Ferrer nach Sieg über Monfils wieder im Finale

Aufmacherbild
 

Das Finale der mit 2,324 Millionen Euro dotierten Erste Bank Open 2015 heißt David Ferrer gegen Steve Johnson.

Der als Nummer eins gesetzte Spanier Ferrer setzte sich am Samstag im Semifinale vor 8.600 Zuschauern Wiener Stadthalle gegen den französischen Publikumsliebling Gael Monfils in 2:01 Stunden mit 7:6 (5), 7:5 durch.

Ferrer greift nach seinem fünften Saisontitel nach Doha, Rio de Janeiro, Acapulco und Kuala Lumpur sowie nach seinem insgesamt 26. ATP-Titel.

Für den aktuellen Weltranglisten-47. Johnson, der den Letten Ernests Gulbis nach einer Spielzeit von 1:31 Stunden mit 6:3, 7:6 (4) in die Knie zwang, ist es die erste Finalteilnahme auf der ATP World Tour.

Als bisher beste Resultate standen für den 25-jährigen US-Boy jeweils ein Halbfinale in diesem Jahr in Washington und Winston-Salem zu Buche.

Intensiver Schlagabtausch

Ferrer und Monfils lieferten einander einen intensiven Schlagabtausch um jeden Punkt. Der erste Satz wurde im Tiebreak entschieden, in dem der Weltranglisten-Achte mit 7:5 das bessere Ende für sich hatte.

Auch im zweiten Durchgang konnten beide Akteure bis zum Stand von 5:5 ihr Service halten, ehe Monfils mit gleich drei Doppelfehlern in Serie seinem Gegner den Weg zum Break und in weiterer Folge auch zum Sieg ebnete.

„Das war heute das erwartet schwere Match. Ich bin sehr froh, dass ich es hier wieder ins Finale geschafft habe“, sagte Ferrer, der im Vorjahr im Wiener Endspiel dem Schotten Andy Murray in drei Sätzen unterlegen war.

 

„Das wird morgen sicher nicht einfach. Steve hat hier sehr gut gespielt – sowohl gestern gegen Anderson als auch heute. Ich stelle mich wieder auf eine intensive Partie ein“, ergänzte der 33-jährige Ferrer.

Johnson mit optimalen Start

Johnson erwischte gegen Gulbis mit einem Break zum 2:0 einen optimalen Start und spielte diesen Vorteil zum Gewinn des ersten Satzes sicher nach Hause. Als ihm auch im zweiten Durchgang ein Break zum 2:1 gelang, schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein, doch Gulbis konterte und schaffte das Rebreak zum 4:4.

Der zweite Satz ging ins Tiebreak, in dem Johnson seinen zweiten Matchball mit einem Ass verwertete. Der US-Amerikaner, der sein Tennis-Handwerk als College-Spieler auf der University of Southern California perfektioniert hat, steht damit in seinem ersten ATP-Endspiel.

„Es fühlt sich großartig an, hier zum ersten Mal ein Einzelfinale erreicht zu haben. Ich habe morgen die Chance, ein weiteres Match zu spielen, in dem ich noch einmal alles geben werde."

"Sollte es mit dem Titel jedoch nicht klappen, habe ich in den kommenden Jahren hoffentlich die Möglichkeit, dieses Turnier noch einige Male zu spielen“, geht Johnson locker in das Finale, in dem neben dem Siegerscheck in Höhe von 423.000 Euro auch 500 Punkte für die Weltrangliste auf dem Spiel stehen.

 Auf Spuren von Roddick und Querrey

Mit Johnson in Wien und Jack Sock bei dem gleichzeitig in Stockholm stattfindenden 250er-Turnier stehen erstmals seit 2008 zwei US-Amerikaner in derselben Woche im Endspiel eines ATP-Turniers.

Vor sieben Jahren haben Andy Roddick in Dubai und Sam Querrey in Las Vegas dieses „Kunststück“ zuletzt geschafft.

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen