Martin fertigt Konkurrenz ab - Nibali vor Gesamtsieg

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Der favorisierte Deutsche Tony Martin hat am Samstag wie erwartet souverän das einzige Zeitfahren der 101. Tour de France gewonnen.

Der Gesamtführende Italiener Vincenzo Nibali sicherte sich auf den 54 Kilometern der 20. und vorletzten Etappe von Bergerac nach Perigueux Platz vier und damit praktisch den Gesamtsieg.

Nibali lässt nichts anbrennen

Nibali hielt auch im Kampf gegen die Uhr mit den Besten mit und ließ bei der letzten Prüfung der diesjährigen Rundfahrt hinsichtlich Gesamtklassement nichts mehr anbrennen.

Im Gegenteil: Von den Top Ten in der Gesamtwertung war der Leader mit 1:58 Minuten Rückstand auf Martin der Schnellste. Er baute seine Führung auf fast acht Minuten aus und wird am Sonntag als erster Italiener seit Marco Pantani 1998 im "maillot jaune" auf der Champs-Elysees einfahren.

Zwei Franzosen an Nibalis Seite

Begleitet wird Nibali in Paris auf dem Podest von den beiden Franzosen Jean-Christophe Peraud (+7:52 Min.) und Thibaut Pinot (8:24). Dank seinen Zeitfahren-Qualitäten verdrängte Peraud (7./2:27 hinter Martin) am Samstag seinen Konkurrenten Pinot (12./3:12) noch von Platz zwei.

Der 24-jährige Pinot darf sich damit trösten, die Tour als bester Jungprofi abzuschließen. Zwei Franzosen standen letztmals 1984 auf dem Podest einer Tour de France. Damals gewann der 2010 verstorbene Laurent Fignon vor Bernard Hinault.

Alejandro Valverde war nicht in der Lage, seinen in den Pyrenäen verlorenen Podestplatz noch zurückzuerobern. Der Spanier (28.) verlor 4:28 Minuten auf Martin und blieb auf seinem vierten Gesamtrang sitzen.

Martin mit Riesen-Vorsprung

Martin war im 54 km langen Zeitfahren eine Klasse für sich. Er fuhr auf den zweitklassierten Niederländer Tom Dumoulin einen Vorsprung von 1:39 Minuten heraus.

Dritter wurde der Tscheche Jan Barta mit einem Rückstand von 1:47. Martin sicherte sich mit dem prognostizierten Triumph in seiner Spezialdisziplin, in der er auch dreifacher Weltmeister ist, den zweiten Tagessieg an dieser Tour. Er hatte davor bereits die 9. Etappe nach Mulhouse solo für sich entschieden.

"Tour d'Honneur" nach Paris

Die Tour geht am Sonntag mit der 137,5 km langen Etappe von Evry nach Paris zu Ende. Für den prestigeträchtigen Sieg auf der Avenue Champs-Elysees sind erneut die Deutschen mit den Sprintern Marcel Kittel und Andre Greipel favorisiert.

Leader Nibali dagegen wird die Fahrt genießen können. Gemäß einem "ungeschriebenen Gesetz" wird der Leader auf dem letzten Teilstück nicht mehr angegriffen.

Rang Fahrer Team Nation Zeit
1 Tony Martin Omega Pharma-Quick Step Deutschland 1:06:21 h
2 Tom Dumoulin Giant-Shimano Niederlande + 1:39 min
3 Jan Bárta NetApp-Endura Tschechien + 1:47
4 Vincenzo Nibali Astana Italien + 1:58
5 Leopold König NetApp-Endura Tschechien + 2:02
6 Tejay van Garderen BMC Racing USA + 2:08
7 Jean-Christophe Péraud Ag2r La Mondiale Frankreich + 2:27
8 Sylvain Chavanel IAM Cycling Frankreich + 2:36
9 Markel Irizar Trek Spanien + 2:39
10 Daniel Oss BMC Racing Italien + 2:58
...
28 Alejandro Valverde Movistar Spanien + 4:28
113 Bernhard Eisel Sky Österreich + 8:05
Rang Fahrer Team Nation Zeit
1 Vincenzo Nibali Astana Italien 86:37:52 h
2 Jean-Christophe Péraud Ag2r La Mondiale Frankreich + 7:52 min
3 Thibaut Pinot FDJ.fr Frankreich + 8:24
4 Alejandro Valverde Movistar Spanien + 9:55
5 Tejay van Garderen BMC Racing USA + 11:44
6 Romain Bardet Ag2r La Mondiale Frankreich + 11:46
7 Leopold König NetApp-Endura Tschechien + 14:41
8 Haimar Zubeldia Trek Factory Racing Spanien + 18:12
9 Laurens ten Dam Belkin Niederlande + 18:20
10 Bauke Mollema Belkin Niederlande + 21:24
...
126 Bernhard Eisel Sky Österreich + 4:13:45 h
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