Verbaler Tiefschlag von Kyrgios

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Kyrgios attackiert Wawrinka unter der Gürtellinie

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Die sportliche Geschichte des Zweitrundenduells zwischen Stan Wawrinka und Nick Kyrgios beim ATP-Turnier in Montreal ist schnell erzählt.

In einem attraktiven Spiel musste die Nummer fünf der Welt wegen einer Blessur im unteren Rückenbereich beim Stand von 7:6, 3:6 und 0:4 im dritten Satz aufgeben. Kyrgios trifft damit in der nächsten Runde auf John Isner.

Verbale Entleisung auf dem Platz

Für Gesprächsstoff sorgte allerdings ein weiterer Aussetzer von Kyrgios, der Wawrinka während der Partie unter der Gürtellinie attackierte.

"Kokkinakis [Anm.: Thanasi Kokkinakis, AUS/ATP 76]  hat deine Freundin gef... Sorry, dass ich dir das sagen muss", murmelte der 20-jährige Australier nach einem Ballwechsel. 

Damit zielte Kyrgios wohl auf Wawrinkas vermeintliche neue Lebensgefährtin, die 19-jährige Kroatin Donna Vekic (WTA 127) soll mit dem Schweizer liiert sein, ab. 

"Was gesagt wurde, hätte ich nicht einmal zu meinem schlimmsten Feind gesagt. So tief zu fallen, ist nicht nur inakzeptabel, sondern unfassbar", kommentierte Wawrinka den Eklat via Twitter. "Es ist so enttäuschend, zu sehen, dass ein Athlet und Kollege so respetklos ist, wie ich es mir nie vorstellen hätte können."

Wawrinka fordert Sanktionen

Ähnlich sieht es der Trainer des 30-Jährigen, Magnus Norman, der ebenfalls über den Kurznachrichtendienst ausrichtet: "Das war wirklich, wirklich tief, Nick Kyrgios. Ich hoffe für dich, dass du Leute um dich hast, die dir heute Nacht ein oder zwei Dinge über das Leben beibringen werden."

Wawrinka fordert indes Sanktionen von der ATP. "Ich hoffe einfach, dass die ATP harte Maßnahmen gegen ihn ergreift. Er ist zwar noch jung, aber das ist keine Entschuldigung. Er hat jedes Spiel Probleme, benimmt sich in jedem Spiel sehr schlecht", betonte der Schweizer.

Keine Reue bei Kyrgios

Wer Reue bei Kyrgios vermutet, wird enttäuscht. Im Interview nach dem Match auf die Situation angesprochen, suchte der Australier keine Ausflüchte und erklärte, auch Wawrinka hätte sich nicht ganz korrekt verhalten. "Ich weiß nicht, warum, ich habe das in diesem Moment einfach gesagt", so Kyrgios.

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