Sanchez und Vanendert attackierten erfolgreich

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Die abschließende Pyrenäen-Etappe der 98. Tour de France hat entgegen den Erwartungen keinen Umsturz im Gesamtklassement gebracht.

Der Belgier Jelle Vanendert gewann am Samstag das 14. Teilstück von Saint-Gaudens über 168,5 Kilometer und sechs Bergwertungen zur Bergankunft am Plateau de Beille 21 Sekunden vor dem Spanier Samuel Sanchez.

Tour-Favoriten im Einklang

Die Top-Favoriten und der führende Franzose Thomas Voeckler kamen eine halbe Minute dahinter geschlossen ins Ziel.

Lediglich Andy Schleck sicherte sich durch einen Schlusssprint zwei Sekunden Vorsprung auf die Gruppe um Vorjahressieger Alberto Contador.

Voeckler weiter stark

Voeckler, der am Plateau bereits im Jahr 2004 beim Sieg von Lance Armstrong und dem dritten Platz von Georg Totschnig das Führungstrikot verteidigt hatte, führt weiterhin 1:49 Minuten vor Fränk Schleck und 2:06 Minuten vor Cadel Evans.

Contador, der am selben Ort 2007 triumphiert und später seinen ersten Toursieg gefeiert hatte, ist mit nach wie vor mit vier Minuten Rückstand Siebenter.

Ausreißergruppe prägte Etappe

Eine große Ausreißergruppe hatte das Etappengeschehen über die ersten fünf Bergwertungen, davon mit dem Col de da Core und dem Col d'Agnes zwei der ersten Kategorie, geprägt.

Zu Beginn des 15,8 km langen Schlussanstiegs hatten die letzten in der Fluchtgruppe verbliebenen Fahrern aber nur noch zweieinhalb Minuten Vorsprung auf das Feld mit den Favoriten.

Vanenderts Attacke erfolgreich

Die Schleck-Brüder lancierten im finalen Anstieg zwar bald die ersten Attacken, Contador, Evans und Ivan Basso (ITA) konnten aber folgen.

Als letzter der Ausreißer wurde der Franzose Sandy Casar sechs Kilometer vor dem Ziel gestellt.

Unterdessen machte sich aber Vanendert davon, wenig später folgte Sanchez, der mit vier Minuten Rückstand wie der Belgier keine echte Gefahr für die Voeckler und die Schlecks bedeutete.

Sanchez und Cunego tauschen Plätze

Da sich die Sieganwärter bis ins Ziel belauerten, wurden die zwei Spitzenreiter nicht mehr eingeholt.

Der auf den ersten Pyrenäen-Abschnitt siegreich gewesene Sanchez erwischte zwar Vanendert nicht mehr, tauschte aber mit dem zurückgefallenen Italiener Damiano Cunego die Plätze und ist jetzt Gesamtsechster.

Am Sonntag folgt vor dem zweiten Ruhetag der noch eine Flachetappe.

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