„Es ist ganz bitter, dass das passiert. Zuerst verletzt sich Alex und jetzt erkrankt auch noch Andi. Natürlich hätte Andi nicht unbedingt gegen Haase gewinnen müssen, der ist ein sehr guter Spieler, mit seinem Turniersieg im Gepäck hätte er aber sicher mit viel Selbstvertrauen agiert.“

Kaum Einzel-Einsätze

Der Steirer selbst sah sich zwar nicht gänzlich chancenlos, ernsthaft mit einer Überraschung rechnete er aber auch nicht. Der ehemalige Weltranglisten-82. spielte heuer nur einmal Einzel (Dallas-Challenger) und hat derzeit nicht einmal ein Einzel-Ranking.

Dabei trainierte er während der Woche in Groningen sogar ungewöhnlich viel Einzel. „Eigentlich war es sogar zu viel. „Ich hätte weniger trainiert, wenn ich gewusst hätte, dass ich Einzel spiele. Aber das war auch nicht der Grund, warum ich heute verloren habe“, so Marach, der danach scherzte, dass er nach den ersten fünf Games am liebsten einen Rettungswagen gerufen hätte.

„Haase hat sehr gut gespielt“

Der 33-jährige Grazer strich aber auch die solide Vorstellung der niederländischen Nummer eins hervor: „Mit der Vorhand spielt er nicht so flach, sondern einen extremen Spin. Da habe ich mir schon sehr schwer getan. Von hinten ist es da schwierig, auf den Punkt zu gehen. Vor allem nach dem ersten Satz hat er schon sehr gut gespielt. Er hat gut serviert und mit der Vorhand richtig Druck gemacht.“

Haase selbst nahm den Pflichtsieg unaufgeregt zur Kenntnis: „Ich hatte das Spiel vor allem nach dem ersten Satz gut unter Kontrolle. Aber wenn ich einen Spieler, der nicht einmal ein Einzel-Ranking hat, nicht schlagen kann, dann habe ich sowieso ein Problem.“

Für Marach war es im vierten Einzel-Einsatz im Davis Cup die erste Niederlage. Auf einen weiteren Single-Ausflug würde er aber lieber verzichten. „Ich hoffe, dass Andi wieder gesund wird. Ich will das Wochenende ja überleben!“

 

Aus Groningen berichtet Christian Frühwald

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