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Hallo, liebe LAOLA1-User,

in dieser Ausgabe meines Tour-Tagebuchs möchte ich mich einer Frage widmen, die mir in den letzten Tagen einige Male gestellt wurde.

Was sind eigentlich diese bunten Kasterl vorne auf den Rädern? Und was können sie?

Die meisten Teams setzen auf Wattmessung von SRM. Das steht für Schoberer Radmesstechnik und ist nach Erfinder Uli Schoberer benannt, der das System vor 25 Jahren auf den Markt gebracht hat.

Wir steuern unser Training nur mehr nach Watt, nicht mehr nach Puls. Denn der ist variabel, verändert sich zum Beispiel wenn ich schlecht geschlafen oder nicht gefrühstückt habe. Die Wattzahl lügt nicht.

Im Training ist SRM schon seit vielen Jahren unser Begleiter. Wenn ich daheim in Kärnten unterwegs bin, lade ich meine Daten nach einer Ausfahrt einfach am Computer hoch und der Trainer weiß ganz genau, was ich gemacht habe, egal wo er gerade ist.

Wir haben dann bei HTC-Highroad auch damit begonnen, SRM im Rennen einzusetzen. Das Powermeter, so heißt das bunte Kasterl, zeichnet alle relevanten Daten auf.

Nach jeder Etappe wird ausgewertet. Während der Etappe hilft es uns Fahrern bei der Einteilung des Rennens. Und natürlich auch bei der Taktik. Die können wir dank SRM heute ganz genau steuern.

Wenn zum Beispiel eine Gruppe geht, weiß ich ganz genau welches Tempo ich fahren muss, wie viel Körner ich zur Verfügung habe und was für mich geht.

Wie schon oben erwähnt: Die Wattzahl lügt nicht. Weder im Training, noch im Rennen. Früher ist man mit einer Geschichte, dass man irgendwo im Feld eingesperrt war als die Gruppe gegangen ist, vielleicht durchgekommen. Diese Zeiten sind vorbei.

Dafür ist dank der Wattmessung auch im Breitensport eine neue Ära angebrochen. Denn immer mehr Hobby-Radsportler und –Triathleten vertrauen in Sachen Trainings- und Wettkampfsteuerung auf SRM und Co.

Bis zum nächsten Mal,

euer Bernie




Bernhard Eisel ist Österreichs erfolgreichster Radprofi der letzten Jahre. Der Steirer war zuletzt neun Mal in Folge bei der Tour de France am Start und ist damit auch ÖRV-Rekordteilnehmer. Seit 2012 fährt Eisel für das britische Team Sky, das im Vorjahr einen Doppelsieg feiern konnte. Mehr über den 32-Jährigen auf seiner facebook-Seite.

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