Schrecksekunde für S. Williams

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Schrecksekunde für Serena Williams in Melbourne

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Serena Williams fegt in der ersten Runde der Australian Open die Rumänin Edina Gallovits-Hall mit 6:0, 6:0 aus der Hisense Arena, muss dabei aber eine ordentliche Schrecksekunde über sich ergehen lassen.

Die US-Amerikanerin verdreht sich im fünften Game des ersten Satzes bei einer Vorhand nämlich ganz böse den Knöchel.

Zwei Minuten lang windet sich Williams schmerzverzerrt am Boden, ehe sie zu ihrer Bank humpelt und dort einen Verband verpasst bekommt.

Danach setzt die fünffache Australian-Open-Gewinnerin aber dort fort, wo sie zuvor aufgehört hatte.

Ähnliches Missgeschick wie im Vorjahr

Damit bewies Williams erneut, wie stark sie derzeit vor allem mental drauf ist. Schließlich unterlief ihr im vergangenen Jahr in Melbourne ein ähnliches, allerdings folgenschwereres Missgeschick.

Auch damals knöchelte sie um und verlor in Folge angeschlagen im Achtelfinale gegen die Russin Ekaterina Makarova.

"Stand kurz vor einer Panik-Attacke"

"Ich stand deshalb auch kurz vor einer Panik-Attacke", lässt Williams ihre bangen Momente Revue passieren.

"Es war fast genauso wie im letzten Jahr. Ich dachte schon, dass ich aufhören muss. Doch dann habe ich versucht, ruhig zu werden und die Dinge durchzudenken."

"Danach war ich voll fokussiert. Mit der Blessur habe ich mir nur mehr gedacht, dass ich eh nichts mehr zu verlieren habe. Ich habe dann ganz locker drauf los gespielt."

"Stehe ganz sicher da draußen"

Ihren Knöchel will Williams zwar noch einmal gründlich untersuchen lassen, ihren Einsatz in Runde zwei sieht sie aber dennoch nicht gefährdet.

"Und wenn ich auf allen Vieren auf den Court kriechen muss - ich stehe ganz sicher da draußen. Da muss schon etwas Schlimmeres passieren. Ich bin am Leben. Mein Herz schlägt. Alles ist in Ordnung!"

Nächste Gegnerin von Williams ist entweder die Slowakin Magdalena Rybarikova oder die Spanierin Garbine Muguruza.

Errani schon out

Die an sieben gesetzte Italienerin Sara Errani ist dagegen schon ausgeschieden: Die Paris-Finalistin verliert 4:6, 4:6 gegen die Spanierin Carla Suarez Navarro.

Hart zu kämpfen hat auch Caroline Wozniacki: Die ehemalige Weltranglisten-Erste aus Dänemark zwingt die Deutsche Sabine Lisicki erst mit 2:6, 6:3, 6:3 in die Knie.

Über drei Sätze muss auch Ex-Wimbledon-Siegerin Petra Kvitova gehen: Die an acht gesetzte Tschechin besiegt die Italienerin Francesca Schiavone mit 6:4, 2:6, 6:2.

Azarenka problemlos

Titelverteidigerin Victoria Azarenka gewinnt problemlos 6:1, 6:4 gegen die Rumänin Monica Niculescu.

Die Weltranglisten-Erste aus Weißrussland trifft nun entweder auf die Griechin Eleni Daniilidou oder die Tschechin Karolina Pliskova.

Maria Kirilenko (RUS/14) besiegt die US-Amerikanerin Vania King mit 6:4, 6:2.

Sloane Stephens (USA/29) deklassiert die Rumänin Simona Halep mit 6:1, 6:1. Laura Robson (GBR) schlägt Melanie Oudin (USA) 6:2, 6:3.

42-Jährige schreibt Geschichte

Kimiko Date-Krumm hat wieder einmal Geschichte geschrieben.

Mit 42 Jahren ist die Japanerin seit Dienstag die älteste Spielerin, die je im Damen-Einzel der Australian Open ein Hauptbewerbs-Match für sich entscheiden konnte.

Date-Krumm eliminiert in der ersten Runde die an zwölf gesetzte Russin Nadia Petrova mit 6:2, 6:0. Damit steht sie in Melbourne erstmals seit 17 Jahren wieder in Runde zwei.

1994 verlor sie bei den Australian Open erst im Halbfinale gegen Steffi Graf.

Federer und Murray souverän

Bei den Herren lassen die Titel-Favoriten Roger Federer und Andy Murray in der ersten Runde der Australian Open nichts anbrennen.

Der an zwei gesetzte Schweizer schlägt den Franzosen Benoit Paire klar in drei Sätzen mit 6:2, 6:4, 6:1.

Vorjahres-Finalist Murray besiegt Kitzbühel-Sieger Robin Haase (NED) 6:3, 6:1, 6:3.

Der Schotte bekommt es nun mit dem Portugiesen Joao Sousa zu tun. Federer trifft in Runde zwei entweder auf den Russen Nikolay Davydenko oder Dudi Sela aus Israel.

Haas scheidet aus

Der an 19 gesetzte Deutsche Tommy Haas verliert in der ersten Runde 6:7 (3), 6:4, 3:6, 6:4, 6:8 gegen den Finnen Jarkko Nieminen.

Souverän agiert hingegen der Argentinier Juan Martin del Potro: Der Stadthallen-Sieger, an Nummer sechs gesetzt, fegt über den Franzosen Adrian Mannarino mit 6:1, 6:2 und 6:2 hinweg.

Auch die australischen Fans haben Grund zur Freude: Hoffnungsträger Bernard Tomic schlägt den Argentinier Leonardo Mayer klar mit 6:3, 6:2 und 6:3.

Monfils wirft Dolgopolov raus

Der Franzose Gael Monfils schlägt in der ersten Runde den an 18 gesetzten Ukrainer Alexandr Dolgopolov in vier Sätzen 6:7(7), 7:6(4), 6:3, 6:3.

Der ehemalige Weltranglisten-Siebente Monfils musste im vergangenen Jahr wegen einer Knieverletzung vier Monate pausieren und ist deshalb aktuell nur die Nummer 86 der Welt.

In der zweiten Runde trifft der 26-jährige Pariser auf den Taiwanesen Yen-Hsun Lu, der sich gegen den Spanier Ruben Ramirez Hidalgo durchsetzt.

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