Murray beendet seinen Fluch

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Murray gewinnt erstmals ein Grand-Slam-Turnier

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Der Bann ist gebrochen!

Andy Murray darf sich bei den US Open 2012 über seinen ersten Grand-Slam-Titel freuen.

In seinem fünften Major-Endspiel schlug der 25-jährige Schotte den serbischen Titelverteidiger Novak Djokovic mit 7:6 (10), 7:5, 2:6, 3:6, 6:2.

Britische Durststrecke geht zu Ende

Damit beendete Murray eine unglaubliche Durststrecke seines Heimatlandes.

Es ist der erste britische Herren-Einzel-Titel seit Fred Perrys US-Open-Sieg im Jahr 1936.

In der Weltrangliste wird Murray am Dienstag den Spanier Rafael Nadal von Platz drei verdrängen.

Knapp fünf Stunden Spielzeit

Bis er endlich seinen ersten Grand-Slam-Siegerscheck über 1,9 Millionen Dollar einstecken durfte, hatte der amtierende Olympia-Sieger allerdings 4:54 Stunden harte Arbeit zu verrichten.

Alleine der extrem hartumkämpfe erste Satz dauerte knapp eineinhalb Stunden ehe sich Murray hauchdünn im Tiebreak durchsetzen konnte.

Djokovic kämpft sich zurück

Nach dem Gewinn des zweiten Durchgangs, schien es für Murray nur mehr eine Pflichtübung zu werden, endlich den ersten Major-Titel zu fixieren.

Doch Djokovic bewies wieder einmal seine Kämpfer-Qualitäten. Mit erhöhtem Risiko brachte er Murray in Bedrängnis und schaffte schließlich sogar den Satz-Ausgleich.

Im entscheidenden Durchgang ließ Murray dann aber nichts mehr anbrennen. Mit zwei Breaks holte sich der Schotte eine schnelle 3:0-Führung.

Murray musste zwar ein Reabreak hinnehmen, danach konnte der nicht mehr ganz fit wirkende Djokovic, der sich vor dem letzten Game sogar eine Verletzungspause nehmen musste, aber nicht mehr zusetzen.

"Irgendwie habe ich es geschafft"

"Bei diesen Bedingnungen war es heute wirklich sehr schwierig", fiel Murray nach dem verwandelten Matchball ein Stein vom Herzen.

"Im dritten und vierten Satz hatte ich vor allem mental einige Probleme. Irgendwie habe ich es dann geschafft, doch durchzukommen."

Dankeschön an Ivan Lendl

Ein ganz besonderes Dankeschön ging an Ivan Lendl. Der ehemalige Weltranglisten-Erste arbeitet sei Saisonbeginn mit Murray zusammen und führte ihn zum langersehnten ersten Grand-Slam-Titel.

Kurioses Detail am Rande: Auch Lendl holte erst in seinem fünften Major-Endspiel seinen ersten großen Titel.

"Ich möchte mich bei Ivan bedanken. Er ist einer der größten Spieler aller Zeiten und er hat mir wirklich viel geholfen, endlich einen Grand-Slam-Sieg zu feiern."

Djokovic gewohnt fair

Djokovic verpasste seinen zweiten Grand-Slam-Titel nach den Australian Open in dieser Saison bzw. seinen insgesamt sechsten, gab sich aber auch als Verlierer gewohnt fair. 

"Es hat heute leider nicht geklappt. Andy hat sich diesen Sieg aber wirklich verdient. Ich bin stolz, dass ich wieder bei seinem historischen Endspiel dabei sein durfte."

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