Urin-Skandal bei der Tour

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Tour-Leader Froome mit Becher Urin beworfen

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Spitzenreiter Chris Froome ist am Samstag während der 14. Etappe der Tour de France von einem Zuschauer mit einem Becher Urin beworfen und als "Doper" beschimpft worden.

"Das ist auf vielen verschiedenen Ebenen inakzeptabel", meinte Froome in einer Pressekonferenz im Zielort Mende.

"Unverantwortliche Berichterstattung"

Froome machte eine "unverantwortliche Berichterstattung" in den Medien für den Vorfall rund 50 km nach dem Etappenstart mitverantwortlich.

Der 30-jährige Brite war wegen seiner enormen Leistungen zuletzt immer wieder mit Doping in Verbindung gebracht worden.

Während der Frankreich-Rundfahrt sind nach einem Hacker-Angriff auf sein Team Sky auch sensible Trainingsdaten von Froome an die Öffentlichkeit gelangt.

Etwa gibt es in sozialen Netzwerken ein Video seines Tour-Sieges 2013, das mit zahlreichen Leistungsdaten wie Herzrate oder Trittfrequenz unterlegt ist.

Keine Schuld der Fans

Wie schon vor zwei Jahren dominiert Froome die laufende Tour. Bereits auf der ersten Bergetappe am Dienstag in den Pyrenäen führte er seine Rivalen mit einem Solosieg vor.

Seither sind die Verdächtigungen wieder neu aufgeflammt. Der Öffentlichkeit bzw. den Fans wollte der Tour-Leader aber keine Schuld an dem Vorfall mit dem Urin-Becher geben.

"Die Leute glauben, was sie in den Medien sehen", betonte Froome. "Es sind nicht alle, aber es gab viel unverantwortliche Berichterstattung und das ist inakzeptabel."

"Ich habe keine Angst"

Auf die Frage, ob er weitere Zwischenfälle befürchte, antwortete der gebürtige Kenianer: "Ich habe keine Angst deswegen. Ich hoffe nur, dass das Rennen nicht gestört wird."

Froome geht mit 3:10 Minuten Vorsprung auf den Kolumbianer Nairo Quintana in die letzte Tour-Woche, in der es in die Alpen geht.

Quintana hatte am Samstag auch auf dem Schlussanstieg in Mende attackiert - wenn auch erfolglos. "Nairo schaut im Moment wie die größte Gefahr für mich aus", meinte Froome.

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