Melzer siegt in 5 Sätzen, US-Teenie schießt Paszek ab

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Jürgen Melzer steht nach einem Kraftakt in der dritten Runde der Australian Open!

Der 31-jährige Niederösterreicher zwingt den aufstrebenden Spanier Roberto Bautista-Agut nach drei Stunden und 49 Minuten mit 6:7 (4), 6:3, 6:7 (3), 6:3, 6:2 in die Knie.

Melzer profitiert dabei vor allem von seiner starken Aufschlagleistung.

Der Deutsch-Wagramer, der insgesamt 16 Asse serviert, wehrt neun von zehn Breakbällen ab und muss damit nur ein einziges Mal sein Service abgeben.

Melzer nun gegen Berdych

In der dritten Runde bekommt es Melzer nun mit dem an fünf gesetzten Tschechen Tomas Berdych zu tun.

Der Viertelfinalist des Vorjahres schlägt den Franzosen Guillaume Rufin ganz sicher mit 6:2, 6:2, 6:4.

Ausgeglichenes Head-to-Head

Das Head-to-Head gegen den Weltranglisten-Sechsten ist mit 2:2 zwar ausgeglichen, Melzers letzter Sieg liegt aber schon sechs Jahre zurück.

Damals gewann der ÖTV-Daviscupper im Viertelfinale von Sydney mit 6:2, 6:4. Interessanterweise fuhr Melzer auch den zweiten Sieg auf dem australischen Kontinent ein: 2005 gewann er in Adelaide in drei Sätzen.

Das letzte Aufeinandertreffen fand 2011 in Peking statt. Dort hatte Berdych mit 7:5, 7:5 das bessere Ende für sich.

Paszek macht nur drei Games

Chancenlos ist hingegen Tamira Paszek am Mittwoch in der zweiten Runde.

Die 22-jährige Dornbirnerin, die in der ersten Runde gegen die Schweizerin Stefanie Vögele über drei Sätze gehen musste, wird von der fünf Jahre jüngeren US-Amerikanerin Madison Keys mit 2:6, 1:6 vom Platz geschlossen.

Keys dominiert mit Aufschlag

Paszek hat vor allem mit dem harten Aufschlag ihrer Kontrahentin Probleme. Als Return-Spielerin macht die Österreicherin nur elf von 45 Punkten.

Die 1,78 Meter große Keys serviert allerdings auch mit 176 km/h im Durchschnitt und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 191 km/h.

Zum Vergleich: Paszek kommt bei einer Spitze von 157 km/h im Durschnitt lediglich auf 141 km/h.

"Madison hat ein großartiges Match abgeliefert"

"Es ist hart, in dieser Art und Weise zu verlieren", meint die Dornbirnerin am späten Abend auf ihrer Facebook-Seite.

"Madison hat aber auch wirklich ein großartiges Match abgeliefert."

Keys nun gegen Kerber

Keys, die damit bei ihrem vierten Grand-Slam-Turnier erstmals den Einzug in die dritte Runde schafft, trifft nun auf die an fünf gesetzte Angelique Kerber.

Die Deutsche fährt gegen die Tschechin Lucie Hradecka den erwarteten 6:3, 6:1-Erfolg ein.

Melzer Bautista-Agut
  1. Aufschlag %
116 von 177 (66%) 118 von 154 (77%)
Asse 16 4
Doppelfehler 5 3
Unerzwungene Fehler 5 3
Punkte 1. Aufschlag 81 von 116 (81%) 78 von 118 (66%)
Punkte 2. Aufschlag 39 von 61 (64%) 22 von 36 (61%)
Punkte Rückschläger 54 von 154 (35%) 57 von 177 (32%)
Breakbälle 5 von 14 (36%) 1 von 10 (10%)
Gesamtpunkte 174 157

Überraschendes Aus für Knowle/Polasek

Für Julian Knowle und seinen slowakischen Doppelpartner Filip Polasek ist bei den Australian Open überraschend schon in der ersten Runde Endstation.

Das an 14 gesetzte Duo muss sich der taiwanesisch-japanischen Paarung Yen-Hsun Lu/Go Soeda mit 6:4, 6:7 (8), 3:6 geschlagen geben.

Melbourne bleibt kein guter Boden

Melbourne bleibt damit weiterhin kein guter Boden für den 38-jährigen Vorarlberger.

In elf Anläufen kam Knowle nur zwei Mal in die dritte Runde. Das ist seine mit Abstand schlechteste Bilanz bei einem Grand-Slam-Turnier.

Paszek Keys
  1. Aufschlag %
28 von 42 (67%) 22 von 45 (49%)
Asse 0 6
Doppelfehler 4 2
Unerzwungene Fehler 20 21
Punkte 1. Aufschlag 14 von 28 (50%) 19 von 22 (86%)
Punkte 2. Aufschlag 5 von 14 (36%) 15 von 23 (65%)
Punkte Rückschläger 11 von 45 (24%) 23 von 42 (55%)
Breakbälle 0 von 3 (0%) 4 von 7 (57%)
Gesamtpunkte 30 57

Wie befürchtet ist danach auch für Oliver Marach im Doppelbewerb der Australian Open bereits in der ersten Runde Endstation.

Der 32-jährige Steirer muss sich mit seinem argentinischen Partner Horacio Zeballos den beiden topgesetzten US-Brüdern Bob und Mike Bryan mit 5:7 und 3:6 geschlagen geben.

Die Bryans holten in Melbourne in den letzten sieben Jahren fünf Mal den Titel.

Im Vorjahr verloren die beiden Weltranglisten-Ersten im Endspiel gegen Leander Paes/Radek Stepanek (IND/CZE).

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