Paolini feiert den größten Sieg seiner Karriere

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Den Sieg bei der 77. Auflage des Rad-Klassikers Gent-Wevelgem hat sich am Sonntag nach 239,1 Kilometern der 38-jährige Italiener Luca Paolini aus dem Team Katusha im Alleingang vor dem Niederländer Niki Terpstra gesichert.

Der britische Sky-Profi Geraint Thomas wurde nach einem von vielen windbedingten Stürzen Dritter. Für Paolini ist es sein bisher wertvollster Erfolg.

Titelverteidiger geschlagen

Die entscheidende Phase des Rennens hatte rund 50 Kilometer vor dem Ziel begonnen, als sieben Fahrer auf der Verfolgung des Ausreißers Jurgen Roelandts waren. Das Hauptfeld hatte zu diesem Zeitpunkt mit mehreren Minuten Rückstand quasi schon aufgegeben.

Roelandts wurde 18 Kilometer vor dem Ziel gestellt, seine Verfolger machten die Entscheidung unter sich aus. Der deutsche Vorjahressieger Degenkolb landete im geschlagenen Feld.

Paolini völlig überrascht

"Das ist eine Überraschung. Ich hatte nicht erwartet, zu gewinnen", sagte Paolini. "Aber ich glaube, ich habe meine Karten am besten ausgespielt." Er habe gewusst, dass es seine Fluchtgefährten auf einen Sprint angelegt hatten. "Daher habe ich versucht, wegzukommen."

Auch Paolini war zweimal zu Sturz gekommen, nahm es aber locker. "Wir sind hier im Norden und das ist richtiges Radfahren. Nur die Stärksten überleben."

Viele Steigungen und Stürze

Die Strecke war mit neun Steigungen gespickt. Die letzte auf den Kemmelberg lag 34 Kilometer vor dem Ziel. Zahlreiche Kopfsteinpflaster-Passagen, Regen, Windgeschwindigkeiten von an die 90 km/h und niedrige Temperaturen machten das Rennen zusätzlich schwer.

Paolini hatte sogar einen Sturz und einen Radwechsel weggesteckt. Als nächster Klassiker steht am nächsten Sonntag die Flandern-Rundfahrt auf dem Programm.

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