Kuriose Niederlage für Djokovic

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Melzer-Bezwinger Dimitrov streicht die Segel

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Novak Djokovic, der ab Montag wieder die Spitze der Weltrangliste übernimmt, ist am Mittwoch beim Masters-1000-Turnier in Paris-Bercy überraschend schon in der 2. Runde gescheitert.

Der Serbe verlor nach einem Freilos zum Auftakt gegen den US-Amerikaner Sam Querrey (ATP-Nr. 25) 6:0,6:7(5),4:6.

Querrey hatte sich offenbar auch nicht von einer Maske von Star-Wars-Bösewicht Darth Vader beeindrucken lassen, die Djokovic anlässlich Halloweens beim Betreten des Platzes getragen hatte.

Perfekter Auftakt ist zuwenig

6:0,2:0 hatte Djokovic gegen den gleichaltrigen Kalifornier geführt und schien einem ungefährdeten Sieg entgegenzusteuern, ehe Querrey, der insgesamt 18 Asse schlug, die große, überraschende Wende gelang.

Nach gut zwei Stunden verwertete der Amerikaner seinen zweiten Matchball mit einem Servicewinner zum ersten Sieg im fünften Duell mit Djokovic.

Diesem hatten sich beim Stand von 3:5 im dritten Satz noch einmal fünf Chancen zum Rebreak geboten, die Querrey aber allesamt zunichte machte. Am Ende musste sogar Djokovics Mutter auf der Tribüne lachen.

Beeindruckende Serie gerissen

Erstmals seit März 2010 in Miami verlor Djokovic somit wieder seine erste Partie bei einem Turnier.

In diesem Jahr hatte der Paris-Bercy-Sieger 2009 bei allen 15 seiner Turnierteilnahmen zumindest das Viertelfinale erreicht.

Seine bis dato letzte Niederlage gegen einen Spieler außerhalb der Top 20 hatte der fünffache Major-Sieger vor mehr als einem Jahr in Basel kassiert, als er im Halbfinale an Kei Nishikori (JPN) gescheitert war.

Dennoch ist Djokovic ab Montag Nummer 1 und bleibt dies auch unabhängig vom Ausgang des ATP-World-Tour-Finales kommende Woche in London.

Murray, Del Potro souverän

Andy Murray (GBR-3) setzte sich gegen Paul-Henri Mathieu (FRA) mit 7:5, 6:3 durch und trifft nun auf den polnischen Qualifikanten Jerzy Janowicz.

Juan Martin del Potro (ARG-7) hatte mit Alejandro Falla (COL) keine Probleme, gewinnt 6:2, 6:2.

Im Achtelfinale wartet Michael Llodra (FRA). Der Wildcard-Spieler eliminierte Aufschlag-Riese John Isner (USA-10) mit 6:4, 7:6(5).

Melzer-Bezwinger ausgeschieden

Gilles Simon (FRA) setzte sich gegen Victor Hanescu (ROU), der nach der Federer-Absage als Lucky Loser in den Hauptbewerb rutschte, mit 7:5, 6:3 durch.

Nur kurz währte die Freude von Grigor Dimitrov nach seinen Erstrunden-Sieg über Österreichs Jürgen Melzer.

Denn schon eine Runde später ist für den bulgarischen Qualifikanten Endstation. Dimitrov verlor gegen den an neun gesetzten Argentinier Juan Monaco 6:7 (4), 2:6.

Gasquet unterliegt Südafrikaner

Überraschend ausgeschieden ist auch Richard Gasquet: Der an zwölf gereihte Lokalmatador unterlag dem Südafrikaner Kevin Anderson 6:7 (5), 6:4, 1:6.

Der an vier gesetzte Spanier David Ferrer besiegte seinen Landsmann Marcel Granollers 6:1, 6:3.

Tschechiens Tomas Berdych, die Nummer fünf der Setzliste, eliminierte den Südtiroler Andreas Seppi mit 7:6 (6), 6:2.

Der an acht gereihte Serbe Janko Tipsarevic zwang den Niederländer Igor Sijsling 6:4 und 7:6 (0) in die Knie.

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