Der "Hai von Messina" beißt zu

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Der "Hai von Messina" beißt zu

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Vincenzo Nibali ist der Sieger der 19. Etappe der 102. Tour de France. Der Titelverteidiger entschied nicht nur die Etappe von Saint Jean de Maurienne - La Toussuire (138 km) für sich, sondern machte auch in der Gesamtwertung einen Sprung nach vorne und ist nun Vierter.

Damit ist zumindest ein Podiumsplatz für den "Hai von Messina" wieder in Reichweite. Gelb trägt weiterhin Chris Froome.

Froome hat Probleme, Nibali attackiert

Nibali löste sich am Freitag auf einer selektiven Etappe in einem Anstieg aus der Gruppe der Klassementfahrer just in jenem Moment, als Froome Probleme mit der Schaltung hatte.

Er schloss in der folgenden Abfahrt rund 34 km vor dem Ziel auf den Führenden Pierre Rolland aus Frankreich auf. 16 km vor dem Ziel setzte der Italiener schließlich alles auf eine Karte.

Er attackierte zum Beginn des Schlussanstiegs auch seinen letzten Begleiter und schloss den Alleingang erfolgreich zu seinem ersten Tagessieg nach einer bisher für ihn enttäuschend verlaufenen Tour ab.

Froome erstmals isoliert

Der Italiener erreichte das Ziel auf 1.705 Höhenmetern 44 Sekunden vor Nairo Quintana und 1:14 Minuten vor Chris Froome. Der Brite verteidigte zwar die Gesamtführung, musste aber erstmals auf die geballte Stärke seines Sky-Teams verzichten.

Froome hielt allerdings den Zeitverlust auf den Kolumbianer Quintana in Grenzen und zudem auch die weitere Konkurrenz auf Distanz.

Fast drei Minuten Vorsprung

Froome hat vor der letzten schweren Bergetappe 2:38 Min. Vorsprung auf Quintana, der damit wohl als einziger Fahrer noch eine realistische Chance hat, den zweiten Toursieg Froomes nach 2013 zu verhindern.

Die beiden Spanier Alejandro Valverde und Alberto Contador verloren erneut über eine Minute auf das Gelbe Trikot und sind damit aus dem Rennen um den Sieg. Valverde hat als Gesamtdritter bereits 5:25 Rückstand auf Froome.

Bester Österreicher des Tages wurde Georg Preidler als 90. mit einer knappen halben Stunde Rückstand. Auch im Gesamtklassement führt der Steirer als 83. das heimische Trio vor Marco Haller (124.) und Matthias Brändle (156.) an.

Alpe d'Huez wartet

Am Samstag wartet auf das Peloton noch eine letzte Herausforderung ehe am Sonntag die flache Schlussetappe nach Paris wartet. Die 110,5 km von Modane nach L'Alpe d'Huez führen die Fahrer über zwei Bergwertungen der höchsten Kategorie auf den wohl berühmtesten Anstieg der Tour.

Die 21 Kehren hinauf nach L'Alpe d'Huez werden wohl die Entscheidung im Kampf um die Gesamtwertung bringen. Allein auf den letzten 13,8 km werden rund 500.000 Fans erwartet.

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