Cavendish schlüpft nach drittem Sieg ins Grüne Trikot

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Mark Cavendish hat einmal mehr seine Sprinter-Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Der britische HTC-Highroad-Teamkollege des Steirers Bernhard Eisel gewann die elfte Etappe nach 167,5 km von Blaye-les-Mines nach Lavaur und 3:46,07 Stunden (Schnitt: 44,4 km/h) vor dem Deutschen Andre Greipel.

Damit revanchierte sich Cavendish für die Vortagsniederlage, als er im Massenspurt hinter Greipel Zweiter geworden war.

Grün dank Team

"Der Sieg war der Dank an mein Team, das perfekt gearbeitet hat, nachdem ich gestern den Sieg leider knapp verpasst hatte", betonte Cavendish nach seinem bereits dritten Etappensieg in der laufenden Tour.

Der Erfolg brachte dem 26-jährigen Engländer zudem das Grüne Trikot des Spitzenreiters in der Punktwertung.

Das Gelbe Trikot des Führenden im Gesamtklassement trägt am Donnerstag, an dem die erste Bergankunft in den Pyrenäen auf dem Programm steht, weiter der Franzose Thomas Voeckler.

Eisels Einsatz wird belohnt

Eisel zog wieder einmal im Hintergrund perfekt die Fäden, damit Cavendish am Ende im strömenden Regen die Nase vorn hatte und über seinen insgesamt 18. Tour-Etappensieg jubeln durfte.

"Wir haben gewusst, dass das ein hartes Stück Arbeit wird. Das war perfekte Teamarbeit, alle habe sich voll ins Zeug gelegt, besser kann es nicht laufen", gab der 30-Jährige freudestrahlend in einem Eurosport-Interview im Ziel zu Protokoll.

Regie-Arbeit vorerst vorbei

Ein hartes Stück Arbeit war es vor allem deshalb, weil sich bereits nach rund zwölf Kilometern eine sechsköpfige Spitzengruppe gebildet hatte, die zeitweise bis zu vier Minuten Vorsprung herausgeholt hatte.

Eisel war deshalb gefordert, um noch rechtzeitig die Verfolgung der Ausreiser zu organisieren. Der Steirer leistete dabei ganze Arbeit, wurde doch drei Kilometer vor dem Ziel der letzte "Flüchtige" vom Hauptfeld geschluckt und danach Cavendish in die perfekte Ausgangsposition für die Sprintentscheidung gebracht.

Die Berge rufen

"Wir werden das Grüne Trikot mit einem Gläschen Champagner feiern", betonte Eisel, dessen "Regie-Arbeit" am Donnerstag nun nicht mehr gefragt ist."Denn jetzt dürfen die Bergklassementfahrer loslegen."

Man darf vor allem gespannt sein, ob Titelverteidiger Alberto Contador (ESP) gleich bei der ersten Bergankunft auf dem 13,3 km langen Anstieg nach Luz-Ardiden attackieren wird, fehlen ihm doch in der Gesamtwertung als 16. weiterhin mehr als eineinhalb Minuten auf seine schärfsten Rivalen Cadel Evans (AUS) sowie Frank und Andy Schleck (beide LUX).

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