"Wir wollen gewinnen"

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"Wir strotzen aktuell nicht vor Selbstvertrauen"

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Zum zweiten Mal in Folge sind Alexander Peya/Bruno Soares beim ATP-World-Tour-Finale der besten acht Doppelteams in London am Start.

Auch wenn es dem österreichisch-brasilianischen Duo in den vergangenen Wochen auf der Tour nicht ganz so gut gelaufen ist, zumindest die Gruppenphase wollen die beiden überstehen.

Immerhin sind der 34-jährige Wiener und Soares immer noch das drittbeste Team der Welt. Doch die Aufgabe wird freilich alles andere als einfach.

Mit den Topstars der Doppel-Szene, den US-Zwillingen Bob und Mike Bryan, Jean-Julien Rojer/Horia Tecau (NED/ROM-5) und Lukasz Kubot/Robert Lindstedt (POL/SWE-8) gilt es für Peya/Soares in der pompösen O2-Arena in Gruppe A zumindest einmal die Gruppenphase zu überstehen.

Zweiter Antritt beim Tour-Finale

Dazu bedarf es zumindest des zweiten Platzes in der Gruppe. Am Montag (13.00 Uhr MESZ) steigen Peya/Soares gegen Rojer/Tecau ins Turnier ein.

Noch vor einem Jahr war das immer beeindruckend inszenierte Saison-Abschlussturnier der ATP Neuland für Peya/Soares und trotzdem reichte es gleich für das Halbfinale.

Erst die Bryan-Brüder bedeuteten damals die Endstation. Vorteil der Auslosung in diesem Jahr ist es vielleicht, dass ein weiteres Duell neben dem Gruppenmatch gegen die herausragenden Doppelakteure erst im Finale stattfinden würde.

"In erster Linie wollten wir nicht mit denen in der Gruppe sein", kann Peya im Gespräch mit der APA im Los nicht unbedingt einen Vorteil erkennen.

"Wir wollen gewinnen"

"Unser erstes Ziel ist es sicher, die Gruppenphase zu überstehen. Trotzdem reisen wir zu jedem Turnier an, weil wir es gewinnen wollen", erklärte Peya.

Daran ändere sich auch nichts, obwohl Peya/Soares "aktuell nicht vor Selbstvertrauen strotzen". In Wien, Valencia und Paris scheiterte das Duo jeweils gleich im ersten Spiel.

"Wir haben einfach nicht gut gespielt, unter Bedingungen, die uns eigentlich sehr gut liegen. Wir werden versuchen, gut ins Turnier zu starten und unseren Rhythmus zu kriegen", ist Peyas Hoffnung.

Die Baisse im Spiel Peya/Soares war eher die Ausnahme: "Wir haben zweieinhalb Jahre wirklich extrem konstant gespielt, da gehört diese Erfahrung irgendwann auch dazu."

Peya (2013 im Halbfinale) sorgt für die insgesamt siebente Teilnahme eines Österreichers beim Doppel-Masters.

Vor ihm waren auch seine Davis-Cup-Kollegen Julian Knowle (2007 in Shanghai/Endspiel), Jürgen Melzer (2010 und 2011 in London/jeweils Vorrunden-Out) und Oliver Marach (2009 und 2010/jeweils Vorrunden-Aus) mit von der Partie.

Bryan/Bryan klare Favoriten

Die Topfavoriten sind freilich die Saisondominatoren Bob und Mike Bryan.

Mit einem knappen Finalerfolg über die überraschend ins Endspiel vorgedrungenen Jürgen Melzer und Marcin Matkowski (AUT/POL) haben sie in Paris schon ihren 102. gemeinsamen Titel geholt.

Ein Triumph in London würde bereits den zehnten in diesem Jahr bedeuten. Erstaunlicherweise haben sich die erfolgsverwöhnten, 36-jährigen US-Amerikaner gerade beim Saison-Finale bisher mehrmals vorzeitig beugen müssen.

In diesem Jahr treten sie zum zwölften Mal an (nur 2007 nicht am Start) und kämpfen "erst" um ihren vierten Titel nach 2003, 2004 und 2009.

Im Vorjahr stand das Spitzenduo im Finale, die Titelverteidiger David Marrero/Fernando Verdasco (ESP) sind allerdings nicht am Start.

Mit dem Boot zur Halle

Bei dem Großereignis zum zweiten Mal dabei zu sein, ist für Peya noch keine Selbstverständlichkeit.

"Das ist natürlich etwas Besonderes, es war unser großes Ziel von Anfang des Jahres an. Wir haben es wieder verfrüht geschafft wie letztes Jahr, das ist natürlich traumhaft."

Wieder wird er mit dem Boot vom Hotel zur Halle gebracht werden (einzigartig auf der Tour), in der eigenen Garderobe Handtücher mit dem eigenen Namen bedruckt vorfinden und in die tolle Halle ("die ist ein Traum") im Scheinwerferlicht einmarschieren.

"Mitrechnen nicht vermeidbar"

Besonders ist freilich auch der mitunter sehr komplizierte Round-Robin-Modus in der Vorrunde. Da ist manchmal arithmetisches Talent verlangt.

"Mitrechnen lässt sich gar nicht vermeiden. Man weiß, was man braucht", sagt Peya, der hin und wieder von der Players Lounge mit offenem Blick in die Halle auch gerne einmal ein Einzel anschaut.

Der Blick auf die kommenden Gegner spielt da weniger eine Rolle. Nach der zuletzt abgeflauten Formkurve müsse man in erster Linie auf sich selbst schauen. Das Duo Peya/Soares wird es übrigens fix auch 2015 geben.

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