Voeckler famos, Evans desaströs

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Wiggins wehrt alle Angriff ab - Voeckler siegt

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Bradley Wiggins hat am Mittwoch auch über die großen Pyrenäen-Pässe kein Zeichen von Schwäche gezeigt und fährt weiter souverän dem ersten Tour-de-France-Sieg eines Briten entgegen.

Der Sky-Profi führt nach den 197 Kilometern des 16. Teilstücks von Pau nach Bagneres-de-Luchon weiter 2:05 Minuten vor seinem Teamkollegen Christopher Froome und 2:23 vor dem Italiener Vincenzo Nibali.

Der Franzose Thomas Voeckler feierte auch seinen zweiten Erfolg bei der 99. Auflage solo.

Vierter Etappensieg für Voeckler

Wiggins, sein wichtigster Helfer und Landsmann Froome sowie Nibali erreichten nach der Fahrt über die Pässe Aubisque (1.709 m), Tourmalet (2.115 m/höchster Punkt der Tour) , Aspin (1.489) und Peyresourde (1.569) das Ziel gemeinsam, 7:09 Minuten hinter Voeckler.

Der 33-jährige Elsässer hatte schon 2010 an gleicher Stelle gewonnen und triumphierte zum vierten Mal bei der Frankreich-Rundfahrt. Er hatte mit weiteren Fahrern im Anstieg zum Tourmalet (109 km vor dem Ziel) zur Spitzengruppe aufgeschlossen, ließ 22 km vor dem Ziel seinen letzten Fluchtgefährten Brice Feillu hinter sich und gewann schließlich 1:40 Minuten vor Chris Anker Sörensen.

Der Däne war 2008 Sieger auf dem Kitzbüheler Horn gewesen.

Wiggins konterte Attacke von Nibali

Die einzige Attacke auf das Gelbe Trikot von Wiggins startete Nibali im letzten Anstieg des Tages. Der Sizilianer griff rund einen Kilometer vor der Bergwertung an, doch Froome führte Wiggins wenig später wieder heran.

Einen zweiten Versuch des Ex-Vuelta-Siegers konterte der 32-jährige Sky-Chef selbst und ließ sich auch in der Abfahrt nicht distanzieren.

Nun wartet als letztes Hindernis auf dem Weg nach Paris am Donnerstag die zweite Pyrenäen-Etappe mit einem Pass der höchsten Kategorie und der Bergankunft in Peyragudes nach einem 15 km langen Schlussanstieg.

Evans erwischte rabenschwarzen Tag

Vorjahrssieger Cadel Evans musste sich am Mittwoch sogar aus dem Kreis der Anwärter auf einen Podestplatz verabschieden. Der 35-jährige Australier vermochte im Anstieg zum Aspin das Tempo der Wiggins-Gruppe nicht mehr zu halten, kam in der Abfahrt nochmals heran, verlor aber im letzten Anstieg des Tages viel Zeit.

Evans büßte auf das Trio der Besten fast fünf Minuten ein und hat als Siebenter 8:06 Minuten Rückstand - mehr als fünfeinhalb Minuten fehlen ihm nun auf den dritten Rang.

"Die Hitze hat ihm Probleme bereitet", sagte Evans' Teamkollege Tejay van Garderen (USA). Die Gruppe der Sprinter und der übrigen Nachzügler, zu denen auch Weltmeister Mark Cavendish und dessen Helfer Bernhard Eisel gehörten, hatte mehr als eine halbe Stunde Rückstand.


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