Nadal steht vor Rekord-Triumph

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Nadal ist in Paris auf Rekordkurs

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Die Statistiken sprechen wieder einmal allesamt für ihn.

Seriensieger Rafael Nadal geht am Sonntag (15.00 Uhr) als klarer Favorit ins rein spanische Finale der French Open.

Ferrer noch ohne Satzverlust

Nur noch Landsmann David Ferrer trennt den 27-Jährigen von seinem achten Paris-Titel - so oft hat noch kein Spieler bei ein und demselben Grand-Slam-Turnier triumphiert.

Ferrer hat im Turnierverlauf noch keinen einzigen Satz abgegeben, dennoch geht der Sandplatz-Spezialist als Außenseiter in sein erstes Grand-Slam-Finale.

Denn Nadal ist der unumschränkte Herrscher von Paris, das hat er erst am Freitag in einem hochklassigen Halbfinale gegen den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic unter Beweis gestellt.

Comeback im Februar

Für viele war der Fünfsatz-Krimi ein vorweggenommenes Finale, Nadal will von all dem aber nichts hören. "Ich treffe auf einen unglaublichen Spieler mit hohem Niveau", warnte der Mallorquiner vor Ferrer.

"Solange ich die Trophäe nicht in den Händen halte, denke ich an nichts anderes." Der Hunger des siebenfachen French-Open-Siegers scheint noch lange nicht gestillt.

Nadal war erst im Februar von einer siebenmonatigen Verletzungspause wegen anhaltender Kniebeschwerden auf die Tour zurückgekehrt. Seither hat er sechs Turnier gewonnen, fünf davon auf Sand.

In Roland Garros hat er überhaupt erst ein einziges Spiel verloren - 2009 im Achtelfinale gegen den Schweden Robin Söderling. Dem gegenüber stehen 58 Matchsiege. Nummer 59 am Sonntag wäre der alleinige Rekord.

Nadal bleibt demütig

Die gesundheitlichen Probleme haben den ohnehin bescheidenen Nadal noch demütiger werden lassen.

Sein linkes Knie mache mittlerweile kaum mehr Probleme, auch nicht nach der enormen Belastung eines Marathons gegen Djokovic. "Ich könnte sehr zufrieden sein mit dem, was ich erreicht habe", erinnerte Nadal. "Aber das Turnier ist noch nicht vorbei. Ich liebe es, zu leiden."

Der hohe Kräfteverschleiß könnte sein einziges Manko sein, ist Ferrer doch bisher in Rekordtempo durch das Turnier geeilt. Auch Lokalmatador Jo-Wilfried Tsonga fertigte der 31-jährige Routinier, der mit zunehmendem Alter immer besser zu werden scheint, in weniger als zwei Stunden ab.

"Ich werde sicher ein bisschen nervös sein, aber ich werde alles geben", versprach Ferrer vor seiner Finalpremiere.

Statistik spricht gegen Ferrer

Der Valencianer wirkt enorm fit, zuletzt bereitete er Nadal im Halbfinale von Rom einige Probleme.

Der elffache Grand-Slam-Turniersieger Nadal setzte sich letztlich mit 6:4,4:6,6:2 durch. Viermal hat Ferrer seinen viereinhalb Jahre jüngeren Landsmann in 23 Anläufen erst bezwungen, zuletzt setzte es acht Niederlagen in Folge.

Nadal gab sich vor dem vierten rein spanischen Paris-Finale nach 1994, 1998 und 2002 dennoch zurückhaltend: "Es wird hart." Nach den French Open legt der Superstar eine Pause ein.

Das Rasenturnier kommende Woche in Halle lässt er aus. Spätestens in Wimbledon will Nadal aber wieder in Bestform sein. In jener, die er in Roland Garros regelmäßig zeigt.

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