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Trimmel bei LAOLA1: "Ich kann es mir vorstellen!"

Ein Ablenkungsmanöver? Eine falsche Fährte?

Die APA – Austria Presse Agentur berichtete am Dienstag aus Kitzbühel von der Suche nach einem neuen Davis-Cup-Kapitän.

„ÖTV weiter auf der Suche nach Schaller-Nachfolger“ hieß es im Titel, im Text war zu lesen, dass „der von den Spielern gewünschte Clemens Trimmel kein Thema mehr ist“.

Wirklich nicht?  Im Gespräch mit LAOLA1 kann sich der 33-Jährige nämlich sehr wohl vorstellen, das ÖTV-Team zu übernehmen und bestätigt auch, dass es Gespräche mit dem Tennis-Verband gab und gibt.

Trimmel sagt "Ja zu A"

„Der Verband hat mich aktiv angesprochen, wir reden, aber noch ist nichts konkret“, erklärt der ehemalige Profi, dessen hoffnungsvolle Karriere –Trimmel wurde gemeinsam mit Markus Hipfl und Lukas Langer 1992 U14-Weltmeister – früh von vielen Verletzungen gestoppt wurde.

„Ja, ich will“, stellt der Wiener auf Nachfrage klar, dass der Posten, den bis zum Relegationsspiel gegen Belgien im September noch Gilbert Schaller bekleidet, ein Thema für ihn ist.

„Der Job ist interessant und ich kann es mir auch vorstellen.“ Allerdings gilt es vor einer Unterschrift noch einige offene Fragen zu klären.

Kein Fulltime-Job

Eine Hürde ist zum Beispiel Trimmels Berufstätigkeit. Nach seinem Studium an der FH für Unternehmensführung und Management arbeitet er für den Online-Wettanbieter bwin – und will das auch in Zukunft tun.

Denn: „Eine berufliche Auszeit ist aus meiner Sicht nicht zwingend notwendig, da Davis-Cup-Kapitän für mich kein operativer Fulltime-Job für das ganze Jahr ist, sondern für acht bis zehn Wochen“, stellt Trimmel klar.

„Das heißt aber nicht, dass man nicht 365 Tage im Jahr verfolgt, was die Spieler so machen.“

"Jürgen gewinnt nicht alleine"

Unter den Spielern hat er mit Jürgen Melzer einen großen Fürsprecher.

Die heimische Nummer 1 macht sich nach LAOLA1-Informationen seit längerem für den ehemaligen Weggefährten stark, es gab auch schon Gespräche zwischen dem Jukic-Ex und der ehemaligen Nummer 147 der Welt:

„Grundvoraussetzung ist, dass die Spieler dahinter stehen, sie sollen entscheiden, mit wem sie sich das am Besten vorstellen können.“

Trimmel will demnach nicht nur Melzer hinter sich wissen, sondern auch die anderen Spieler. „Es geht nicht nur um Jürgen, weil er wird alleine nicht den Davis-Cup gewinnen.“

Immer dem Tennis verbunden

Als Vorteil sieht Trimmel, dass er neutral ist. Dem Tennis blieb er auch nach dem Karriereende 2004 verbunden, war in diesem Jahr auch bei den French Open in Paris dabei.

„Ich habe immer mit offenen Augen verfolgt, was im Tennis passiert, vor allem natürlich wie es den Österreichern geht.“

Aktuell ist Trimmel beim Turnier in Kitzbühel, wo sich die ÖTV-Asse bereits früh verabschiedet haben.

Allerdings auf Urlaub, wie er betont.

Stephan Schwabl

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