"Der Gipfel unseres Sports"

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Djokovic als Titelverteidiger und Favorit bei ATP-Finals

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Einmal mehr ist die beeindruckende O2-Arena im Südosten Londons der würdige Schauplatz für den großen Showdown der acht besten Herren des Jahres.

Im Rahmen des ATP-World-Tour-Finales ist natürlich der Titelverteidiger auch der Favorit. Novak Djokovic ist seit bereits 27 Hallen-Partien ungeschlagen und hat gute Chancen, den Hattrick zu schaffen. Als größter Herausforderer gilt Roger Federer.

Djokovic ist schon seit zehn Spielen in der O2-Arena ungeschlagen, und hat sich zuletzt in Paris mit seinem 20. Titel bei einem Masters-1000-Turnier das nötige Selbstvertrauen geholt.

Seinen Vorsprung im Ranking auf den heuer wieder sehr starken Roger Federer hat der 27-jährige Serbe damit auf 1.310 Punkte ausgebaut.

Damit hat Federer nur unter speziellen Bedingungen noch die Chance, zum Jahresende den Thron wieder zu erklimmen.

London als gutes Pflaster

Der frischgebackene Vater (Sohn Stefan) war nach seinem ersten Sieg als Papa auch dementsprechend erfreut.

"Natürlich macht es mir Mut, dass ich in Paris so gut gespielt habe und ich die letzten vier Hallen-Turniere in den vergangenen zwei Jahren gewonnen habe, die ich gespielt habe", erklärte Djokovic.

Zwei Titel in Folge in London gäben ihm Grund daran zu glauben, wieder gut abzuschneiden. Es könnte sein zweiter Triumph in London in diesem Jahr werden, hat Djokovic doch auch Wimbledon im Juli gewonnen.

Im Endspiel übrigens im dramatischen Fünf-Satz-Kampf mit Federer, ein Finale, das auch diesmal durchaus möglich ist.

"Der Gipfel unseres Sports"

Federer ist mit sechs Erfolgen Rekordsieger des seit 1970 an verschiedenen Schauplätzen ausgetragenen Jahres-End-Turniers der ATP.

"Als absoluten Gipfel unseres Sports" bezeichnete der 33-jährige Schweizer unlängst das Saisonfinale und das obwohl er mit dem Davis-Cup-Finale (21.-23.11. in Lille) gegen Frankreich noch einen weiteren emotionalen Höhepunkt in diesem Jahr vor sich hat.

Der Schweizer ist der zweite Anwärter auf den Titel neben Djokovic, hat er doch seit Wimbledon von 31 Partien nur drei verloren und drei Turniere gewonnen.

Federers Mini-Chance auf Nummer 1

Um das Jahr Mal als Nummer 1 zu beenden, müsste aber einiges passieren, nicht zuletzt auch beim Davis Cup.

In London zwei Vorrundenspiele sowie das Turnier und die beiden Einzelpartien im Davis-Cup-Finale müsste Federer gewinnen und gleichzeitig auf ein Scheitern von Djokovic in London hoffen.

Schon bei drei Vorrunden-Siegen des Serben bleibt dieser die Nummer eins der Welt.

Die Hoffnungen der Briten ruhen nach seinem Fehlen wegen einer Rücken-Operation im Vorjahr freilich auf Wien-Sieger Andy Murray, der mit einem tollen Finish und mehreren äußerst knapp gewonnenen Finali den Sprung ins Achter-Feld noch geschafft hat.

Zehn Matchbälle hat er in zwei Finali gegen Tommy Robredo abgewehrt, auch in Wien lag er im Entscheidungssatz gegen David Ferrer 3:5 zurück.

"Keine einfachen Matches"

"Das waren wirklich sehr enge Finali", erinnert sich Murray, der aber weiß, dass es auch in London um nichts leichter wird. "Da spielen die acht besten Spieler der Welt, da gibt es keine einfachen Matches."

Murray bekommt es in Gruppe B mit Federer sowie zwei der drei Debütanten bei dem Saisonfinale zu tun: Kei Niskori (JPN) hat es als erste Asiate, Milos Raonic als erster Kanadier zum früher "Masters" genannten Turnier geschafft.

In Gruppe A trifft Favorit Djokovic auf Stan Wawrinka (SUI), Tomas Berdych (CZE) und Marin Cilic. Letzterer ist als US-Open-Sieger ebenfalls erstmals dabei.

Der große Abwesende ist freilich der eigentlich qualifizierte Rafael Nadal (ESP), der sich am Montag einer Blinddarm-Operation unterziehen musste.

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