Mit in 13 Jahren 33 gespielten Wimbledon-Hauptfeldmatches (21 Siege, 12 Niederlagen) ist Verdasco auch von der Rasen-Routine klar gegenüber Thiem im Vorteil (2 - 1, 1).

Einzig die Weltrangliste spricht für Thiem, da liegt Verdasco um 13 Plätze zurück. Die heuer besten Ergebnisse des sechsfachen Siegers von ATP-Turnieren sind Halbfinaleinzüge in Quito/Ecuador und Houston, jeweils auf Sand.

Auf Grand-Slam-Ebene ist Verdasco in Runde drei der Australian Open am späteren serbischen Sieger Novak Djokovic und bei den French Open in der zweiten Runde am Deutschen Benjamin Becker gescheitert.

Thiem fühlt sich auf Rasen "nicht unwohl"

Thiem jedenfalls hat mit seinem erst insgesamt zweiten Sieg auf Rasen schon vor der Partie gegen den Ex-Freund der Serbin Ana Ivanovic einiges erreicht. Eine Aversion gegen diesen Belag habe der Niederösterreicher auch nie gehabt.

Thiem: "Ich habe mich auf Rasen nie unwohl gefühlt. Es braucht jetzt einfach Matches, Matches. Es ist natürlich ganz anders, weil ich einfach nur auf Sand aufgewachsen bin."

Zum Wohlfühlen gehört auch das Drumherum, und das passt für den Nizza-Sieger diesmal. Er kann zu Fuß zur Anlage gehen.

"Mir gefällt es sehr gut, auch die Ortschaft oben am Berg ist ganz anders als die übrigen drei Grand-Slam-Turniere", berichtete Thiem über seine angenehme "Bed and Breakfast"-Unterkunft bei einer Familie.

"Ich habe dort eins der besten Betten im ganzen Jahr - es ist groß, so weich, einfach herrlich", sagte er.

Haider-Maurer mit Knieproblemen

Für Andreas Haider-Maurer endete sein vierter Wimbledon-Hauptbewerb mit einer Erstrunden-Aufgabe gegen den Litauer Ricardas Berankis.

Schon die Tage davor hatten ihn Knieprobleme geplagt, für Österreichs Nummer zwei ein Ergebnis des intensiven Spiels auf Rasen.

"Für mich war es das erste Jahr, in dem ich so viel auf Rasen gespielt habe. Vier Wochen, das ist schon am Limit." Viele Spieler hätten ähnliche Probleme.

Seine Einsatzbereitschaft in dem schon in gut zwei Wochen anstehenden Davis-Cup-Duell in Kitzbühel mit den Niederlanden sieht der Niederösterreicher aber nicht gefährdet.

"Es ist wichtig, die Zeit gut zu nützen. Denn ich möchte in den Davis Cup fit reingehen", erklärte der 28-Jährige. "Sobald ich vom Rasen weg gehe und auf Sand trainiere, glaube ich, dass das (Anm.: die Schmerzen) schnell weg geht."

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