"Habe noch Siege in mir"

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Melzer zeigt sich optimistisch und will wieder siegen

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Noch kann man nicht vom Durchbruch reden, aber aufgezeigt hat Dominic Thiem am Mittwoch beim Erste Bank Open in Wien sehr wohl.

Der 19-jährige Niederösterreicher weckte Hoffnungen, dass es vielleicht doch bald einen frischen, jungen Tennis-Weltklassemann aus Österreich geben könnte.

Für den 12 Jahre älteren Jürgen Melzer kam hingegen das Aus nach seinem ersten Match, doch der frühere Weltranglisten-Achte will sich keineswegs schon abschreiben (lassen).

Auf und ab

Melzers Jahr 2012 ist eine Hochschaubahn mit weitaus mehr Talfahrten als Höhenflügen. Wie so oft hat Melzer im Achtelfinale in der Wiener Stadthalle gegen Gilles Muller (LUX) neuerlich eine Begegnung verloren, die er durchaus auch hätte gewinnen können.

"Es läuft halt einfach nicht so rund. Solche knappen Partien braucht man aber, um wieder in einen Lauf zu kommen", sinnierte der French-Open-Halbfinalist 2010.

Blick in die Zukunft

Noch ist sein Jahr nicht vorüber, abgesehen vom Doppel-Einsatz an der Seite von Alexander Peya in Wien spielt Melzer auch noch in Valencia und Paris-Bercy zwei Einzelturniere. "Auch dort kann man noch Punkte machen."

Danach geht es für Melzer in den verdienten Urlaub, ehe um den 19. November eine intensive Saisonvorbereitung beginnt.

"Motivationsspritzen" wie etwa das Beispiel Tommy Haas, der mit 34 plötzlich wieder in die absolute Weltklasse gefunden hat, braucht Melzer nicht.

"Ich muss mich jetzt nicht an Tommy orientieren. Ich glaube einfach selbst dran, dass ich weiterhin noch gutes Tennis und Siege in mir drinnen habe", ist sich Melzer sicher und ergänzt, "und das werde ich hoffentlich in den nächsten Wochen, Monaten, Jahren noch zeigen können."

Keine Verunsicherung

Darum denkt er auch nicht sonderlich darüber nach, dass Ende Februar 2013 in Memphis 500 Punkte (rund die Hälfte seines aktuellen Punktestands) auf dem Spiel stehen.

"Ich glaube, dass ich genügend Klasse habe, um mich da vorne wieder reinzuspielen, selbst wenn ich diese 500 Punkte verliere", meinte der Deutsch Wagramer selbstbewusst. Außerdem kann er noch den gesamten Jänner davor sehr gut punkten, so hat Melzer auch bei den Australian Open nichts zu verteidigen.

Das Wichtigste für ihn sei eine gute Vorbereitung. "Den Körper wieder hinkriegen, dass ich in Australien keine Angst haben muss, wenn es lange Matches gibt."

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