Haider-Maurer hofft bei US Open auf Duell mit Djokovic

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Er ist als Erster von drei Österreichern im Hauptbewerb der mit 42,3 Millionen Dollar dotierten US Open am Montag (4. Match nach 17.00 Uhr MESZ) auf Court 7 im Einsatz.

Andreas Haider-Maurer holte sich kurz vor seiner Abreise nach New York mit dem Titel beim Challenger in Meerbusch noch Selbstvertrauen.

Das wird er bei seiner schweren Auslosung auch brauchen.

Schon sein Auftaktgegner ist mit Vasek Pospisil ein schwerer Brocken. Der Kanadier gilt als sehr starker Aufschläger und ist als Nummer 45 der Welt einer der besten Nicht-Gesetzten in Flushing Meadows.

Nicht umsonst hat Pospisil vor einigen Wochen in Wimbledon sogar das Viertelfinale erreicht.

"Ganz schwere Auslosung"

"Das ist eine ganz schwere Auslosung", meinte Haider-Maurer am Sonntag.

"Er ist ein sehr guter Spieler und ist auf Hartplatz sicher noch besser einzustufen. Er spielt gefährlich durch seinen Aufschlag, sein aggressives Hartplatztennis", erklärte der 28-jährige Niederösterreicher und gibt sich keinen Illusionen hin.

"Ich weiß, dass ich eine Topleistung brauche, um da Chancen zu haben."

Danach gegen Djokovic

Sein großes Ziel, bei einem Major-Turnier auch einmal eine dritte Runde zu erreichen, ist aber bei den US Open 2015 eine nahezu unlösbare Aufgabe: Denn wenn sich "AHM" gegen Pospisil durchsetzt, dann droht ihm niemand geringerer als der Weltranglisten-Erste und Topfavorit, Novak Djokovic.

"Die erste Runde ist schon sehr schwer, die zweite wäre eine andere Liga. Aber es wäre für mich sehr schön, gegen Djokovic zu spielen - klar", hat sich Haider-Maurer ein Ziel gesetzt.

Es wäre das erste Mal, dass Haider-Maurer auf Grand-Slam-Ebene gegen die aktuelle Nummer eins spielt. Mit Djokovic hat er in diesem Jahr in Monte Carlo aber schon Bekanntschaft gemacht (4:6,0:6 im Achtelfinale).

0:2 im Head-to-Head

Doch zunächst galt es freilich, sich möglichst gut auf Pospisil einzustellen. In der bisherigen Bilanz gegen den 25-jährigen 1,93-m-Mann hat er beide Matches im Jahr 2012 verloren.

Eingespielt hat sich Österreichs Nummer zwei seiner Meinung nach gut auf das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres, der Challenger-Titel in Meerbusch hat ihm Auftrieb und fast die Rückkehr in die Top 50 (aktuell 52.) gebracht.

"Die letzte Woche war eine Superwoche. Ich denke, ich habe den letzten Challenger des Jahres (seinen letzten, Anm.) mit dem Sieg gut mitgenommen. Ich habe Selbstvertrauen und bin bereit für die erste Runde."

"Eines der besten Turniere"

Haider-Maurer kommt immer gerne zurück zum größten jährlich wiederkehrenden Sportevent überhaupt mit jedes Jahr über 700.000 Zuschauern auf der Anlage im New Yorker Stadtteil Queens.

"Es ist eines der besten Turniere definitiv, und ich freue mich natürlich immer wieder da herzukommen, Hauptbewerb zu spielen und kann es nicht erwarten, das es losgeht."

Der Wahl-Tiroler hat bereits sechs Tage Training auf der Anlage hinter sich. "Die Vorbereitung ist gut, aber es ist nicht so einfach, denn als Ungesetzter spielt man zu viert auf einem Platz 45 Minuten."

Trainiert hat er u.a. mit den Deutschen Florian Mayer, Dustin Brown und Benjamin Becker. Zu einem Training mit Österreichs Nummer eins, Dominic Thiem, ist es (bisher) nicht gekommen.

Umstellung fällt AHM leicht

Die Umstellung auf Hartplatz falle ihm recht leicht. "Ich habe nicht lang gebraucht, von Hartplatz auf Sand ist es sicher schwieriger. Aber die sechs Tage Training waren sicher notwendig, dass man sich bestmöglich einstellt."

In Kitzbühel angeklungene Kritik von Thiem-Coach Günter Bresnik, der die Planung von "AHM", nach Kitz noch auf Sand-Challenger weiterzuspielen, für nicht optimal eingestuft hatte, kann Haider-Maurer nicht nachvollziehen.

"Die Aussage war nicht wirklich so überlegt. Es war der richtige Weg, das hat sich ausgezahlt, wie man gesehen hat."

Für Haider-Maurer macht es mehr Sinn, sich länger vor Ort vorzubereiten, weil die "Bedingungen bei den US Open komplett anders sind".

Gute Erinnerungen an die US OPen

Ein Highlight seiner Karriere fand vor fünf Jahren auf dem Grand Stand dieser Anlage, der mittlerweile umgebaut wurde, statt.

Damals hatte Haider-Maurer gegen die damalige Nummer fünf der Welt, Robin Söderling (SWE), einen 0:2-Satzrückstand aufgeholt und sich erst knapp in fünf Sets beugen müssen.

"Man erinnert sich schon, das war sicher eines meiner besten Matches auf Hartplatz. Aber mit den US Open war ich in den letzten Jahren von der Leistung her immer zufrieden", erinnerte sich Haider-Maurer.

"Ich habe vor zwei Jahren gegen Gulbis gewonnen, letztes Jahr hätte ich den Bautista schlagen müssen." Vor Jahresfrist hatte sich Haider-Maurer Roberto Bautista Agut in fünf Sätzen beugen müssen.

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