Sharapova, Azarenka, Wozniacki und Tsonga out

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Der Mittwoch stand in Wimbledon klar im Zeichen des Favoriten-Sterbens und zahlreicher Verletzungen.

Bei den Herren war Jo-Wilfried Tsonga das prominenteste Opfer.

Der Weltranglisten-Sechste aus Frankreich musste in seinem Zweitrunden-Match gegen den lettischen Bresnik-Schützling Ernests Gulbis beim Stand von 6:3, 3:6, 3:6 aufgrund von Problemen im linken Knie vorzeitig aufgeben.

Nadal-Bezwinger kann nicht antreten

Gar nicht erst antreten konnte Steve Darcis, der am Montag mit seinem sensationellen Auftakt-Erfolg über Rafael Nadal überraschte.

Wie der Turnier-Veranstalter bekanntgab, konnte der Belgier wegen einer Schulter-Verletzung nicht mehr antreten, wodurch sein polnischer Gegner Lukasz Kubot kampflos in die dritte Runde einzog.

Der Nummer 135 der Weltrangliste hatte am Montag dem spanischen Superstar Nadal mit 7:6 (4), 7:6 (8) und 6:4 dessen erste Auftakt-Niederlage bei einem Major-Turnier zugefügt.

Darcis ist schwer enttäuscht

Steve Darcis zeigte sich schwer enttäuscht über das verletzungsbedingte Aus. "Ich musste nach einem Sieg wie diesem aufgeben. Das ist das Schwierigste, das ich jemals tun musste", twitterte der Belgier.

Tsonga muss verletzt aufgeben

Er habe alles gegeben, um doch antreten zu können, es habe aber nicht gereicht, ergänzte der 29-Jährige.

Brown eliminiert Hewitt

Nach seinem überraschenden Erstrunden-Sieg über Stanislas Wawrinka ist für Lleyton Hewitt in Wimbledon in Runde zwei Endstation.

Der ehemalige Weltranglisten-Erste aus Australien, der den Rasen-Klassiker im Jahr 2002 für sich entscheiden konnte, unterlag dem Deutsch-Jamaikaner Dustin Brown mit 4:6, 4:6, 7:6 (3), 2:6.

Der Weltranglisten-189. steht erstmals in der dritten Runde eines Grand-Slam-Turniers und trifft dort auf den Franzosen Adrian Mannarino.

Dessen Zweitrrunden-Gegner, der an 18 gesetzte US-Amerikaner  John Isner, muss nach nur zwei gespielten Games beim Stand von 1:1 vorzeitig aufgeben.

Julian Knowle und Mahesh Bhupathi stehen beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon in der zweiten Runde.

Der 39-jährige Vorarlberger und sein indischer Partner besiegen am Mittwochnachmittag die argentinisch-spanische Paarung Leonardo Mayer/Albert Ramos mit 6:2, 6:7 (5), 6:4, 6:2.

Das an acht gesetzte Duo bekommt es nun mit dem US-Amerikaner Nicholas Monroe und dem Deutschen Simon Stadler zu tun, die sich 6:7 (4), 2:6, 6:3, 6:4, 6:4 gegen die Inder Purav Raja/Divij Sharan durchsetzen.

Oswald verliert bei Debüt

Für den Österreicher Philipp Oswald ist bei seinem Grand-Slam-Debüt in Wimbledon in der ersten Runde Endstation.

Der 27-jährige Vorarlberger verliert am Mittwochabend mit seinem deutschen Partner Dominik Meffert 6:4, 5:7, 3:6, 4:6 gegen das an sieben gesetzte Duo Max Mirnyi/Horia Tecau (BLR/ROU).

Oswald/Meffert kämpften sich zuvor erfolgreich durch die Qualifikation und schafften dadurch erstmals den Sprung in den Hauptbewerb eines Grand-Slam-Turniers.

Auch bei den Damen gab es am Mittwoch ein unglaubliches Favoriten-Sterben in Wimbledon.

Den Anfang machte die Weltranglisten-Zweite Victoria Azarenka.  Die Weißrussin sagte ihr Antreten in der zweiten Runde wegen einer Knieverletzung kurzfristig ab.

Die 23-jährige Weißrussin zog sich die Verletzung bei ihrem Erstrundensieg gegen die Portugiesin Maria Joao Koehler zu.

Azarenka erklärte, dass eine MRI-Untersuchung zwar keinen Bänderriss ergeben habe, beim Einschlagen für ihren Zweitrundenauftritt habe sie aber erkennen müssen, dass das Antreten keinen Sinn mache.

"Es ist sehr hart. Ich könnte nicht enttäuschter sein", sagte Azarenka.

Sharapova verliert gegen Portugiesin

Nach der verletzten Azarenka musste sich mit Maria Sharapova am Mittwoch auch eine zweite Titel-Favoritin aus Wimbledon verabschieden.

Die Weltranglisten-Dritte aus Russland verlor in der zweiten Runde 3:6, 4:6 gegen die erst 20-jährige Portugiesin Michelle Larcher De Brito.

Für Sharapova, die sich nach einem Sturz behandeln lassen muss, ist es die früheste Niederlage bei einem Grand-Slam-Turnier seit ihrem Erstrunden-Aus bei den Australian Open 2010.

Sharapova: "Das ist frustrierend"

"Das ist frustrierend. Dieses Turnier ist doch so speziell für mich. Es ist hart, so früh zu verlieren, aber ich werde meinen Kopf hoch halten und mich auf neue Aufgaben kontrieren", erklärte Sharapova nach ihrer Sensations-Niederlage. Die Russin ging auch auf den Platz ein.
 
"Ich kann mich nicht erinnern, schon einmal in einem Match drei Mal gestürzt zu sein. Natürlich sind die Plätze hier am Anfang rutschiger. Aber so etwas habe ich noch nicht gesehen."

Sharapova muss behandelt werden

Als Ausrede wollte Sharapova das aber nicht gelten lassen. "Ich war einfach nichtaggressiv genug, ich war einfach nicht auf dem Platz", erklärte sie.

Wozniacki verliert glatt in zwei Sätzen

Ebenfalls bereits ausgeschieden ist die an neun gesetzte Dänin Caroline Wozniacki, die in der zweiten Runde 2:6, 2:6 gegen die Tschechin Petra Cetkovska verlor.

Die ehemalige Weltranglisten-Erste rutschte allerdings schon im zweiten Game aus und zieht sich dabei eine Knöchelblessur zu.

Verloren hat auch Lucie Safarova: Die Tschechin, Nummer 27 der Setzliste, unterlag der Südtirolerin Karin Knapp mit 4:6, 6:4, 6:4. Alize Cornet (FRA/29) schlug die Taiwanesin Su-Wei Hsieh mit 6:3, 6:2.

Kanadierin eliminiert Ana Ivanovic

Die an zwölf gesetzte Serbin Ana Ivanovic verlor überraschend in der zweiten Runde von Wimbledon 3:6, 3:6 gegen Eugenie Bouchard.

Die 19-jährige Kanadierin bestreitet im All England Club erst das zweite Grand-Slam-Turnier ihrer Karriere. Bei den French Open erreichte die aktuelle Nummer 66 der Welt die zweite Runde.

Bouchard trifft nun auf die an 19 gereihte Spanierin Carla Suarez Navarro, die sich gegen die Kroatin Mirjana Lucic-Baroni mit 1:6, 6:3, 6:3 durchsetzte.

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