Monfils mit Weltklasse-Show ins Halbfinale

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Mit einer Riesen-Show komplettierte Gael Monfils am Freitagabend das Halbfinale der Erste Bank Open.

Vor der Rekordkulisse von 9.100 begeisterten Zuschauern zwang der französische Publikumsliebling den Tschechen Lukas Rosol mit 6:7 (3), 6:3, 6:3 in die Knie und trifft nun auf David Ferrer (ESP/1).

Das zweite Halbfinale bestreiten Ernests Gulbis (LAT) und Steve Johnson (USA).

Tanzeinlagen und Kunstschläge

Der 29-jährige Monfils lief nach dem knapp verlorenen ersten Satz dank der mitreißenden Atmosphäre zur Höchstform auf.

Immer wieder interagierte der charismatische 1,93-Meter-Mann mit den Zuschauern. Er wagte kuriose Kunstschläge, plauderte mit den Fans und tanzte auf dem Platz.

Die Wiener bedankten sich bei Monfils auf ihre Weise und bereiteten dem Franzosen mit karibischen Wurzeln eine prickelnde Davis-Cup-Atmosphäre. Anfang des dritten Satzes rollte sogar eine Laola-Welle durch die Stadthalle.

"Will auf dem Platz Spaß haben"

„Ich liebe diesen Sport und will auf dem Platz Spaß haben. Je mehr Spaß ich habe, umso besser kann ich spielen“, sagte Monfils, der allerdings auch ein bisschen Mitleid mit seinem Gegner hatte. Rosol zeigte zwar tolles Tennis, kam durch seine ruhige Art aber nicht über die Rolle des Komparsen hinaus.

„Lukas ist eher straight und hat eine ganz andere Mentalität. Aber das ist ja auch ok“, verteidigte Monfils den Tschechen. „Es gibt auf der Tour natürlich nicht so viele Spieler wie mich. Im Endeffekt kommt es aber darauf an, wer am Platz besser ist und heute war ich knapp der bessere Spieler.“

Schwierige Aufgabe gegen Ferrer

Ob er selbst nicht Probleme damit habe, bei solchen Show-Einlagen die Konzentration zu verlieren? „Das macht mir nichts. Ich liebe es, wenn das Publikum involviert ist. Deshalb liebe ich es auch, im Davis Cup zu spielen. Je wilder es wird, umso besser werde ich.“

Richtig wild könnte es auch am Samstag (2. Partie nach 14 Uhr) gegen David Ferrer werden. „Gegen David geht es nicht Bumm- Bumm, wir werden viele Rallyes spielen und dafür muss ich voll fit sein“, hofft Monfils auf eine schnelle Regeneration.

Monfils will Turniersieg widmen

Ein Turniersieg würde für den Franzosen einen besonderen Stellenwert einnehmen. Schon im Vorfeld kündigte er an, dass er ihn seinem im Jahr 2011 verstorbenen Physio-Therapeuten widmen würde. Dieser betreute Monfils nämlich auch bei seinem Final-Einzug in Wien im Jahr 2008.

„Ich habe viele Erinnerungen an ihn. Deshalb würde ich gerne das Turnier für ihn gewinnen. Vorher muss ich aber noch gegen David gewinnen, ehe ich ans Finale denken darf“, stellt Monfils klar.

Christian Frühwald

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