Haider-Maurer mit guten Erinnerungen nach Wien

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Vor zwei Jahren war sein Lauf in der Wiener Stadthalle die große Sensation.

Als "Lucky Loser" hatte Andreas Haider-Maurer zunächst in der ersten Runde Altstar Thomas Muster ausgeschaltet und dann den Run bis in sein erstes und bisher einziges Endspiel auf der ATP-Tour geschafft.

Verloren hat der Niederösterreicher dann erst gegen Jürgen Melzer.

Rückfall durch Verletzungen

2012 steht Haider-Maurer wohl nicht ganz dort, wo er es sich selbst nach diesem Erfolg erträumt hätte.

Bis auf Platz 70 hatte er sich zwar bis Ende Juli 2011 nach vorne gekämpft, doch dann warfen den Wahl-Innsbrucker immer wieder Verletzungen zurück.

Erst seit Ende August hat sich Österreichs Nummer zwei nach einem doppelten Bänderriss im Frühjahr wieder erfangen, er steht knapp an den Top 100.

Gute Erinnerungen an die Stadthalle

In Wien geht "AHM" nun wieder mit Wildcard an den Start. Und das Final-Gefühl von 2010 ist noch nicht verloren gegangen - es könnte ihm Inspiration sein.

"Wenn man in die Halle geht, kommt das Gefühl auf wie es vor zwei Jahren gelaufen ist. Von dem her fühle ich mich sicher gut da", sagte Haider-Maurer.

Zwar ist er vor seinem ersten Gegner, der als Qualifikant zumindest zwei Siege in der Tasche hat, gewarnt.

"Aber ich weiß, was ich kann. Ich habe in den letzten Wochen gut gespielt. Ich werde alles geben, dass ich die Partie gewinne", verspricht Haider-Maurer.

Die Umstellung von seiner Sand-Challenger-Serie auf Hartplatz in die Halle ist zwar recht groß, doch die Bedingungen am Vogelweidplatz liegen ihm. "Es ist nicht wirklich schnell, ein langsamer Belag und ich kann mein Spiel gut aufziehen."

Top 100 sind "AHM" zu wenig

Auffällig ist, dass sich Haider-Maurer nun höhere Ziele setzt.

"Top 100 ist für mich gar kein Ziel. Das bringt mir nichts, davon kann ich mir nicht viel kaufen. Mein Ziel ist es, dass ich weiter nach vor komme - erste 60, erste 50", sagte Haider-Maurer auf die Frage nach seinem Vorhaben bis Ende des Jahres.

"Es wird sich heuer schwer ausgehen, aber wer weiß, es sind ja noch einige Turniere auf dem Programm." Nach Wien plant Haider-Maurer noch einen Südamerika-Trip mit drei Sandplatz-Events.

Knöchelverletzung noch nicht ganz ausgeheilt

Seinen doppelten Bänderriss im linken Knöchel, den er sich im vergangenen März zugezogen hat, hat er noch nicht ganz hinter sich gelassen.

"Ich spüre es nach wie vor. Ich kann voll spielen, aber ich merke es, wenn ich eine anstrengende Partie habe, dass ich am Abend den Knöchel ziemlich arbeiten spüre. Ich muss immer wieder aufpassen und darf es nicht zu viel reizen", ist er gewarnt.

Angst hat der 25-jährige Niederösterreicher aber keine. "Es wird Schritt für Schritt, zwar sehr langsam, aber immer besser."

Dass soll auch seine wohl stärkste Waffe werden - immer besser. "Am Aufschlag arbeite ich permanent, er ist eine meiner großen Stärken. Es ist wichtig für mein Spiel, damit ich von Beginn weg aggressiver auf dem Platz auftreten kann."

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