Federer gegen Murray, Gasquet fordert Djokovic

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Richard Gasquet hat im Viertelfinale des Grand-Slam-Turniers von Wimbledon für eine Überraschung gesorgt.

Der 29-jährige Franzose rang am Mittwoch den als Nummer vier gesetzten Schweizer Stan Wawrinka in einem Fünf-Satz-Krimi nieder.

In den übrigen Matches zogen die favorisierten Novak Djokovic, Roger Federer sowie Andy Murray jeweils mit Drei-Satz-Siegen ins Semifinale ein.

"Ein unglaublicher Sieg"

Am Ende blieben die vier topgesetzten Herren im Semifinale von Wimbledon doch nicht unter sich.

Denn Richard Gasquet, die Nummer 21 des Turniers, entschied den Thriller gegen den als Nummer vier gesetzten Schweizer Stan Wawrinka 6:4,4:6,3:6,6:4,11:9 für sich.

"Das ist ein unglaublicher Sieg für mich. Ich wollte unbedingt gewinnen und habe gekämpft und gekämpft", jubelte Gasquet.

Zweites Wimbledon-Halbfinale

Im entscheidenden fünften Satz gelang dem Franzosen beim Stand von 10:9 mit dem dritten Matchball das entscheidende Break, er zog zum zweiten Mal nach 2007 ins Wimbledon-Halbfinale ein.

Auf dem Weg in sein erstes Karriere-Grand-Slam-Finale bekommt es der 29-Jährige nun mit Titelverteidiger Novak Djokovic zu tun.

Der serbische Weltranglistenerste hatte beim 6:4,6:4,6:4 mit dem Kroaten Marin Cilic weniger Mühe, als noch mit Achtelfinal-Gegner Kevin Anderson und blieb auch im 13. Duell mit dem als Nummer neun gesetzten Cilic ohne Niederlage.

Mit jeweils einem Break im ersten (zum 2:1), zweiten (5:4) und dritten Satz (4:3) gelang dem 28-Jährigen, der im Gegenzug keine einzige Breakchance zuließ, sein 50. Match-Gewinn in Wimbledon. "Das war eine solide Leistung von mir", sagte Djokovic nach der Partie.

Federer und Murray mit Regenpausen

Zuvor mussten am Nachmittag die zwei Partien von Roger Federer und Lokalmatador Andy Murray wegen kurzer Regenschauer gleich zweimal unterbrochen werden.

Die Nummern zwei und drei des Turniers ließen sich bei ihren Viertelfinal-Partien vom Geduldsspiel aber nicht beeindrucken und kamen jeweils glatt in drei Sätzen weiter.

Federer, der siebenmalige Wimbledon-Champion, ließ dem Franzosen Gilles Simon beim 6:3,7:5,6:2-Erfolg keine Chance und steht zum zehnten Mal in seiner Karriere beim bedeutendsten Tennisturnier der Welt in der Runde der letzten Vier.

Federer mit erstem Aufschlagverlust

"Es ist nie leicht mit diesem Stop and Go. Du weißt nie, wann es weitergeht", gestand Federer. "Aber die Pausen haben mir mehr geholfen als mich behindert. Ich bin mit den Bedingungen ganz gut zurechtgekommen", sagte der 33-Jährige nach der Partie, in der er beim Stand von 3:0 im ersten Satz zum ersten Mal zurück in die Umkleidekabine musste.

Im zweiten Durchgang wiederholte sich das Schauspiel bei 6:3, 6:5 noch einmal. Doch Federer schienen die Pausen völlig egal zu sein. Zumindest musste Federer im zweiten Satz zum ersten Mal im ganzen Turnier sein Aufschlagsspiel abgeben (0:40 zum 5:5).

In seinem insgesamt 37. Semifinale bei einem Grand-Slam-Turnier trifft der Schweizer am Freitag auf Murray. Der 28-jährige Olympiasieger bezwang den Kanadier Vasek Pospisil 6:4,7:5,6:4. Der souverän aufspielende Lokalmatador ließ gegen den Youngster nur eine Breakchance zu.

Federer im Head-to-head mit 12:11 voran

Vor den Augen von Prinz William, dessen Frau Kate und dem ehemaligen englischen Fußball-Nationalspieler David Beckham verwandelte Murray nach 2:13 Stunden seinen zweiten Matchball und ließ sich von den begeisterten Zuschauern auf dem Centre Court feiern.

"Ich hoffe, dass wir am Freitag ein gutes Match sehen werden", sagte Murray mit Blick auf das spannungsgeladene Duell mit Federer, der meinte: "Ich fühle mich noch frisch und habe genug Energie im Tank für ein hoffentlich großartiges Match gegen Andy."

12:11 führt der Schweizer noch im direkten Vergleich und ist vom Ziel seiner Träume - einem möglichen achten Wimbledon-Triumph nur noch zwei Siege entfernt. So oft hat noch nie jemand das älteste Tennisturnier der Welt gewonnen.

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