Beendet "Drama Queen" britische Durststrecke?

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Schon vor dem ersten Ballwechsel steht fest: Das Wimbledon-Finale 2012 der Herren wird in die Tennis-Geschichte eingehen!

Roger Federer und Andy Murray haben am Sonntag (ab 15 Uhr im LAOLA1-Ticker) jeweils die Chance auf historische Erfolge.

LAOLA1 hat vor dem Aufeinandertreffen der beiden die wichtigsten Final-Facts übersichtlich zusammengefasst.

Wimbledon-Rekordsieger

Federer peilt in Wimbledon seinen bereits siebenten Titel an. Damit würde der Schweizer mit Rekordsieger Pete Sampras gleichziehen.  „Ich bin sehr stolz, dass ich mit Pete gleichziehen kann“, ist sich Federer dieser Chance bewusst.

Britische Durstrecke

Unglaublich aber wahr: Das Mutterland des Tennis-Sports wartet schon seit 76 Jahren auf einen Herren-Einzel-Titel in Wimbledon. Zuletzt triumphierte Fred Perry im Jahr 1936 kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs.

Head-to-Head

Andy Murray ist einer der wenigen Spieler, die eine positive Bilanz gegen Roger Federer haben. Mit 8:7 fällt diese aber relativ knapp aus. Die letzten zwei Duelle entschied allerdings der Schweizer für sich. Von den letzten sieben Aufeinandertrefffen gewann er fünf.

Weltranglisten-Führung

Mit einem Sieg am Sonntag übernimmt Roger Federer die Führung im ATP-Ranking von Novak Djokovic. 285 Wochen führte der Schweizer die Weltrangliste in seiner Karriere bereits an. Trotzdem wäre der neuerliche Sprung an die Spitze etwas ganz Besonders für ihn. Schließlich fehlt ihm nur mehr eine Woche auf Rekordhalter Pete Sampras.

Grand-Slam-Finali

Major-Titel hat Andy Murray zwar immer noch keinen, das Gefühl, bei einem Grand-Slam-Finale auf den Platz zu kommen, kennt der Schotte aber schon. 2008 in New York und 2010 in Melbourne scheiterte er an Federer, 2011 verlor er bei den Australian Open gegen Djokovic.

Pete Sampras

Zwei Rekorde würde Pete Sampras bei  einem Titelgewinn Federes einbüßen. Der US-Amerikaner sieht es aber locker: „Ich habe mich schon daran gewöhnt, dass er meine Rekorde bricht. Ich habe gehofft, dass es ein Typ wie Roger schafft. Er ist einfach ein klasse Kerl!“

Serena Williams

Die Siegerin des Damen-Bewerbs drückt Andy Murray die Daumen. „Ich bin ein großer Fan von Andy. Ich schaue ihm am liebsten zu und das schon seit Jahren. Er wird das Publikum hinter sich haben. Hoffentlich macht ihn das nicht nervös.“

Virginia Wade

Eher kein Murray-Fan ist Virginia Wade. Die 67-Jährige ist die letzten Britin, die einen Damen-Einzel-Titel in Wimbledon holen konnte (1977).  Für die siebenfache Grand-Slam-Gewinnerin ist der Schotte oft zu wehleidig. Bei den French Open bezeichnete sie in während einer TV-Übertragung als „Drama Queen“!

Gutes Omen

Wenn das kein gutes Omen für Andy Murray ist! Während der Schotte erst am Sonntag versucht, die 76-jährige Durstrecke der Briten in Wimbledon zu beenden, ist dies seinem Landsmann Jonathan Marray im Doppel schon am Samstag gelungen. Der 31-jährige Londoner gewann mit Frederik Nielsen (DEN) das Endspiel gegen Robert Lindstedt/Horia Tecau (SWE/ROU) 4:6, 6:4, 7:6 (5), 6:7 (5), 6:3. Den letzten britischen Doppeltitel holten Hughes/Tuckey im Jahr 1936.

 

Christian Frühwald

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