Melzer hadert nach Halbfinal-Aus mit seinem Return

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Jürgen Melzer hat keine Chance mehr auf seinen vierten Turniersieg in Wimbledon.

Österreichs Nummer eins schied am Freitagabend im Doppel-Halbfinale des Tennis-Rasen-Klassikers mit seinem deutschen Standardpartner Philipp Petzschner gegen die als Nummer fünf gesetzte schwedisch-rumänische Paarung Robert Lindstedt/Horia Tecau mit 4:6, 7:6(10), 4:6, 3:6 aus.

Melzer hatte 1999 den Junioren-Bewerb gewonnen, 2010 das Doppel-Turnier mit Petzschner und 2011 das Mixed mit Iveta Benesova.

Starker Kampf in Satz zwei

Melzer/Petzschner verloren im ersten Satz einmal ihren Aufschlag und ließen selbst die Chance auf ein Break aus. Im zweiten Satz wurde der Kampfgeist der Sieger von 2010 mit einem 12:10-Erfolg im Tiebreak belohnt.

Schlussendlich setzte sich aber das bessere Doppel verdient durch, Lindstedt/Tecau hatten zuvor im Viertelfinale auch schon den Vorarlberger Julian Knowle und seinen italienischen Partner Daniele Bracciali ausgeschaltet.

"Im Endeffekt muss man sagen, dass sie besser waren", sagte auch Melzer ganz klar. Der Deutsch-Wagramer war vor allem mit seiner Returnleistung unzufrieden.

"Ich hatte schon die letzten paar Matches ein schlechtes Gefühl beim Return. Mit fehlt das Timing. Der Ball kommt dorthin, wo ich ihn haben will, und ich mache trotzdem Fehler", war Melzer etwas ratlos. Vor allem, da der Return eigentlich einer seiner stärksten Schläge sei.

Timing-Probleme bei Melzer

"Ich habe ein bisschen das Timing verloren und viel darüber nachgedacht. Dann ist einmal irgendwann der Hund drinnen", ergänzte Melzer, der seine nächsten Auftritte mit Petzschner in Cincinnati und bei den US Open hat.

Ein Grand-Slam-Halbfinale kann sich aber allemal sehen lassen. "Wir haben sicher nicht unser bestes Tennis gespielt, vor allem ich nicht. Trotzdem in einem Halbfinale zu stehen, ist natürlich toll. Aber um zu gewinnen, muss schon ein bisschen mehr kommen", analysierte Melzer.

Der Olympiastarter war im Einzel und im Mixed mit Benesova (als Titelverteidiger) schon in der 2. Runde ausgeschieden.

Der Niederösterreicher fliegt am Samstag in die Heimat und am Donnerstag bereits nach Las Vegas ins zehntägige Trainingslager, in dem er sich optimal auf die Olympischen Spiele in London - das Tennis-Turnier wird in Wimbledon ausgetragen - vorbereiten will.

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