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Froome: Jede Menge Hausaufgaben für die Konkurrenz

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Ooops, they did it again!

Das Team Sky hat am Sonntag zum dritten Mal in Folge das Critérium du Dauphiné gewonnen und zum zweiten Mal nach 2012 einen Doppelsieg gefeiert.

Nach Siegen von Bradley Wiggins in letzten beiden Jahren triumphierte in dieser Saison dessen britischer Landsmann Christopher Froome (LAOLA1 hat hier berichtet).

Aber es war nicht einfach nur ein Sieg für den 28-Jährigen, es war vielmehr ein Ausrufezeichen.

So als wolle Froome der Konkurrenz sagen: Schaut her, ich bin in Top-Form. Ich bin der Mann, den es bei der Tour de France zu schlagen gilt!

Nicht am Limit

Auf der anspruchsvollen Schlussetappe ließ die neue Nummer 1 im Team Sky noch einmal die Muskeln spielen.

Zwei Kilometer vor dem Ziel attackierte Froome gemeinsam mit seinem australischen Teamkollege Richie Porte am Weg hinauf auf den Monteé de Risoul.

Der Vorjahres-Zweite wollte seinem Edelhelfer für dessen treue Dienste während der gesamten Saison den Etappensieg „schenken“.

Doch daraus wurde nichts: Denn während Porte am Limit fuhr, hätte Froome ohne Probleme ein höheres Tempo gehen können.


So fehlten am Ende 24 Sekunden auf den Italiener Alessandro De Marchi vom Team Cannondale, dessen Ausreißversuch von Erfolg gekrönt war.

"Hätte besser nicht sein können"

Der König der Dauphiné war aber ohne Zweifel der in Kenia geborene Froome, der mit diesem Erfolg unbestritten auf den Spuren von Sir Bradley wandelt.

Wenn am 29. Juni die 100. Tour de France auf Korsika gestartet wird, ist der Vorjahres-Zweite der unumstrittene Favorit.

„Dieser Sieg fühlt sich einfach nur gut an! Ich habe die Dauphiné zum Formaufbau für die Tour genutzt, der Ausgang hätte besser nicht sein können“, so der 28-Jährige.

Dass es für Team Sky einen Doppelsieg gab und sein bester Freund Platz zwei belegte war, so Froome, „das perfekte Szenario“.

Neue Zeitrechnung

Nachdem er bei der Dauphiné in Wiggins‘ Fußstapfen getreten ist, möchte er dies nun auch bei der Tour de France tun.

„Ich war in diesem Jahr schon sehr erfolgreich, habe einige Siege gefeiert. Aber wenn die Tour beginnt, wird der Zähler wieder auf Null gestellt“, rechnet Froome trotz seiner Überlegenheit bei der Generalprobe mit einem harten Kampf und sechs, sieben Fahrern, die um den Sieg bei der „Grand Boucle“ kämpfen werden.

Dazu zählt er vor allem Alejandro Valverde, Joaquim Rodriguez, Cadel Evans und  Tejay van Garderen. Und natürlich Alberto Contador, der die Tour de France bereits zwei Mal gewinnen konnte.

"Pistolero" ohne Munition

Der Spanier hat von der Dauphiné allerdings jede Menge Hausaufgaben für die nächsten drei Wochen mitgenommen.

Vor allem bei seinem einzigen Etappensieg, der Bergankunft in Valmorel, schoss Froome scharf in Richtung „Pistolero“, dem sichtlich die Munition ausgegangen war.

Contador hat bereits angekündigt, dass er weiß, was bis zum Start der Tour de France noch zu tun ist.

"Liegen voll im Soll"

Bernhard Eisel hat die Dauphiné aus der Ferne verfolgt und zeigt sich im Gespräch mit LAOLA1 angetan.

„Das war der letzte große Formtest mit vielen Top-Stars. Dieses Ergebnis ist der Beleg dafür, dass wir für die Tour voll im Soll sind“, freut sich der Steirer über den doppelten Sky-Erfolg.

„Die Favoritenrolle ist jetzt nicht mehr von der Hand zu weisen, jetzt möchten wir in Frankreich das wiederholen, was uns im Vorjahr gelungen ist.“

Während Eisel bei der Tour de Suisse um eines von insgesamt neun Sky-Trikots für die Tour de France kämpft, wird Christopher Froome mit seinen Helfern in den nächsten Tagen einige TdF-Passagen inspizieren.

Dafür verzichtet er sogar auf die britischen Meisterschaften.



Stephan Schwabl

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