Williams gegen kranke Radwanska die Favoritin

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Serena Williams ist am Samstag die große Favoritin im Wimbledon-Damenfinale 2012.
 
Die viermalige Turniersiegerin hat in ihren davor sechs Partien 85 Asse serviert und ist im Endspiel über die als Nummer 3 gesetzte Polin Agnieszka Radwanska, die erstmals in einem Grand-Slam-Endspiel steht, zu stellen.
 
Mit ihrem 14. Grand-Slam-Sieg würde Williams aber die Paszek-Bezwingerin Viktoria Azarenka zur neuen Nummer eins der Welt machen.
 
Grandiose Leistung von Williams
 
Williams hatte die Weltranglisten-Zweite und Australian-Open-Siegerin aus Weißrussland im "vorweggenommenen Finale" mit 6:3,7:6 bezwungen und dabei eine grandiose Leistung insbesondere mit dem Aufschlag gezeigt.
 
Der 30-Jährigen gelangen 24 Asse, ein Wimbledon-Rekord bei den Frauen.
 
Auf der WTA-Tour hatte es nur die Estin Kaia Kanepi vor vier Jahren in Tokio gegen Lucie Safarova ebenfalls auf 24 Asse in einem Spiel gebracht, seit Asse von der WTA offiziell als Statistik geführt werden.
 
Siebenter Final-Einzug in Wimbledon
 
Dass Serena Williams in Wimbledon zum siebenten Mal im Finale steht (letzter Sieg 2010), ist eine späte Genugtuung für das Erstrunden-Out vor sechs Wochen in Roland-Garros.
 
Schon in Australien war Williams unerwartet früh ausgeschieden. Turniersiege feierte sie seit ihrem Comeback nach der Scherben-Verletzung am Fuß erst in Charleston (April) und Madrid (Mai).
 
Neuland für Radwanska
 
Finalgegnerin Agnieszka Radwanska hingegen betritt Neuland und kämpft ihrerseits um die Spitzenposition in der Weltrangliste, die ihr bei einem Finalsieg sicher wäre.
 
"Da wird ein Traum für mich wahr", sagte Radwanska. "Ich spiele seit fast 18 Jahren Tennis. Und natürlich träumt man davon, einmal in einem Grand-Slam-Finale zu stehen."
 
Radwanska nicht fit
 
Radwanska ist die zweite polnische Grand-Slam-Finalistin nach Jadwiga Jedrzejowska, die 1937 drei Endspiele erreichte und zwei Jahre später nochmals bei den French Open bis in das Finale vorstieß.
 
Radwanska musste krankheitsbedingt die Final-Pressekonferenz am Freitagnachmittag auslassen.
 
Sie fehlte wegen Atemproblemen, schon bei der Pressekonferenz nach ihrem Halbfinalsieg hatte die Polin stark gehustet.
 
Sie könne kaum sprechen, erklärte die Damen-Tennisvereinigung WTA. Radwanska war wegen ihrer Gesundheitsprobleme schon vergangenen Mittwoch im Doppel nicht mehr angetreten.

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