Kwiatkowski ist Weltmeister, der ÖRV weit zurück

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Der Rad-Weltmeister im Straßenrennen der Herren kommt erstmals aus Polen.

Michal Kwiatkowski krönte ein beherztes Rennen am Sonntag in Ponferrada mit dem Regenbogentrikot.

Der 24-Jährige rettete in einem dramatischen Finale wenige Meter Vorsprung auf eine Favoritengruppe ins Ziel. Die sechs Österreicher hatten mit der Entscheidung nach 254,8 schweren Kilometern nichts zu tun.

Dritte Bronzemedaille en suite

Kwiatkowski hatte sich auf dem anspruchsvollen Rundkurs rund sieben Kilometer vor dem Ziel abgesetzt. Schon bei der 100-Meter-Marke riss er die Arme nach oben, als seine Verfolger noch um die Medaillen sprinteten.

Diese sicherten sich der Australier Simon Gerrans und der Spanier Alejandro Valverde, der sich vor Heimpublikum zum dritten Mal in Serie mit WM-Bronze zufriedengeben musste.

Kwiatkowski: "Es ist unglaublich"

Für Kwiatkowski ist es der größte Erfolg seiner Karriere. "Es ist unglaublich. Ich habe mich auf der letzten Runde großartig gefühlt. Ich wusste, dass ich für den Sieg etwas riskieren musste", erklärte der Weltmeister.

Seine polnischen Teamkollegen hatten zuvor im Rennverlauf intensive Nachführarbeit geleistet, weil eine Ausreißergruppe mehr als zehn Minuten Vorsprung herausgefahren hatte. Kwiatkowski: "Ich bin ihnen sehr dankbar dafür."

Zu später Angriff von Valverde

Valverdes Angriff auf dem letzten, kurzen Anstieg fünf Kilometer vor dem Ziel kam zu spät. Im Spurt einer sechsköpfigen Verfolgergruppe reichte es für den Lokalmatador, der als Topfavorit ins Rennen gegangen war, nur noch zu Rang drei.

Den Sprint des mit sieben Sekunden Rückstand heranbrausenden Feldes gewann der Norweger Alexander Kristoff. Der Schweizer Mitfavorit Fabian Cancellara kam nicht über Platz elf hinaus.

Brändle am längsten vorne dabei

Von den Österreichern vermochte bei immer wieder einsetzendem Regen Matthias Brändle am längsten mit der Spitze mitzuhalten. Der Vorarlberger befand sich zehn Kilometer vor dem Ziel noch am hinteren Ende der Hauptgruppe, belegte schließlich mit 1:27 Minuten Rückstand Rang 53.

Der Steirer Georg Preidler wurde 68., nachdem er bereits in der Anfangsphase in einen Sturz verwickelt war.

Quartett steigt vorzeitig aus

Die aussichtsreichsten heimischen Starter waren auf den letzten fünf von insgesamt 14 Runden auf dem 18,2 Kilometer langen Kurs schrittweise abgerissen.

Zuerst erwischte es bei immer höherem Tempo Riccardo Zoidl, den Aufsteiger des Vorjahres, dann auch Routinier Bernhard Eisel und WM-Debütant Marco Haller. Die drei fuhren das Rennen ebenso nicht zu Ende wie Youngster Patrick Konrad.

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