LAOLA1: Wie schwierig wird es für ihn sein, angesichts solcher Erfolge auf dem Boden zu bleiben?

Koubek: Das ist natürlich schwierig. Ich bin von zuhause weggegangen und war alleine in Wien. Das war unter Umständen schwieriger als bei ihm, weil er ja doch weiter zuhause bei seiner Familie ist. In seinem Umfeld passt einfach alles. Das war bei mir ein bisschen schwieriger, deshalb habe ich mir da am Anfang auch schwer getan. Man muss natürlich vorsichtig sein, dass man keinen Höhenflug kriegt. Dominics kleiner Bruder Moritz wird ihn aber schon wieder runterholen. Ich mache mir keine Sorgen, dass er großartig abhebt. Er wird das schon gut machen – und auch genießen.

LAOLA1: Wie hat dir die Stimmung in der Stadthalle gefallen?

Koubek: Ich habe mit vielen Leuten nach der Partie geplaudert und alle haben mir bestätigt, dass es so etwas nur ganz, ganz selten zuvor gegeben hat. Als der Tom zurückgetreten ist, wurden die oberen Tribünen ebenfalls aufgemacht. Da war eine Mordsstimmung und auch da war der Dominic am Platz. Von damals kannte er das also schon. Diesmal hat allerdings er selbst die Leute angezogen. Es war beeindruckend. Er kann das heimische Tennis wieder zum Leben erwecken und die Leute mitziehen. Das ist super für den Sport und super für alle, die mit dem Sport zu tun haben. Am Allergenialsten ist es aber für ihn selber.

LAOLA1: Du warst selbst einmal Trainer in der Tennis-Schule von Günter Bresnik und kennst Dominic daher auch vom täglichen Training. Hast du ihm auch ein paar Tipps geben können?

Koubek: Ich war das eine oder andere Turnier mit ihm mit und habe auch ab und zu einmal mit ihm in der Südstadt trainiert. Natürlich gibt man ihm den einen oder anderen Tipp, das meiste muss man aber ihm selbst zuschreiben. Er muss ja arbeiten und er muss trainieren und das umsetzen, was man ihm sagt. Dafür hat er den Günter an seiner Seite. Der ist zwar vielleicht bei vielen umstritten aber ein super Trainer. Der weiß schon, was er macht. Das ist wichtig und wird auch ziemlich sicher so weitergehen. 

LAOLA1: Du hast mit 20 Jahren bereits dein erste ATP-Turnier gewonnen – das waren allerdings andere Zeiten. Kann man trotzdem Vergleiche ziehen?

Koubek: Im nächsten Jahr kann auch Dominic schon sein erstes Turnier gewinnen – das ist nicht weit hergeholt. Wenn die Konstanz passt und er gut drauf ist, kann er es schaffen. Zumindest so ein 250er, wie ich es damals auch gewonnen habe.

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